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Verteidigungsminister de Maizière: Guttenberg-Nachfolger besucht Afghanistan

Er kommt ohne Frau und ohne TV-Moderator. Der neue Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist am Samstag in Afghanistan angekommen. Dort trifft er auch Präsident Karsai und US-General Petraeus.

Er dürfte einen anderen, einen nüchterneren Stil pflegen als sein schneidiger und glamouröser Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), auch bei seinen Visiten bei der Bundeswehr ein Afghanistan. Nach drei Wochen im Amt ist Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) zu seinem Antrittsbesuch in Afghanistan eingetroffen. Er landete am Samstagmorgen in der Hauptstadt Kabul, wo er Präsident Hamid Karsai und den Kommandeur der Internationalen Schutztruppe, US-General David Petraeus treffen wollte. Nur wenige Stunden vor seiner Abreise hatte der Bundestag die Ausweitung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr beschlossen.

Bis zu 300 Soldaten zusätzlich sollen für Awacs-Aufklärungsflüge zur Verfügung gestellt werden. Damit wächst die Budeswehrtruppe in Afghanistan auf bis zu 5300 Soldaten. Mit dem Awacs-Einsatz sollen die Nato-Bündnispartner im Libyen-Krieg entlastet werden.

Die Reise de Maizières wurde wie üblich aus Sicherheitsgründen bis zur Ankunft geheim gehalten. Erst am Freitag war es in der Provinz Kundus erneut zu einem Sprengstoffanschlag auf eine deutsch-afghanische Patrouille gekommen, bei dem ein afghanischer Soldat getötet wurde. De Maizière hatte bereits als Innenminister vor einem Jahr Afghanistan besucht.

DPA / DPA