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Und jetzt ... Django Asül: Burkaquote für Deutschlands Bosse

Lena Meyer-Landrut als Quotenmonster, Gasprom-Ehefrau Doris Schröder-Köpf als Karstadt-Aufsichtsrätin: Die Quotendebatte ist überfällig. Nur Hessen versteht die Welt nicht mehr und verbietet das Tragen einer Burka - dabei ging es nur um das Verbergen von Schwangerschaftspfunden.

Ein satirischer Quotenbeitrag von Django Asül

Kommt die Quotendebatte zur Unzeit? Mitnichten! Seit Jahrzehnten ist die Quote das goldene Kalb der TV-Sender, das über Wohl und Wehe von Programmdirektoren, Redakteuren und Akteuren entscheidet. Ebenso impulsiv diskutieren die politischen Parteien und Wirtschaftswissenschaftler, wie viel Staatsquote eine gesunde Volkswirtschaft verträgt. Abgesehen davon diskutiert im Moment halb Deutschland die Frage, wie viel Lena die deutsche Öffentlichkeit verträgt. Denn Lena ist nicht nur weiblich, sondern ein Quotenmonster. Wer es schafft, in einem Wettbewerb gegen sich selber anzutreten und Konkurrenz per se auszuschließen, hat sich durchaus verdient gemacht im Kampf der Frauen um legitime Beachtung und Teilhabe. Doch immer wieder kommt es zu Zwischenfällen, die Freunden der Gleichberechtigung wie ein Stich ins Herz vorkommen müssen.

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Einen traurigen Höhepunkt in Sachen Beschneidung von Frauenrechten liefert derzeit das Land Hessen. Einer Mitarbeiterin im öffentlichen Dienst wird die Vollverschleierung untersagt. Was war passiert? Die Dame war in Elternzeit und hat, eventuell bedingt durch hormonelle Schwankungen, ihren Kleidungsstil leicht modifiziert. Sie will sich nur noch in einer Burka präsentieren. Ist das so abwegig? Natürlich nicht. Dass eine Frau nach der Geburt eines Kindes nicht mehr zur alten Figur zurückfindet, kommt oft genug vor. Und nicht selten fehlt ihr dann die Disziplin, sich wieder in Form zu bringen. Und wer sich um ein Kind kümmern muss, bevor es frühmorgens in die Arbeit geht, hat generell wenig Zeit, das Gesicht unter Zuhilfenahme moderner Kosmetika auf Vorderfrau zu bringen. Der natürliche Wunsch einer Frau, in der Männerwelt optisch nicht negativ aufzufallen, verhält sich kongruent zu ihrem Vorsatz, in der Frauenwelt keinen Anlass zu Getuschel zu geben. Ist es da nicht konsequent, wenn Frau entscheidet, in eine Burka zu schlüpfen? Solche Maßnahmen sind von Anfang an eingebaut im genetischen Code des Homo Sapiens. Oder wieso glauben schon kleine Kinder, dass sie unsichtbar sind, wenn sie sich mit den eigenen Händen die eigenen Augen zuhalten?

Wenn eine Frau nun also beschließt, fortan eine Deutschlandvertretung von Burkaida zu eröffnen, ist es nicht zwangsweise religiös, sondern wahlweise ästhetisch oder genetisch bedingt. Das rechtfertigt aber keinesfalls das rüde Vorgehen der hessischen Landesregierung. Zumindest hätte das Land Hessen mit ein bisschen mehr Fingerspitzengefühl ans Werk gehen können. Denn mit einem Burkaverbot signalisiert man nur eines: Im öffentlichen Dienst ist für von der Natur oder von der Geburt benachteiligten Menschen kein Platz. Wenn dem so ist, wäre anstatt des Verbots ein Casting im Vorfeld sinnvoller.

So aber werden sich viele Frauen hüten, sich mit Überschwang für Vollzeitjobs zu bewerben. Was hilft eine Frauenquote, wenn diese keine gesetzliche Burkaquote enthält? Wobei es selbstverständlich auch genug Gründe für ein Burkaverbot gibt. Wer schon mal live miterlebt hat, wie perfide Männer sein können, wenn es um das Verteidigen angeblich nur ihnen vorbehaltener Reviere geht. Es wäre eine Frage von Tagen, bis die Frauenquote in Aufsichtsräten und Vorständen ausgehebelt würde, weil Männer sich in eine Burka schmeißen und als Frau ausgeben.

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Nichtsdestotrotz ist es höchste Zeit für eine gesetzliche Frauenquote. Dabei geht es gar nicht mal so sehr um Gleichstellung und Teilhabe, sondern um Betriebs- und auch Volkswirtschaft. Es hat sich gezeigt, dass Unternehmen mit Frauen im Vorstand mittelfristig eine höhere Rendite erwirtschaften. Und der Mangel an Fachkräften ist ohnehin schon da. Also hat Deutschland zwei Möglichkeiten: Entweder holt man mehr Ausländer ins Land oder steckt Frauen in Führungspositionen. Soll das öffentliche Bild nun durch mehr Frauen oder mehr Ausländer geprägt werden? Die Antwort würde so eindeutig ausfallen, dass selbst ein Statistikfreak wie Sarrazin erröten würde.

Der Boden für die Frauenquote wäre also gelegt. Wenn sich die Frauen auch mal endlich einig würden. Frau von der Leyen ist für einen flächendeckenden Prozentsatz quer über alle Branchen. Frau Schröder wiederum plädiert für Selbstbestimmung der einzelnen Branchen, weil es nun mal unter den Frauen deutlich mehr Betriebswirtschaftlerinnen gibt als Physikerinnen. Die Frauen in der FDP sind eher gegen eine Quote, weil ja auch die FDP eigentlich nichts zu melden hat. Und Macht in einem machtlosen Gefüge ist ja wirklich lächerlich. Wenn eine Frau im Aufsichtsrat landet, muss sie nicht automatisch eine Quotenfrau sein. Inkompetenz hat nicht zwangsweise was mit dem Geschlecht zu tun. Ein Beispiel dafür ist Doris Schröder-Köpf. Sie ist neuerdings Aufsichtsrätin bei Karstadt. Verdient hat sie dieses einträgliche Mandat nicht nur, weil sie nachweisen konnte, dass sie über 20 Jahre hinweg jährlich mindestens 350 Euro bei Karstadt ausgegeben hat. Nein, die Frau des Altkanzlers rutschte da rein, weil sich der Karstadt-Eigentümer dadurch stabile Energiepreise erhofft. Schließlich ist Herr Schröder immerhin als hoch bezahlter Gasmann quasi der Außenminister von Gazprom. Eine Frau, die in einen Topjob will, braucht also nicht unbedingt eine Quote. Notfalls reicht es, wenn ihr Mann einen Topjob hat. Schröder-Köpf ist in einer weiteren Hinsicht eine Ausnahme. Hans-Olaf Henkel (das ist der Mann, der das Sarrazin-Buch in Euro übersetzt hat) stellt fest: Frauen in den Aufsichtsräten kommen meist von der Arbeitnehmerseite. Wenn sich Frauen also schon der Arbeit annehmen, sollten sie auch anschaffen. Die Gefahr, dass dabei alle Beteiligten gewinnen, ist nicht zu unterschätzen.

Django Asül live am 7.Feb in Heidelberg (Karlstorbahnhof), 8.Feb Recklinghausen (VEST Arena), 9./10.Feb in Köln (Comedia), 11.Feb in Herford (Stadttheater)

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.