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Umfrage: CDU/CSU erreichen absolute Mehrheit

Trotz des Gezerres um den Bundespräsidenten-Kandidaten würde die Union Umfragen zufolge die absolute Mehrheit erlangen, wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre.

Im ZDF-Politbarometer, das von der Forschungsgruppe Wahlen erstellt wird, konnten sich CDU und CSU gegenüber dem Vormonat um einen Prozentpunkt auf 49 Prozent verbessern. Diesen Wert erreicht die Union erstmals seit Einführung des Politbarometers im Jahr 1977. Der Umfragewert der SPD sank um einen Prozentpunkt auf 28 Prozent. Grüne und FDP blieben unverändert bei zehn und fünf Prozent.

Im ARD-Deutschlandtrend legte die Union ebenfalls einen Prozentpunkt zu und kommt nun auf 50 Prozent. Die SPD bleibt wie im Vormonat bei 24 Prozent, die Grünen bei elf Prozent, ermittelte das Umfrageinstitut Infratest Dimap. Die FDP rutschte in dieser Umfrage um zwei Prozentpunkte auf sechs Prozent ab. 87 Prozent der für die ARD Befragten zeigten sich unzufrieden mit der Arbeit der Bundesregierung, drei Prozentpunkte mehr als im Februar. Allerdings geht eine Mehrheit von 48 Prozent der Befragten auch nicht davon aus, dass die Opposition die akuten Probleme bei einem Regierungsübernahme besser lösen würde.

SPD-Chef Franz Müntefering muss Federn lassen

In der ZDF-Liste der beliebtesten Politiker schaffte es Wirtschaftsminister Wolfgang Clement auf Platz 2 hinter Außenminister Joschka Fischer. Ihm folgen mit gleichen Werten CSU-Chef Edmund Stoiber und CDU-Chefin Angela Merkel. Deutliche Ansehensverluste musste hier der SPD-Fraktionsvorsitzende und designierte SPD-Chef Franz Müntefering hinnehmen. Auch Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) und Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sanken in der Ansehens-Skala weiter in den Minus-Bereich.

Die Entscheidung für einen Bundespräsidenten-Kandidaten wurde von 52 Prozent der Befragten der ZDF-Umfrage als wichtig beurteilt. 47 Prozent halten diese Frage nicht für wichtig.