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stern-RTL-Wahltrend: Schulz und SPD im leichten Aufwind - Welche Koalition die Bürger favorisieren

Im aktuellen stern-RTL-Wahltrend geht es für die SPD und Spitzenkandidat Martin Schulz seit Längerem mal wieder leicht bergauf. Die Bundestagswahl halten viele aber bereits für entschieden. Bei der Wunschkoalition heißt es: bloß keine Experimente.

Auch wenn es für die SPD und Martin Schulz leicht bergauf geht - von der Kanzlerschaft ist er weit entfernt

Auch wenn es im stern-RTL-Wahltrend für Martin Schulz leicht bergauf geht - von der Kanzlerschaft ist der SPD-Spitzenkandidat weit entfernt

Fünf Wochen vor der Bundestagswahl legt die schon länger schwächelnde im stern-RTL-Wahltrend wieder um einen Prozentpunkt zu und kommt auf 24 Prozent – ihr höchster Wert seit fast drei Monaten. Die Union aus CDU und CSU büßt dagegen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ein auf nun 38 Prozent, hat damit aber immer noch einen Vorsprung von 14 Punkten.

Nach dem Terroranschlag von Barcelona kann sich die AfD um einen Punkt auf 9 Prozent verbessern – diesen Wert hatte sie zuletzt im April. Ebenfalls 9 Prozent hält weiterhin die Linke, während die ihre 8 Prozent behauptet. Die Grünen verlieren einen Punkt und würden, wenn schon jetzt gewählt würde, mit 7 Prozent als schwächste Partei in den Bundestag einziehen. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen 5 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 24 Prozent, zwei Punkte weniger als noch in der Woche zuvor.


Bei der Kanzlerpräferenz muss Angela Merkel im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt abgeben, während SPD-Kanzlerkandidat einen hinzugewinnt. Wenn der Regierungschef direkt gewählt werden könnte, würden sich 23 Prozent aller Wahlberechtigten für ihn entscheiden und 50 Prozent für Angela Merkel, die damit 27 Punkte vor ihrem Herausforderer liegt. Für Merkel würden 91 Prozent der eigenen CDU/CSU-Anhänger stimmen, für Schulz 74 Prozent SPD-Anhänger –  im eigenen Lager ist damit sein Rückhalt innerhalb einer Woche gleich um 7 Prozentpunkte gestiegen.


Große Mehrheit hält Wahl für entschieden

Etwas mehr als drei Viertel aller Bundesbürger – nämlich 76 Prozent – gehen nach einer weiteren Forsa-Umfrage im Auftrag des aber davon aus, dass die Bundestagswahl am 24. September bereits so gut wie entschieden ist und die SPD nicht mehr stärkste Partei werden kann. Nur 19 Prozent meinen, dass die SPD dies noch schaffen könnte – darunter 25 Prozent der eigenen Anhänger. Im Mai, als schon einmal nach den Chancen eines SPD-Wahlsiegs, nach Wechselstimmung und Koalitionspräferenzen gefragt worden war, hatten noch 30 Prozent prognostiziert, dass die SPD als stärkste Partei den Kanzler stellen wird – darunter 39 Prozent der eigenen Anhänger.

Nur noch 35 Prozent aller Befragten machen derzeit eine Wechselstimmung in der Bevölkerung aus – im Mai waren es noch 40 Prozent, im März sogar 59 Prozent. Eine Mehrheit von 60 Prozent glaubt nicht, dass sich die meisten Deutschen momentan einen Wechsel in der Regierungsverantwortung wünschen.

Große Koalition bevorzugt

Lediglich ein Wert bleibt seit Mai konstant: 25 Prozent der Befragten präferiert nach wie vor eine Regierungskoalition aus /CSU und SPD. Nur noch 19 Prozent – vier Prozentpunkte weniger als im Mai – wünschen sich eine aus Union und FDP. Obwohl eine Mehrheit für Schwarz-Gelb durchaus möglich geworden ist, sprechen sich die meisten Befragten für die Fortsetzung der Großen Koalition aus – darunter am häufigsten die Anhänger von Union (38 Prozent) und SPD (33 Prozent). Ein Bündnis von Union, FDP und Grünen befürworten 10 Prozent, drei Punkte mehr als im Mai. Eine rot-rot-grüne Koalition aus SPD, Linken und Grünen wird mittlerweile wieder von 16 Prozent der Deutschen favorisiert – im Mai waren es nur 11 Prozent. Lediglich 7 Prozent der Befragten würden eine Ampel aus SPD, FDP und Grünen gutheißen. Insgesamt 12 Prozent – darunter mit 39 Prozent die meisten AfD-Anhänger – könnten sich auch eine andere Koalition vorstellen.

Datenbasis Wahltrend: Das Forsa-Institut befragte vom 14. bis 18. August 2017 im Auftrag des Magazins stern und des Fernsehsenders RTL 2501 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 2,5 Prozentpunkten. 

Datenbasis Forsa-Umfrage: Das Forsa-Institut befragte am 17. und 18. August 2017 im Auftrag des Magazins stern 1008 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei +/- 3 Prozentpunkten.




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