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Orte zum Gruseln: Geisterbahnhöfe in Deutschland: Wo kein Zug mehr kommt

Sie liegen mitten in der Stadt, doch kein Zug fährt hier mehr ab: verlassene Bahnhöfe. Wir zeigen nicht nur Bilder ehemaliger Bahnhöfe, sondern auch einen nagelneuen Großbahnhof, auf dessen Gleisen noch nie ein Zug mit Fahrgästen verkehrte.

Dieser Geisterbahnhof steht unter Denkmalschutz: der S-Bahnhof Olympiastadion im Münchner Norden. Er wurde im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet und nach einem Unfall mit spielenden Kindern 1988 stillgelegt. Demnächst soll die Strecke, die parallel zur Landshuter Allee führt, nach dem Vorbild des High Line Park in Manhattan wiederbelebt werden.

Dieser Geisterbahnhof steht unter Denkmalschutz: der S-Bahnhof Olympiastadion im Münchner Norden. Er wurde im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1972 errichtet und nach einem Unfall mit spielenden Kindern 1988 stillgelegt. Demnächst soll die Strecke, die parallel zur Landshuter Allee führt, nach dem Vorbild des High Line Park in Manhattan wiederbelebt werden.

Zerschlagene Glasscheiben, demontierte Gleise und kleine Birken, die aus den Ritzen der Pflasterung des Bahnsteigs sprießen: So sieht das typische Bild der Bahnhöfe aus, die in Deutschland seit Jahrzehnten in Vergessenheit geraten und sich selbst überlassen sind.

Längst hat sich die Natur wieder der Bauten bemächtigt. Zwischen den Bahnschwellen wachsen Bäume in den Himmel, Gras auf den Böden, wo einst täglich Tausende von Passagieren in den Waggons ein- und aussteigen. Bunte Graffitis zieren die Wände und Vandalismus hat Einzug gehalten.

Nicht nur oberirdisch haben sich Verkehrsströme verlagert, auch unterirdisch. Neue U-Bahnstrecken entstanden, wodurch andere Bahnstrecken obsolet wurden. Aber auch unbenutzte U-Bahnhöfe, wie zum Beispiel in Hamburg, zeugen davon, welche Fehlplanungen sich Städte und Kommunen in der Vergangenheit geleistet haben.

Verlassene Orte in Thüringen: Mitten in Deutschland: Geisterorte zum Gruseln
NVA-Hotel in Frauenwald  Einer von vielen verlassen Orten in Thüringen: Im Ilm-Kreis liegt mitten im Thüringer Wald das Erholungsheim "Auf dem Sonnenberg".

NVA-Hotel in Frauenwald

Einer von vielen verlassen Orten in Thüringen: Im Ilm-Kreis liegt mitten im Thüringer Wald das Erholungsheim "Auf dem Sonnenberg".

Gipfel der Geisterbahnhöfe

Doch der neuste Geisterbahnhof, den sich Deutschland gegenwärtig leistet, steht bei Berlin, im Landkreis Dahme-Spreewald. Im Untergeschoss des neuen Hauptstadtflughafens BER könnten eigentlich schon seit 2011 Regionalzüge, S-Bahnen und ICE-Züge halten und Passagiere aufnehmen. Doch da der Pleiten-, Pech- und Pannenflughafen immer noch nicht in Betrieb genommen wurde, bleiben die Bahnsteige weiterhin verwaist.

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Damit die Anlage nicht verkommt, müssen regelmäßig Geisterzüge den unterirdischen Bahnhof anfahren, was hohe Kosten ohne jegliche Einnahmen verursacht. Denn ohne Zugverkehr könnte sich Schimmel an den  Tunnelwänden bilden. Wie in einem Keller herrscht in dem drei Kilometer langen Tunnel hohe Luftfeuchtigkeit. "Daher muss ein täglicher Luftaustausch stattfinden", sagt ein Pressesprecher der Deutschen Bahn.

Inzwischen haben sich Bahn und Flughafengesellschaft laut Medienberichten auf einen Vergleich geeinigt. Ursprünglich hatte die Bahn bis zu 70 Millionen Euro für die Einnahmeausfälle und die Instandhaltungskosten für den Geisterbahnhof gefordert.


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