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Airbus A380 fliegt bald ab München: Lufthansa sagt dem Frankfurter Flughafen den Kampf an

Wegen des Gebührenstreits um hohe Rabatte für Ryanair zieht Lufthansa fünf Airbus A380 aus Frankfurt ab und setzt Deutschlands größten Airport unter Druck. Die ersten Flugziele des Flaggschiffs ab München stehen bereits fest.

A380 der Lufthansa

Ein seltenes Foto: Ein Airbus A380 der Lufthansa landet auf dem Flughafen München. Ab dem Sommerflugplan 2018 werden dort fünf Maschinen diesen Typs stationiert werden.

Die Lufthansa macht ernst und verlagert fünf ihrer 14 Super-Jumbos von Frankfurt nach München - ein Akt mit hoher Symbolkraft. Denn bisher flog die Airline ihre Langstreckenverbindungen ab München nur mit kleineren Maschinen der Airbus-Familie vom Typ A330/A340 und mit dem neuen Airbus A350.

Noch in der vorigen Woche beklagte Lufthansa-Vorstandsmitglied im Interview der touristischen Fachzeitschrift "fvw": "Frankfurt ist mit Abstand das für uns teuerste Drehkreuz - vor allem in Bezug auf Umsteiger. Die Kosten liegen dort 20 Prozent über denen der anderen Hubs." Damit spielt er auf die kostengünstigeren Flughäfen in München, Wien und Zürich an. Gleichzeitig drohte Hohmeister an: "Bei den aktuellen Ticketpreisen ist das relevant. Logischerweise müssen wir daher von den teuren Hubs die Verkehre wegsteuern."

Wechsel zum Sommerflugplan 2018

Schon wenige Tage später schafft die Lufthansa Tatsachen und kündigte am Dienstag  an, ab Ende März 2018 fünf Exemplare samt Kabinen- und Cockpitbesatzungen des weltgrößten Passagierflugzeugs in in der bayerischen Landeshauptstadt zu stationieren. Mit der Entscheidung entstehen nicht nur bis zu 500 neue Arbeitsplätze am Standort, sondern Lufthansa lenkt verstärkt Passagierströme nach München zum Terminal 2, der exklusiv von Lufthansa und deren Partner-Airlines genutzt wird. Bisher flogen die A380 ausschließlich auf Strecken ab Frankfurt.

Im Tiefflug über Hamburg: Der erste Passagierflug des neuen Lufthansa-A350 im Zeitraffer

Durch die 509 Plätze fassenden Riesenjets wird der Fernverkehr ab München um 17 Prozent zulegen. Als Ziele der neuen A380-Flüge nennt Lufthansa die Städte Los Angeles, Hongkong und Peking. Fünf kleinere Airbus A340-600, die nur knapp 300 Passagiere befördern, sollen dann im Austausch von München nach Frankfurt verlegt werden.

Mit der Entscheidung übt Lufthansa Druck auf die Betreibergesellschaft Fraport aus. Sie räumt Ryanair seit Kurzem hohe Rabatte in Frankfurt ein, sehr zum Ärger des Großkunden Lufthansa. Die größte deutsche Airline sieht in dem Subventionierungsmodell des Frankfurter Flughafens für neue Verbindungen von Billigfliegern eine Wettbewerbsverzerrung.

"In den vergangenen Jahren haben wir große Fortschritte in der Steuerung unserer Drehkreuze gemacht", sagt Hohmeister." Wir haben Prozesse harmonisiert und integriert. Das bedeutet, dass wir jetzt auch unsere Flugzeuge viel flexibler an unseren Standorten einsetzen können." 

Der Verhandlungen zwischen Lufthansa und Fraport gehen weiter, sind "allerdings sehr zäh", so Hohmeister vorige Woche im Interview. Mit der heutigen Ankündigung hat die Airline ein klares Zeichen gesetzt, dass auch sie auf Rabatte drängt.

Airport-Ranking 2016: Die zehn besten Flughäfen der Welt - ein deutscher ist unter den Top Drei
Platz 10: Hamad International Airport (DOH), Katar  Zum ersten Mal unter den Top Ten, im Vorjahr noch auf Platz 22: Der Bau eines neuen Flughafens in Doha verzögerte sich um Jahre. Doch seit seiner Indienststellung 2014 und dank der stark expandierenden Qatar Airways hat der Flughafen an Beliebtheit enorm zugelegt.

Platz 10: Hamad International Airport (DOH), Katar

Zum ersten Mal unter den Top Ten, im Vorjahr noch auf Platz 22: Der Bau eines neuen Flughafens in Doha verzögerte sich um Jahre. Doch seit seiner Indienststellung 2014 und dank der stark expandierenden Qatar Airways hat der Flughafen an Beliebtheit enorm zugelegt.



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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.