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Wegen Beleidigung Profi-Boxer Arik kassiert Anzeige von Erdogan - seine Reaktion ist provokant

Erdogan verklagt Profi-Boxer Ünsal Arik
Sportlich wie politisch ist Profi-Boxer Ünsal Arik selten um eine Antwort verlegen. Aktuell wird er vom türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan herausgefordert.
© Nicole Kubelka/Geisler-Fotopress / Picture Alliance
Profi-Boxer Ünsal Arik hat eine Anzeige am Hals. Absender ist Recep Tayyip Erdogan. Der türkische Staatspräsident fühlte sich durch einen Instagram-Post persönlich beleidigt. Darin hatte ihn der 38-jährige Deutsch-Türke indirekt als Terroristen bezeichnet.

Der Post, auf den der türkische Präsident jetzt per Post reagierte, stammt aus dem Februar 2018. Damals hatte sich Ünsal Arik mit einem schwarzen Sweater mit dem Hashtag #FUCK ablichten lassen. Darunter ein rotes Kreuz und die Abkürzung PKK sowie der Name Erdogan. Dazu postete er unter seinem offiziellen Kampfnamen, zugleich sein Instagram-Pseudonym, d.e.r.b.o.s.s._ : My Message #fuckingterrorists. In fast 800 Kommentaren diskutierten seine derzeit 114.000 Abonnenten, darunter Gegner und Anhänger des umstrittenen Staatschefs, unter dem Bild - auf türkisch und deutsch.

Anhörung in der Türkei: Anwältin rät Arik ab

Mehr als ein Jahr nach dem Bild flatterte bei Arik nun ein Brief aus Ankara ins Haus. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan persönlich hat den derzeit in Nürnberg lebenden Profi-Boxer wegen Beleidigung angezeigt. Wie die "Bild" berichtet, wird er in dem Schreiben dazu aufgefordert, in die Türkei zu kommen, um vor einem Gericht Stellung zu beziehen. Er wolle sich diesen Vorwürfen stellen, zitiert das Blatt den 38-jährigen gebürtigen Oberpfälzer, der sich in der Öffentlichkeit schon häufiger kritisch zu den in Deutschland lebenden Erdogan-Anhängern geäußert hat. "Meine Anwältin rät mir davon ab, weil sie glaubt, dass ich das Land für die Dauer des Prozesses nicht mehr verlassen darf", so Arik weiter.

An dieser Stelle hat unsere Redaktion Inhalte aus Instagram integriert.
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WM-Gürtel soll ans Grab von Atatürk

Neben dem politischen Duell mit dem türkischen Machthaber will Arik bald auch sportlich wieder in den Infight gehen. Zuletzt verteidigte er im Oktober in Braunschweig den EM-Gürtel des Verbands UBF. Nun spekuliert der Superweltergewichtler auf einen WM-Kampf eines großen Verbands. Sein Ziel sei es, Weltmeister zu werden und den Gürtel ans Grab des türkischen Staatsgründers Mustafa Kemal Atatürk zu bringen, so Arik. Dafür müsste der Deutsch-Türke dann aber tatsächlich ins Land seiner Vorfahren reisen. Denn Atatürks sterbliche Überreste liegen im Anıtkabir, einem Mausoleum und Denkmal in der Hauptstadt Ankara.

Quellen:bild.de

js

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