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Wulff-Affäre Ermittler durchsuchen Odeon-Film


Die Ermittlungen gegen Ex-Bundespräsident Wulff gehen ihren Gang: Jetzt haben Beamte des Landeskriminalamts Niedersachsen eine Firma in München durchsucht, an der Filmproduzent David Groenewold beteiligt war.

Im Zuge der Ermittlungen gegen den früheren Bundespräsidenten Christian Wulff haben Ermittler am Donnerstag Räume der Produktionsfirma Odeon Film in München durchsucht. Das Unternehmen habe dabei "Daten und Unterlagen maßgeblich aus den Jahren 2006 und 2007 an das Landeskriminalamt Hannover übergeben", wie es in einer Mitteilung von Odeon heißt.

Die Staatsanwaltschaft Hannover ermittelt gegen Wulff und den Filmproduzenten David Groenewold. Dieser soll Wulff während seiner Zeit als niedersächsischer Ministerpräsident Urlaube auf Sylt bezahlt haben. Wulff hat die Rechnung nach eigener Darstellung bar erstattet. Zuvor hatte die Landesregierung einer Firma Groenewolds eine Bürgschaft von vier Millionen Euro gewährt. Diese wurde aber nicht in Anspruch genommen.

Um eine umfassende Aufklärung zu unterstützen, habe man bei der Aktion eng mit den Beamten zusammengearbeitet, sagte eine Odeon-Sprecherin. Zuvor hatte bereits der Bayerische Rundfunk (BR) über den Ermittlerbesuch berichtet.

Groenewolds Geschäftsräume bereits durchsucht

In den übergebenen Dokumenten gehe es um die Firma Waterfall Productions GmbH, an der die Odeon Film in den Jahren 2006 und 2007 mit 51 Prozent beteiligt war und deren Gründer und Geschäftsführer Groenewold war. Vor einigen Wochen waren bereits Wohn- und Geschäftsräume Groenewolds durchsucht worden. Bis 2011 war Groenewold Miteigentümer von Odeon.

Wulff selbst soll sich nach seinem Rücktritt in ein unbekanntes Kloster zurückgezogen haben. Er war am 17. Februar abgetreten, nachdem die Staatsanwaltschaft Hannover beantragt hatte, gegen ihn wegen Vorteilsannahme ermitteln zu dürfen.

jar/DPA DPA

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