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Razzia in zehn Bundesländern: De Maizière verbietet rechtsextreme "Weisse Wölfe Terrorcrew"

Sie starteten als Fans einer Skinhead-Band, inzwischen ist die "Weisse Wölfe Terrorcrew" eine rechtsextreme Organisation, die vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Nun hat Innenminister Thomas de Maizière die Gruppierung offiziell verboten.

Skinhead-Springerstiefl auf grauem Asphalt

Zeichen der gewalttätigen Skinhead-Szene: Innenminister de Maizière hat die aus diesem Umfeld stammende rechtsextreme Gruppe "Weisse Wölfe Terrorcrew" verboten.

Bundesinnenminister Thomas de Maizière hat am Mittwoch den rechtsextremistischen Verein "Weisse Terrorcrew" (WWT) verboten. Seit dem Morgen laufen in zehn Bundesländern Durchsuchungs- und Beschlagnahmemaßnahmen gegen führende Mitglieder, wie das Ministerium mitteilte.

Laut dem Verfassungsschutzbericht 2014 ist die "neonazistische" Gruppierung bundesweit aktiv. Demnach waren Mitglieder unter anderem im Februar des Jahres an einem Angriff im Hamburger Hauptbahnhof auf Angehörige der linken Szene beteiligt. Bei der WWT handelt es sich laut einer veröffentlichten Einschätzung des Hamburger um einen "Zusammenschluss von Neonazis und ehemaligen Angehörigen der Skinhead-Szene".

Ursprünglich Fans der Skinhead-Band "Weisse Wölfe"

Tatsächlich verstand sich die "Terrorcrew" zunächst als Fangruppe der nordrhein-westfälischen Skinheadband " Wölfe", wie es im Hamburger Verfassungsschutzbericht 2008 weiter heißt.

Bereits 2009 hat die Polizei in mehreren Bundesländern Wohnungen von Mitgliedern der "Weisse Wölfe Terrorcrew" durchsucht. Den damals 23 Verdächtigen wurden unter anderem Verstöße gegen das Uniformverbot vorgeworfen. Bei den Durchsuchungen von 13 Objekten in Hamburg, Niedersachsen, Brandenburg, Berlin und Nordrhein-Westfalen wurden unter anderem CDs, Computer und T-Shirts sichergestellt.

dho/DPA/AFP