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Hamburger Besuchermagnet: Miniatur-Wunderland: Wie aus einem Kindheitstraum ein Universum wurde

Das Miniatur-Wunderland in der Hamburger Speicherstadt lockt jedes Jahr mehr als eine Million Touristen an. Mit viel Liebe zum Detail zeigt das Modell unsere Welt, wie sie ist. Und manchmal auch, wie sie sein könnte.

Miniatur-Wunderland: So wurde aus einem Kindheitstraum ein Universum

Im Miniatur-Wunderland sieht man Frederik Braun, einen der Mitbegründer, bei den Vorbereitungen für Venedig. Im Frühjahr 2018 sollen sie abgeschlossen sein.

Italien hat sie sechs Jahre gekostet und vier Millionen Euro. Geht eigentlich für so ein vielfältiges Land, für all die Brücken und Häuser, 30.000 Leute, 10.000 Bäume, 110 Züge mit 800 Waggons, 22 Kirchen und Klöster. Für einen Vesuv, der einmal pro Nacht ausbricht, für Pasta, Papst und Pompeji, für eine Wasserschlacht am Moro-Brunnen, für ein bisschen Kolosseum, ein wenig Südtirol und Amalfiküste, eine Prise Mafia, vino und amore.

Nur dass dieses Italien ziemlich klein ist und seine Häuser, Bäume und Brücken auch, alles 87 Mal kleiner als in echt. Und nur knapp 200 Quadratmeter groß ist insgesamt und auf Holzbrettern in der Hafencity von Hamburg liegt. Aber es lockt, zusammen mit seinen Nachbarländern, jedes Jahr Besucher aus aller Welt an. Mehr als der Berliner Reichstag, mehr als die bayerischen Staatsgemäldesammlungen an allen 18 Standorten, mehr als der HSV in seinen besten Zeiten. 2016 waren es 1,3 Millionen.

Das Miniatur-Wunderland ist inzwischen 16 Jahre alt

Na gut, es ist nicht irgendeine Modelleisenbahn. Es ist die größte der Welt. Gebaut von Hamburger Zwillingsbrüdern, die aus einem Kindheitstraum ein Unternehmen geformt haben, das sie seit mittlerweile 16 Jahren betreiben und das als "Miniatur Wunderland" inzwischen Besuchermagnet Nummer eins geworden ist, ausgerechnet in Hamburg, das sich so viel einbildet auf seine Deichtorhallen, die Elbphilharmonie und den "König der Löwen".

Vier Mädchen begutachten die dänische Nordseeküste. Einmal im Jahr lädt das Wunderland alle Kindertagesstätten "in Reichweite" ein. Betreuer und Kinder haben dann freien Eintritt

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Gerrit und Frederik Braun heißen die beiden, Trennungskinder, Halbwaisen, gerade 50 geworden, im besten Alter also, um endgültig nicht erwachsen zu werden. Der eine raucht, der andere nicht, einer hat die Schule abgebrochen, der andere nicht, einer hat Zivildienst gemacht, der andere war beim Bund, der eine ist Technik-Nerd, der andere so eine Art Wunderland-Philosoph. Davon abgesehen sehen sie fast komplett gleich aus. Mit einer Kindheit voller Lego im Rücken und Neugier und Bastelkram, mit selbst konstruierten Fahrzeugen und Maschinchen und immer einem gleichaltrigen Spielkameraden zur Hand, der praktischerweise auch noch in derselben Wohnung wohnte, und natürlich: einer Modelleisenbahn. Sie bauten sich Welten aus Klötzen, Holz und Gefundenem. Damals dachte man, die spielen bloß. Heute weiß man: Die haben geübt.

Nostalgie: Am "Knuffingen Airport" fliegen die Maschinen von Air Berlin noch

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Als sie nach der Schule nicht wussten, was sie werden sollten, wurden sie erst Partyveranstalter und machten dann eine Disco auf. Und waren erfolgreich, weil sie so anders waren, und das gleich zweimal. "Wir wollten nicht in erster Linie eine Disco betreiben", sagt Gerrit. "Wir wollten vor allem wissen, wie es funktioniert, erfolgreich eine Disco zu betreiben." Die Weisheit der Daten, die Ausrechenbarkeit des Menschen hat sie schon immer fasziniert. Sie bauten ein Stammkundenkartensystem auf, als es für Big Data noch nicht einmal das Wort gab, sie berechneten, wann welche Leute ihre Disco besuchen würden. Und wenn sie merkten, dass der Sektkonsum abfiel, verschickten sie persönliche Getränkegutscheine, denn wenn weniger Sekt getrunken wird, heißt das, dass weniger Frauen gekommen sind, und wenn die Frauen wegbleiben, kann man den Laden gleich ganz dichtmachen.

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Die Hauptstadt heißt Knuffingen

Das Miniatur-Wunderland war ihr nächstes großes Ding. Das erste (und einzige) Wunder des Wunderlands war, dass die Hamburger Sparkasse ihnen im Jahr 2000 zwei Millionen Mark Kredit als Startkapital gab. Für nichts als eine irre Idee und einen Businessplan auf zwei Seiten. Und für ihren Enthusiasmus, ihre Leidenschaft und Überzeugungskraft.

Ansonsten geschehen im Wunderland keine Wunder. Was passiert, hat vorher einer ausgetüftelt, nicht selten Gerrit, und einer der mittlerweile 30 Modellbauer gefertigt und montiert. Alle 15 Minuten wird es Nacht in der 1500 Quadratmeter großen Mini-Welt, die inzwischen ein Amerika hat, ein Skandinavien, Österreich und die Schweiz, ein Mitteldeutschland und die Hauptstadt Knuffingen. Die Straßenlaternen gehen an, Werbeschilder leuchten. Konzertbühnen werden illuminiert, in Tanzlokalen wird getanzt. Die Züge kehren in die Bahnhöfe zurück, das Leben wird ruhiger, langsam gehen die Lichter aus. In manchen Häusern brennt trotzdem hin und wieder eine Lampe, weil einer aufs Klo muss oder noch arbeitet. Manche Sachen sehen wirklich aus wie im echten Leben, aber es sind nur Algorithmen. Was heißt nur?

Durch den Harz schwebt ein Ufo, direkt über einer Demonstration für die Rente mit 30

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Es fahren, neben den Eisenbahnen natürlich, die für jedes Land originalgetreu bemalt und konstruiert sind und insgesamt 15 Kilometer Gleis beanspruchen, zum Beispiel Autos durchs Wunderland mit scheinbar unbekanntem Ziel. Sie werden über kleine Magneten geführt, die ihre Spur durch in die Fahrbahn eingelassene Metalldrähte finden. Ihre Steuerungssoftware, die Gerrit Braun selbst programmiert hat in Tausenden von Stunden, ermöglicht ihnen, sich ihre Wege selbst zu suchen.

Ein Programm rechnet 20 Mal pro Sekunde alle Situationen für ein Fahrzeug durch. Egal, ob es gerade "zum Spaß" durch die Gegend fährt, ein Ziel hat, eine feste Tour, wie Müllautos oder Busse, oder einen "Einsatz" fährt, wie Feuerwehrautos oder Schwertransporter. Und dabei blinken sie, beachten die Vorfahrt, halten vor roten Ampeln, umfahren Unfälle und schalten sogar die Warnleuchten aus, wenn sie sich auf dem Weg von einem Einsatz zurück befinden. Wenn ihre Akkus dann schwächer werden, fahren die Fahrzeuge selbstständig in ihre Ladestationen. Winzige Autos mit eigenem Gehirn machen alles, was echte Fahrer auch täten. Inklusive mal aufs Gas drücken, zu schnell werden, in eine Radarfalle sausen und geblitzt werden. Genial. Und beängstigend. Alles ist regelbar. Diese kleine Welt, sie funktioniert anscheinend bestens ohne uns.

Verschiedene Touren führen mehrmals täglich auch hinter die Kulissen, wie hier auf die Rückseite Skandinaviens

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Aber auch in der supersmarten Welt hat man mit profanen Problemen zu kämpfen, und das ist irgendwie erleichternd. Mit Dreck zum Beispiel, Staub, der sich auf die Kontakte legt. Drei Monate dauert es, die gesamte Anlage abzusaugen und abzupinseln, und immer wieder verschwinden Leute im Saugerbeutel auf Nimmerwiedersehen. Kleine Leute natürlich, keine von den großen, die Eintritt gezahlt haben.

Modelleisenbahner gelten nicht gerade als Revoluzzer

Als sie die Schweiz eröffneten, kamen Bürgermeister Ole von Beust und DJ Bobo. Als sie den Grundstein für die Elbphilharmonie legten, kam der Intendant und brachte ein paar Musiker mit. Renate Künast war da und Helene Fischer, Adele und Katy Perry, Woody Allen und der junge König von Thailand. Nur Horst Seehofer, gewissermaßen berühmtester Modelleisenbahner der Republik, war noch nicht da, trotz mehrfacher Einladungen.

Modelleisenbahner gelten ja nicht gerade als Revoluzzer. Ist die Welt, die sie da bauen, also so, wie sie ist, oder so, wie sie war? Oder doch eher so, wie sie sein sollte? "Ein bisschen von allem", sagt Frederik. "Wir haben da keinen Plan." Oder "jedenfalls keinen", sagt Gerrit, "den man nicht auch wieder umstoßen kann." Eine Welt, sagt Frederik, "die den Glauben an die Menschheit noch nicht verloren hat". Sie treffen sich regelmäßig zu mehreren in der Schaltzentrale ihrer kleinen Welt, Modellbauer, Architekten, wer gerade da ist. Dann reden sie. Sollen wir eine Moschee bauen? Wenn ja, wo? Sollen wir Leute umsonst reinlassen, die kein Geld für ein Ticket haben? Sollen wir einen neuen Kontinent angehen? Was machen wir mit Trump?

Von den Gleisen bis zur Nebelmaschine des Vesuv: Die Mitarbeiter in der Leitstelle überwachen jedes technische Detail

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Um Amerika haben sie spontan eine Mauer gebaut. Und ernteten einen heftigen Shitstorm von Trump-Anhängern.

Welche Staatsform hat das Wunderland? Eine Demokratie ist es jedenfalls nicht. Vielleicht so eine Art Gruppen-Monarchie? Die Bewohner des Wunderlands haben nichts zu sagen und die Besucher im Grunde auch nicht. Sie können allerdings auf einen der 190 Knöpfe drücken und kleine Volksentscheidungen treffen, ob ein Bungeespringer springt zum Beispiel, ob ein Feuer ausbricht, ob ein Tanz beginnt. Die meisten Dinge aber sind alternativlos.

Was also sehen die Leute im Wunderland, warum kommen sie, und das, obwohl der Modelleisenbahnbau auf dem absteigenden Ast ist? Es gibt jetzt virtuelle Welten, viel heller, viel toller, viel genauer, 3-D-Spiele, "augmented reality". Warum aber pilgern die Leute trotzdem zu Hundert tausenden in diese Modellwelt, die – wie technisch raffiniert auch immer – ja ziemlich analog daherkommt?

Großeinsatz: Das Finanzamt in Hamburg brennt

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"Genau deswegen", sagt Heiko Kistner, der regelmäßig hier ist, früher Lkw-Fahrer war und aus der Speicherstadt noch den Kaffee abgeholt hat. "Diese Welt besteht nicht nur aus Flimmern und Zahlenkolonnen. Man sieht, was passiert, man kann sie begreifen." Und auch wenn er nicht jede Funktionsweise versteht, spricht aus ihm die Sehnsucht nach einer fast untergegangenen Zeit, in der Ursache und Wirkung noch mehr miteinander zu tun hatten.

"Es kostet, was es kostet, fertig sind wir, wenn wir fertig sind"

Die Miniatur-Wunderwelt ist nämlich eigentlich gar keine Modelleisenbahnanlage. Jedenfalls nicht nur. Es ist auch ein bisschen Gesellschaftsentwurf, ein bisschen Märchen, ein bisschen Satire. Schwitzende Pinguine stehen mit Koffern auf einem Bahnsteig am Nordpol-Bahnhof und warten auf einen Zug in die Kälte. In Skandinavien trägt ein kleines Mädchen mit roten Haaren sein Pferd samt seiner Freunde auf Händen. Im Harz landet ein Ufo. Es gibt Einhörner und Zwerge und für immer ein Flugzeug von Air Berlin. Häftlinge brechen aus Gefängnissen aus, da sind Atomkraftgegner, Störche, die Babys durch die Gegend fliegen, und Mafiosi, die Leichen entsorgen. Auf einem Friedhof wurde einer lebendig begraben, die Hand winkt hinter dem Friedhofskreuz aus dem Sand. Es wird geheiratet in der Mini-Welt, gestritten, geliebt und geschlagen.

Ein junger Besucher beobachtet gespannt, wie sich die Elbphilharmonie öffnet

Ein junger Besucher beobachtet gespannt, wie sich die Elbphilharmonie öffnet

Für neue Bauabschnitte wird kein Budget- oder Zeitplan erstellt. "Es kostet, was es kostet, fertig sind wir, wenn wir fertig sind", sagt Frederik. "Auch wenn Unternehmensberatungen der Meinung sind, dass man das Wunderland mit der Hälfte der 360 Mitarbeiter betreiben könnte, wird niemand entlassen", sagt Gerrit. Im Zentrum Hamburgs kann man das Finanzamt auf Knopfdruck brennen lassen.

Jetzt bauen sie als Nächstes Venedig. Eine (echte) Glasbrücke über das Fleet in der Speicherstadt, in eine neue Halle, die sie noch fertig sanieren müssen. Dann gehen sie den nächsten Kontinent an. Und Monaco ist in Planung. Mit Reichen, mit Steuerflüchtlingen, einer Formel-1-Strecke, auf der die Fahrzeuge durch Training dazulernen sollen. Neulich waren sie mit ein paar Leuten schon mal im echten Monaco, Pläne studieren, das Leben begucken. Und wurden mit ihren Leuten im Palast empfangen; man kennt sie inzwischen weltweit, die beiden Verrückten, die die Welt nachbauen, und man möchte offenbar gern einen guten Eindruck hinterlassen.

Sie müssten das nicht, dieses Immermehr-Bauen, immer besser, immer teurer. Die Leute würden noch auf Jahre trotzdem kommen. Gerrit und Frederik Braun und ihre Mitarbeiter könnten einfach so weitermachen. Ernten statt säen. Oder die ganze Welt einfach verkaufen. Ein Gesandter des Emir von Abu Dhabi war kürzlich da und hat ein Vermögen geboten, und er war nur der Letzte in einer ganzen Reihe. Machen sie aber nicht. "Eine Villa in der Elbchaussee war nie das Ziel", sagt Gerrit.

Nicht nur Zuckerbäcker: In Österreich kann man Insassen beim Basketball im Gefängnishof zusehen

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Das Wunderland funktioniert nach dem Motto: Vertrauen ist gut. Punkt. Ohne den Nachsatz mit der Kontrolle. Es gibt keine Gitter, keine Abstände, keine Trennscheiben, keine Security. Machen sie nicht. Natürlich werden deswegen auch Sachen geklaut. Meistens Figuren. Im Wunderland nennt man das "Entführungen". Ein paar Tausend Wunderland-Personen verschwinden auf diese Weise jedes Jahr spurlos. Was Gerrit und Frederik schade finden, aber das sei kein allzu großes Problem.

Inzwischen reißen sich Unternehmen, um einen Platz im Wunderland

Ein größeres Problem ist das Gegenteil: Leute fügen dem Wunderland etwas hinzu. Am liebsten sich selbst als Mini-Figur, was man glatt als illegale Einreise ahnden könnte. Oder Firmen platzieren ihre Logos, zum Beispiel auf kleinen Lastern, die sie irgendwo parken. "Allerdings", sagt Gerrit, "fliegen die in der Regel schnell auf. Denn die meisten Leute geben nur 95 Prozent, selbst beim Schummeln." So haben die Fremdlaster zwar oft die richtige Größe, aber keine korrekten Nummernschilder, keine Beleuchtung, und sie sind einfach zu sauber. Die echten Mini-Wunderland-Lkws haben nämlich echten Mini-Lkw-Schmutz, selbstverständlich mit naturgetreu nachgebildetem Spritzbild.

Frederik (l.) und Gerrit Braun vor dem Bauabschnitt Venedig, der im Frühjahr 2018 eröffnet werden soll

Frederik (l.) und Gerrit Braun vor dem Bauabschnitt Venedig, der im Frühjahr 2018 eröffnet werden soll

Am Anfang hatten sie noch Angst, dass Firmen ihnen verbieten würden, ihre Logos zu verwenden. Aber inzwischen reißen sich die Unternehmen darum, im Wunderland vertreten zu sein, und die Brüder können sich leisten, nur noch die zu nehmen, die nicht nur mit Geld, sondern zusätzlich mit einer guten Idee aufwarten. Wie die Mini-Jet-Tankstelle zum Beispiel, die nicht nur im offiziellen Jet-Filialenverzeichnis gelistet ist, sondern via Internet die realen Spritpreise mehrmals täglich an die Wunderland-Filiale einspielt.

Wie alles im Miniatur Wunderland werden auch die vielen Gondeln und Boote von Hand bemalt

Wie alles im Miniatur Wunderland werden auch die vielen Gondeln und Boote von Hand bemalt

Zu den Bundestagswahlen 2009 und 2013 erlaubten sie den im Bundestag vertretenen Parteien, einen Quadratmeter Deutschland zu bauen, wie die ihn sich vorstellen. Die Grünen schufen eine heile Welt mit Biomarkt, Mehrgenerationenhaus, Windrädern und Ganztagsschule. Die CSU baute einen Quadratmeter mit heiler Familie an klarem Bergsee, Volksfest mit Lederhose und Biergarten. Und einem Berliner Bären, der versucht, in einer Schubkarre Goldbarren aus Bayern abzutransportieren. 2017 haben sie das nicht mehr gemacht. Zu kompliziert ist das echte politische Deutschland geworden, nicht alle wollten sie dabeihaben. Die Parteien-Quadratmeter stehen jetzt in einer Lagerhalle, vielleicht holen sie sie irgendwann wieder raus, vielleicht auch nicht.

Geplante und ungeplante Unfälle

Ach ja: Unfälle gibt es natürlich auch im Mini-Wunderland. Denn eine Welt, die perfekt ist, ist vor allem eins: langweilig. Unfälle, Brände, Banküberfälle sind Zuschauermagneten. Nicht zuletzt deswegen haben sie ein Video im Wunderland gedreht, das zeigt, wie man eine korrekte Rettungsgasse bildet. Gaffen ist okay, aber bitte nicht die Krankenwagen behindern, ja. Das Video wurde millionenmal abgerufen.

Im Konferenzraum: Mitarbeiter überraschen die Zwillinge zum 50. Geburtstag mit einem Film über die kleinen Macken ihrer Chefs. Es wird gelacht und angestoßen. Dann eilen alle zurück an die Arbeit. Es gibt immer etwas zu tun

Im Konferenzraum: Mitarbeiter überraschen die Zwillinge zum 50. Geburtstag mit einem Film über die kleinen Macken ihrer Chefs. Es wird gelacht und angestoßen. Dann eilen alle zurück an die Arbeit. Es gibt immer etwas zu tun

Und dann gibt es noch die ungeplanten Unfälle. Züge fliegen aus den Gleisen. Das Meer hat ein Leck, und Wasser läuft in die untere Etage. Ein Berg kippt um. Ein Flugzeug hebt nicht ab. Bei DJ Bobos Mini-Konzert zur Schweiz-Eröffnung haben sie ein echtes Miniatur-Feuerwerk gezündet. Eine brennende Rakete landete ein Stück zu weit auf einem sich liebenden Paar, das dank der kleinen Rakete für immer verschmolz. Ein Wunder.

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