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Schah von Persien: Der letzte Herrscher auf dem Pfauenthron

Vor 25 Jahren starb der Schah von Persien, Mohammed Reza Pahlavi, im Kairoer Exil. Seine dritte Ehefrau, Farah Diba, hält das Andenken bis heute hoch und führt die Familienchronik mit ihrer eigenen Sicht auf die Geschichte.

Los Angeles ist von der iranischen Gemeinde längst in "Irangeles" oder "Teherangeles" umgetauft worden. Rund eine halbe Million Exil-Iraner leben nach Schätzungen in der kalifornischen Metropole - nirgendwo sonst auf der Welt gibt es außerhalb Irans eine höhere Konzentration. Die meisten Iraner kamen nach dem Sturz des Schahs 1979. Manche, wie die Anhänger monarchistischer Parteien, wünschen nicht nur das Mullah-Regime in Teheran zur Hölle, sondern auch den bei Washington lebenden ältesten Sohn des Schahs, den 44-jährigen Reza Pahlavi II, zurück auf den Pfauenthron.

"Religiöser Faschismus"

Am 27. Juli 1980 starb der Schah von Persien, Mohammed Reza Pahlavi, in seinem Kairoer Exil an den Folgen eines Krebsleidens. Seine dritte Ehefrau, Farah Diba, hält das Andenken bis heute hoch und führt die Familienchronik mit ihrer speziellen Sicht auf die Geschichte. Sie bescheinigt ihrem gestorbenen Gatten grenzenlose Liebe zu seinem Land. Dagegen hätten die neuen Machthaber nach der islamischen Revolution aus einem aufblühenden und friedlichen Land ein kriegswütiges, wirtschaftlich geschwächtes und politisch isoliertes Mitglied der internationalen Gemeinschaft gemacht. Sohn Reza spricht von religiösem Faschismus.

Der am 26. Oktober 1919 geborene Mohammed Reza Pahlavi rückte 1941 nach der erzwungenen Abdankung seines Vaters selbst auf den Pfauenthron. Seine Kaiserliche Majestät träumte davon, Iran innerhalb einer Generation zu einer modernen Industrie- und Militärmacht zu entwickeln. Mit diktatorischer Gewalt, dem berüchtigten Geheimdienst Savak und Sondergesetzen ließ er jede Opposition sowie politische Diskussion und Freiheit ersticken. Für weiteren Zündstoff im Untergrund und beim religiösen Establishment sorgte nicht nur der Versuch, Staat und Religion zu trennen, sondern auch die Einführung eines neuen Kalenders im Jahr 1976. Dieser ging nicht mehr wie in anderen islamischen Ländern auf den Propheten Mohammed zurück, sondern auf die Krönung des persischen Königs Kyros.

Die märchenhafte Selbstkrönung von Pahlavi zum Kaiser im Jahr 1967 sorgte ebenso für weltweites Aufsehen wie seine drei Traumhochzeiten. Außer Bewunderung entflammte der Schah im Ausland auch Proteste. Als das Kaiserpaar 1967 die Bundesrepublik besuchte, brachen Studentendemonstrationen aus. Am 2. Juni starb in Berlin der Student Benno Ohnesorg.

Fernreise ohne Wiederkehr

In seinen letzten beiden Amtsjahren brannte dem Schah förmlich der Boden unter den Füßen. Der Besuch des treuen Verbündeten in den USA wurde 1977 von heftigen Tumulten begleitet. Am 8. September 1978, dem "Schwarzen Freitag", starben bei Demonstrationen in Teheran rund 1000 Menschen. Ein Generalstreik lehnte die Ölindustrie völlig lahm. Der Schah setzte zwar noch eine neue Militärregierung und später einen Oppositionspolitiker als neuen Regierungschef ein, bekam das Land aber nicht mehr unter Kontrolle. Am 16. Januar 1979 brach er samt Familie zu einer Ferienreise auf, von der er nicht mehr in sein Heimatland zurückkehrte. Ägyptens Staatschef Anwar el Sadat nahm den Schah auf. Später folgte eine Odyssee nach Marokko, auf die Bahamas, nach Mexiko, New York und Panama, bevor der Schah am 27. Juli im Kairoer Militärkrankenhaus Maadi an den Folgen seines Krebsleidens starb. Der Sarkophag steht noch heute in der Kairoer Rifai-Moschee.

Nach dem Sturz des Schahs suchten viele seiner Machtstützen in den USA Zuflucht. Anders als andere Flüchtlinge besaßen sie zumeist Geld, Bildung, gute Englischkenntnisse und Wirtschaftskontakte. In Beverly Hills wohnen reiche Iraner längst neben Filmstars. Nach der Wahl des erzkonservativen Mahmud Ahmadinedschad zum neuen iranischen Präsidenten hoffen iranische Aktivisten, dass die US-Regierung mehr Geld für die iranische Opposition zur Verfügung stellt.

Hans Dahne/DPA / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.