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Forsa-Umfrage: SPD sinkt auf 24 Prozent - PDS steigt auf 7 Prozent

Die anhaltende Diskussion um die Hartz IV-Reformen lässt die SPD in der Wählergunst fallen und stärkt die PDS.

Wenn jetzt Bundestagswahl wäre, würden nach der wöchentlichen Forsa-Umfrage im Auftrag des stern sowie des Fernsehsenders RTL 7 Prozent der Deutschen der PDS ihre Stimme geben, ein Punkt mehr als in der Vorwoche. Es ist der höchste Wert, den das Forsa-Institut seit der Bundestagswahl 2002 für die Links-Partei gemessen hat. Die Sozialdemokraten büßten zwei Punkte ein, sie kommen auf 24 Prozent. Unverändert im Vergleich zur Vorwoche blieben die Werte für die Union (43 Prozent), die Grünen (13 Prozent) sowie die FDP (8 Prozent). Für sonstige Parteien würden sich 5 Prozent der Wähler entscheiden (+ 1).

Die CDU kann bei der Landtagswahl im Saarland in zweieinhalb Wochen mit starken Stimmengewinnen rechnen. Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag des stern und des Fernsehsenders RTL würden 54 Prozent der Saarländer die Christdemokraten wählen. Im Vergleich zur Landtagswahl vom 5. September 1999 wäre dies ein Zugewinn von rund 8 Prozent. Die SPD kommt in der Umfrage auf 29 Prozent, dies wäre ein Verlust von rund 15 Prozentpunkten. Die Grünen liegen bei 6 Prozent (plus 3 Punkte), die FDP muss mit 4 Prozent (plus 1 Punkt) um den Einzug in den Landtag bangen. 7 Prozent der Saarländer (+3 Prozentpunkte) würden für sonstige Parteien stimmen.

Könnten die Saarländer ihren Ministerpräsidenten direkt wählen, würde sich jeder zweite (50 Prozent) für den amtierenden Ministerpräsidenten Peter Müller (CDU) entscheiden, rund jeder fünfte (22 Prozent) würde für den Oppositionskandidaten Heiko Maas (SPD) stimmen. 28 Prozent der Saarländer würden sich für keinen der beiden entscheiden.

Ex-Parteichef Oskar Lafontaine wird inzwischen selbst in seinem Stammland zu einer Belastung für die SPD: 58 Prozent aller Bürger im Saarland (und auch 58 Prozent der saarländischen SPD-Anhänger) sind der Ansicht, dass sein Verhalten der SPD und damit den Wahlchancen der Saar-SPD schadet. 22 Prozent meinen, es nutze der SPD. Dass Lafontaines Verhalten keinen Einfluss hat, glauben 13 Prozent, 7 Prozent beantworten die Frage mit "weiß nicht".

(Datenbasis für die Frage der Parteipräferenz: 2500 repräsentativ ausgewählte Bundesbürger vom 9. bis 13. August, statistische Fehlertoleranz: +/- 2,5 Prozentpunkte. Datenbasis für die Frage nach dem Stimmungsbild im Saarland: 1001 repräsentativ ausgewählte Wahlberechtigte im Saarland vom 10. bis zum 13. August, statistische Fehlertoleranz: +/- 3 Prozentpunkte.)