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Bürgerschaftswahl: AfD raus, Grüne stärkste Kraft: So haben junge Menschen in Hamburg gewählt

Hamburg hat gewählt. Die SPD ist stärkste Kraft, die Grünen können ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl fast verdoppeln. Aber: Wie haben die jungen Menschen gewählt?

Die Anhänger der SPD freuen sich über das Wahlergebnis ihrer Partei in Hamburg

Die Anhänger der SPD freuen sich über das Wahlergebnis ihrer Partei in Hamburg

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Nach der Bürgerschaftswahl in Hamburg lässt sich eines sagen: In der Hansestadt ticken die politischen Uhren anders. Die SPD zeigt, dass sie noch eine Volkspartei sein kann. Die AfD musste lange um den Einzug ins Parlament zittern (und hat es am Ende mutmaßlich geschafft). Die CDU ist nicht einmal mehr zweitstärkste Kraft. Und die Grünen verdoppeln fast ihr Ergebnis im Vergleich zur letzten Wahl auf 24,2 Prozent – und fahren das zweitbeste Ergebnis der Parteigeschichte bei einer Landtagswahl ein.

Doch hätten nur die Menschen unter 30 Jahren gewählt, wäre das Ergebnis noch einmal ein anderes gewesen. Laut Umfragen der "Forschungsgruppe Wahlen" liegen die Grünen bei den Wählern zwischen 16 und 29 Jahren bei 33 Prozent – und wären damit stärkste Kraft. Die SPD kommt dagegen lediglich auf 26 Prozent, also 13 Prozent weniger als beim vorläufigen amtlichen Wahlergebnis.

Viel gravierender ist das Ergebnis für CDU und AfD. Während die Rechtspopulisten mit 3 Prozent den Einzug ins Parlament verpasst hätten, haben auch nur 7 Prozent der Unter-30-Jährigen ihr Kreuz bei den Christdemokraten gemacht. Damit liegt die Union sogar hinter den Linken, die auf 15 Prozent kommen. Die FDP läge bei 6 Prozent.

SPD-Politiker Peter Tschentscher

Rot-Rot-Grün mit fast 75 Prozent in Hamburg

Die Sozialdemokraten kommen auch auf fast 40 Prozent der Stimmen in Hamburg, weil sie vor allem bei älteren Wählern sensationell gut abschneiden. Laut "Forschungsgruppe Wahlen" haben 55 Prozent der über 60-Jährigen die Partei von Bürgermeister Peter Tschentscher gewählt. Die Grünen kommen in der Altersgruppe lediglich auf 12 Prozent.

Zusammenfassend lässt sich sagen: Jung wählt in Hamburg Grüne, alt die SPD. Eines aber haben beide Wählergruppen gemeinsam: Sowohl bei den Ü60-Jährigen als auch den 16–29-Jährigen kommt Rot-Rot-Grün auf jeweils 74 Prozent.

QuelleForschungsgruppe Wahlen

rpw