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Verbraucherschutz: Wähler trauen den Grünen am meisten

Welche Partei hat den besten Ruf, wenn es um Verbraucherschutz geht? Bei einer Umfrage schneiden die Grünen am besten ab - der Koalition stellen die Demoskopen ein mäßiges Zeugnis aus.

Wie wahlentscheidend ist das Thema Verbraucherschutz bei der Bundestagwahl? "Sehr wichtig", sagen über ein Drittel der Deutschen in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest Dimap. Sie wurde vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in Auftrag gegeben.

Die Grünen kommen dabei am besten weg. 28 Prozent der Befragten finden, dass sich die Partei der Grünen-Spitzenkandidaten und Ex-Verbraucherschutzministerin Renate Künast am ehesten um die Belange der Verbraucher kümmert. Der Union stellten die Befragten mit nur 14 Prozent ein mäßiges Zeugnis aus. Auch die SPD ringt mit zehn Prozent um Zustimmung. Verbandschef Gerd Billen sagte, die Koalition habe bei Datenschutz, Finanzmarktaufsicht und Energiesparen die Erwartungen nicht erfüllt. Der Verbraucherschützer lobte aber die Bemühungen für mehr Schutz gegen illegale Telefonwerbung. Für die Umfrage wurden 1000 Personen repräsentativ befragt.

Während die Zustimmung zur Arbeit der Großen Koalition nur mäßig ausfiel, trauen die Befragten den anderen Parteien noch weniger zu.

Nur vier Prozent sind hier mit der FDP zufrieden und drei Prozent mit Der Linken. Das Thema jedoch ist wichtig: 83 Prozent der wahlberechtigten Bevölkerung wünschen sich einen besseren Konsumentenschutz.

Für mehr Gesundheit und Datenschutz

Die Umfrage ließ auch erkennen, bei welchen Themen die Verbraucher Handlungsbedarf sehen: im Gesundheitssystem (88 Prozent), beim Datenschutz (87), auf dem Energiemarkt (86) sowie bei Finanzdienstleistungen (83) und Lebensmitteln (82).

Obwohl die Linkspartei bei dem Thema kaum Glaubwürdigkeit genießt, ist der Verbraucherschutz für ihre Anhänger besonders vom Bedeutung. 54 Prozent der roten Parteigänger geben an, für ihre persönliche Wahlentscheidung sei das Thema "sehr wichtig". Relevant ist das Thema auch für Wähler der SPD (48 Prozent), bei Grünen-Anhängern (32) spielt es eine ebenso große Rolle wie bei Unions-Sympathisanten (32) und FDP-Wählern (31).

arw