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Lost Places: Diese Gruselorte liegen mitten in Deutschland

Betreten verboten - so mahnen die Schilder, die das Erforschen vergessener Orte verhindern wollen. Doch zwei Fotografen fühlen sich befugt, verlassene Hotels, Fabriken und Heime zu dokumentieren. Wir zeigen ihre Bilder aus Lost Places in Deutschland.

FDGB-Heim "Max Niklas"  Dieses Hotel im sächsischen Erzgebirge steht seit 1992 leer. Es gehört zu den zwölf verlassenen Objekten, die in dem neuen Buch "Lost Places - Deutschlands vergessene Orte" vorgestellt werden, der bei Plaza im Heel Verlag erschienen ist.

FDGB-Heim "Max Niklas"

Dieses Hotel im sächsischen Erzgebirge steht seit 1992 leer. Es gehört zu den zwölf verlassenen Objekten, die in dem neuen Buch "Lost Places - Deutschlands vergessene Orte" vorgestellt werden, der bei Plaza im Heel Verlag erschienen ist.

Es ist kein ungefährliches Hobby: "Urbexer" suchen vergessene Orte auf, durchstreifen seit Jahren leerstehende Gebäude, die dem Verfall preis gegeben sind. Der Begriff "Urbexer" steht für "Urban Exploration" - gemeint ist das Entdecken und fotografische Dokumentieren sogenannter Lost Places, eine in den vergangenen Jahren in Mode gekommene Freizeitbeschäftigung.

Dazu bedarf es nicht nur einer Kameraausrüstung, sondern eines ganz besonderen Spürsinns und einer gehörigen Portion Mut. Denn zunächst müssen die Objekte ausfindig gemacht werden, die meist in der Provinz liegen und in Vergessenheit geraten sind.

Zum anderen erweisen sich die Rundgänge durch die in sich zusammenfallenden Gebäude als gefährlich. Die Waghalsigen müssen sich vor morschen Decken in Acht nehmen und über Treppen steigen, deren Stufen vielleicht ins Nichts führen.

Skurriler Tourismus

Zwei dieser "Urbexer"-Abenteurer sind  Mike Vogler und Thor Larsson Lundberg, die sich in zwölf vergessene Orte in deutschen Landen intensiv besucht haben: von der Fabrikantenvilla über ein Sanatorium bis zum ehemaligen FDGB Ferienheim.

Ihr Motto bei ihren eigenwilligen Expeditionen lautete: "Nimm nichts mit - außer Deinen Bildern. Lass nichts da - außer Deinen Fußspuren." Nun haben beide das Ergebnis ihrer Nachforschungen in dem Bildband "Lost Places - Deutschland vergessene Orte", der bei dem Label Plaza im Heel Verlag erschienen ist, veröffentlicht. Auf den 176 Seiten stellen sie ihre Lieblings-Lost-Places nicht nur mit vielen Fotos vor, sondern mit ausführlichen Beschreibungen und Schilderungen über die wechselvolle Geschichte der in Vergessenheit geraten Gruselorte.

Auf genaue Ortsangaben verzichten die Autoren bewusst, um die verwunschenen Stätten vor weiterem Vandalismus zu schützen. "Echte 'Urbexer' verändern nichts an den besuchten Örtlichkeiten, hinterlassen keinen Müll und verhalten sich bei ihren Expeditionen unauffällig", schreiben sie in ihrem Vorwort zu "Lost Places".

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke stellen wir zwei ihrer zwölf Objekte vor.

+++ Klicken Sie sich auch durch die Fotostrecke: Baufällige Kirchen in Europa - In diesen Gotteshäusern betet keine Gemeinde mehr  +++

Lesung der Woche: Johannes Groschupf: Betreten verboten!


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Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.