Wahlfakten Das sollten Sie wissen


Wie lange haben die Wahllokale geöffnet? Wer darf überhaupt wählen? Und warum findet die Wahl ausgerechnet am 27. September statt. Hier erfahren Sie hilfreiche Fakten rund um die Bundestagswahl.

Wie oft wurde der Bundestag bisher gewählt?

Am 27. September wird der Bundestag zum 17. Mal gewählt. Die erste Bundestagswahl fand am 14. August 1949 statt. Der erste Bundeskanzler wurde damals Konrad Adenauer (CDU). Hier können Sie herausfinden, wie die Parteien bei den Bundestagswahlen bisher abgeschnitten haben.

Wie viele Menschen sind wahlberechtigt?

Wahlberechtigt ist jeder Bürger ab 18 Jahren mit deutscher Staatsangehörigkeit. Das sind 62,2 Millionen Menschen. 32,2 Millionen der Wahlberechtigten sind Frauen, 30,0 Millionen sind Männer. 32,3 Prozent der Wahlberechtigten sind 60 Jahre oder älter.

Wieso wird ausgerechnet am 27. September gewählt?

Den Termin legt der Bundespräsident auf Empfehlung der Bundesregierung fest, doch das Grundgesetz zieht dabei enge Grenzen. Die Neuwahl muss frühestens 46, spätestens 48 Monate nach Beginn der Wahlperiode stattfinden. Der derzeitige Bundestag war am 18. Oktober 2005 zum ersten Mal zusammengetreten und hatte damit die Wahlperiode begonnen.

Wie lange sind die Wahllokale geöffnet?

Die Wahllokale sind am 27. September 2009 von 8 bis 18 Uhr geöffnet. An der Wahl sind mehr als 600.000 ehrenamtliche Wahlhelfer in etwa 80.000 Wahllokalen beteiligt.

Wieviele Parteien treten zur Bundestagswahl an?

Das hängt von der jeweiligen Landesliste ab. Die Wähler aus Bayern und Nordrhein-Westfalen haben die Wahl zwischen 21 Parteien, in Sachen Anhalt und im Saarland stehen hingegen nur zehn Parteien auf dem Stimmzettel. Die Zweitstimmen werden auf einem bundesweit einheitlichen Stimmzettel vergeben. Hier stehen insgesamt 29 Parteien zur Wahl.

Wie viele Abgeordnete sitzen insgesamt im Bundestag?

Im Bundestag sitzen mindestens 598 Abgeordnete. Davon werden 299 mit der Erststimme gewählt. Es gibt insgesamt 299 Wahlkreise in Deutschland. Wer in seinem Wahlkreis die meisten Erststimmen auf sich vereint, erhält ein Direktmandat und zieht in den Bundestag ein. Mit den Zweitstimmen werden die restlichen 299 Sitze unter den Parteien aufgeteilt. Zusätzliche Sitze im Bundestag können dann noch durch Überhangmandate entstehen.

Wann gibt es die ersten Wahlergebnisse?

Die TV-Sender veröffentlichen die ersten Prognosen ihrer Meinungsforschungsinstitute - Forsa für RTL, Infratest Dimap für die ARD, Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF - um Punkt 18 Uhr. Kurz darauf folgen dier ersten Hochrechnungen. Das erste amtliche Ergebnis wird erst viel später in der Wahlnacht bekannt gegeben. Es ist nur vorläufig, denn es basiert auf einer statistischen Auswertung. Dazu werden in ausgewählten Wahlbezirken Stimmzettel für Frauen und Männer in fünf verschiedenen Altersklassen verwendet. Das endgültige Ergebnis wird erst am 14. Oktober bekannt gegeben, wenn alle Stimmen ausgezählt sind.

Wer wählt den Bundeskanzler?

Der Bundeskanzler wird vom Bundestag gewählt. Er benötigt im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit der Abgeordneten. Der Wähler hat also nur indirekten Einfluss darauf, wer Bundeskanzler wird. Der gewählte Bundeskanzler stellt dann sein Kabinett zusammen, ernennt also die Minister.

phe

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