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Umfrage: CDU in Hessen und Niedersachsen weiter auf Siegeskurs – Bundesbürger bei Gerüchten um Kanzler-Ehe gespalten

CDU in Hessen und Niedersachsen weiter auf Siegeskurs – Bundesbürger bei Gerüchten um Kanzler-Ehe gespalten

Hamburg - Zweieinhalb Wochen vor den Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen steuert die CDU in beiden Ländern weiter auf einen Sieg zu. Nach der aktuellen Forsa-Umfrage im Auftrag des stern hat die SPD zwar in beiden Ländern leicht zugelegt, die Gewinne werden aber durch Verluste bei den Grünen kompensiert.

In Hessen konnte sich die CDU im Vergleich zur Vorwoche um einen Punkt auf 48 Prozent steigern, die SPD erreicht 33 Prozent (plus ein Punkt), die Grünen fallen um zwei Punkte auf jetzt zehn Prozent, die FDP bleibt bei fünf Prozent. CDU und Liberale könnten mit zusammen 53 Prozent der Stimmen ihre derzeitige Koalition fortsetzen.

In Niedersachsen dagegen steht die derzeitige SPD-Regierung auf der Kippe. Die CDU kommt unverändert auf 46 Prozent, die SPD steigt um einen Punkt auf 37 Prozent, die Grünen verschlechtern sich um einen Punkt auf neun Prozent, die FDP, die 1998 den Einzug in den Landtag knapp verfehlt hatte, stagniert bei fünf Prozent.

Auch auf Bundesebene verzeichnen die Grünen leichte Verluste. Wäre jetzt Bundestagswahl, würden sich nach der Forsa-Umfrage für stern und RTL zehn Prozent der Wähler für die grüne Partei entscheiden, ein Punkt weniger als in der Vorwoche. Unverändert liegen CDU/CSU bei 47 Prozent, die SPD bei 31 und die FDP bei fünf Prozent. Die PDS stieg um einen Punkt auf vier Prozent.

Gespalten sind die Bundesbürger in der Frage, inwieweit die Gerüchte um eine Krise in der Schröder-Ehe dem Ansehen des Bundeskanzlers geschadet haben. 52 Prozent der Befragten gaben in der Erhebung für den stern an, das Ansehen des Kanzlers habe nicht gelitten, 42 Prozent stimmten dagegen mit "Ja". Sechs Prozent antworteten "weiß nicht".

Zur Feststellung der Parteipräferenz befragte Forsa im Auftrag von stern und RTL zwischen dem 6. und 10. Januar 2502 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger in Ost und West. Die statistische Fehlertoleranz liegt zwischen +/- 2,5 Prozentpunkten. Datenbasis für die Hessen-Wahl: 1003 Befragte in Hessen zwischen dem 6. und 10. Januar, statistische Fehlerquote +/- 3 Prozent. Basis für die Niedersachsen-Wahl: 1027 Befragte in Niedersachsen zwischen dem 6. und 10. Januar, Fehlerquote: +/- 3 Prozentpunkte. Basis für die Frage nach der Kanzler-Ehe: 1002 Befragte am 9. und 10. Januar, Fehlerquote: +/- 3 Prozentpunkte.

Für die Frage zur Einstellung zu der Ehekrise wurden vom 9.-10. Januar 1002 Bürger befragt, an 100 Prozent fehlende Angaben gelten als "keine Angabe" oder "weiß nicht".

stern-Nachrichtenredaktion