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"heute wichtig" Wenn die Sommerwelle in den Herbst rollt: Fragen & Antworten zu Omikron

Corona Test heute wichtig
So leer wie hier in Frankfurt dürften die Corona-Teststationen im Herbst nicht bleiben.
© Andreas Arnold / DPA
Mitten in der Corona-Sommerwelle geht der Blick auf den Herbst. Eine Verschnaufpause hat die Pandemie nicht gemacht, die Fallzahlen könnten in den kommenden Monaten wieder steigen. stern-Redakteurin Ilona Kriesl berichtet über den Stand der Dinge.

"So eine Welle entsteht ja letztlich nicht über Nacht", sagt stern-Redakteurin Ilona Kriesl. Wenn man sich mit Daten beschäftigt und die Ausbreitung neuer Varianten verfolgt, könne man solche neuen Infektionswellen inzwischen gut erkennen. Aktuell befinden wir uns mitten in der Sommerwelle mit der nächsten schon vor der Tür.

Auf der Intensiv-Station: "Es spielt eine große Rolle, wie oft man geimpft ist.

Die Zahlen sind hoch aktuell – ein Indikator, der für viele an Aussagekraft verloren hat. Viel wichtiger ist die Lage in den Krankenhäusern. Mit der Omikron-Variante sind derzeit auch viele Ärzt:innen und Pflegekräfte infiziert. Das sorgt, laut Ilona Kriesl, für Personalmangel in den Kliniken. "Das schlägt sich natürlich nieder auf die Versorgung der Patienten." Auf den Intensivstationen liegen unterdessen vorwiegend Ältere, immunologisch schwer Angeschlagene oder Menschen, die Corona als Nebendiagnose zu einer anderen schweren Erkrankung bekommen haben. Dabei, sagt Kriesl, "spielt es eine große Rolle wie oft man geimpft ist". Ein 75-Jähriger etwa, der nur zweimal geimpft ist, habe ein höheres Risiko, schwer zu erkranken als der frisch Geboosterte. 

Der lange Atem: Wie geht es nach der Sommerwelle weiter?

Beim Blick auf den Herbst herrscht noch große Unsicherheit: "Wir wissen noch nicht so ganz genau, was uns erwarten könnte", sagt Kriesl. Denn nur, weil die Zahlen jetzt hoch sind, heißt das nicht, dass man im Herbst geschützt ist. Die Wahrscheinlichkeit von Mutationen sei sehr groß, je mehr das Virus zirkuliert – und die aktuellen Zahlen sind hoch. "Das Virus hat uns in der Vergangenheit mehrfach überrascht und kann uns auch in der Zukunft weiterhin überraschen."

Zwar sei klar, dass das Virus irgendwann endemisch und weniger starke Auswirkungen auf den Alltag haben wird – aber wann bleibe unklar. Im Moment gehe es um Erleichterungen auf dem Weg dahin. "Wir haben schon sehr viele gute Mittel gegen dieses Virus", sagt Kriesl. Mittlerweile gebe es sogar einige Medikamente, die in den Krankheitsverlauf eingreifen können. Und auch an Long-Covid-Medikamenten werde gearbeitet. "Man wünscht sich natürlich, dass diese Pandemie irgendwann ein Ende hat. Es war aber schon zu Beginn klar, dass wir einen langen Atem brauchen werden im Kampf gegen dieses Virus." 

Michel Abdollahi
© TVNOW / Andreas Friese

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nik

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