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Taufe der "MSC Meraviglia": Größenwahn auf See: Das ist Europas größtes Kreuzfahrtschiff - bis jetzt

Nach zwei Jahren Bauzeit hat Europa ein neues Mega-Schiff: Mit 19 Decks für 5700 Passagiere setzt die "MSC Meraviglia" neue Maßstäbe. Doch der Reederei MSC reicht das nicht. Sie will noch größere Schiffe.

MSC Meraviglia

Der Megaliner "MSC Meraviglia" verlässt die STX-Werft im Hafen von Saint-Nazaire in der Bretagne zur Überführungsfahrt in der Normandie: In Le Havre soll das Schiff getaut werden.

Zu den globalen Playern am Kreuzfahrtmarkt gehört die Reederei MSC. Das italienische Unternehmen hat zwar den Firmensitz in Genf, gehört aber mit ihren jetzt 13 Schiffen zu den Marktführern im Mittelmeer, Südamerika und Südafrika.

Das Besondere: Im Gegensatz zu den US-Marktführern, bei denen es sich um börsennotierte Unternehmen handelt, ist MSC weiterhin im Besitz der italienischen Familie Aponte. Die Kreuzfahrtreederei ist Teil der MSC Group, die der Patriarch und Kapitän Gianluigi Aponte mit nur einem Frachtschiff 1970 gründete. Diese Mediterranean Shipping Company (MSC) ist heute mit mehr als 500 Schiffen und 47.000 Angestellten im globalen Container-Business die Nummer zwei - hinter der dänischen Maersk Line.

MSC: "Wir verdoppeln die Kapazitäten"

Durch Überkapazitäten auf dem Weltmarkt und sinkende Frachtraten schwächelt bekanntlich das Geschäft mit dem Warentransport - nicht aber der Umsatz mit Kreuzfahrtpassagieren, der zweiten Säule des Unternehmens. Mit der "MSC Merviglia" läutet die Reederei eine weitere Expansionsphase ein. Wurden 2003 nur 127.000 Passagiere gezählt, kamen im vergangenen Jahr schon 1,8 Millionen an Bord.

"Das sind 800 Prozent Wachstum in nur zehn Jahren", sagte stolz MSC-Boss Pierfrancesco Vago am Wochenende während der Taufe der "MSC Meraviglia" im französischen Le Havre. Doch das ist noch nicht alles: "Wir verdoppeln die Kapazitäten", so Vago. Die Auftragsbücher der STX-Werft in Saint-Nazaire, wo das Schiff im April 2015 auf Kiel gelegt wurde, sind voll. In der Bretagne wird auch das Schwesternschiff, das 2019 kommen soll, gebaut.

Bald legt die "MSC Meraviglia" in Hamburg ab

Bis 2026 werden neun Milliarden Euro in elf neue Kreuzfahrtschiffe von MSC investiert. Dann rechnet die Reederei mit 4,8 Millionen Gästen pro Jahr.

Bei der Übergabe der "MSC Meraviglia" an die Reederei vor wenigen Tagen wurde im Beisein des französischen Staatspräsidenten Emmanuel Macron den Bau einer noch neueren Schiffsgeneration angekündigt: Die beiden von Flüssiggas angetriebenen Schiffe der World Class Generation werden die weltgrößte Passagierkapazität haben: Bei maximaler Auslastung kreuzen ab 2022 und 2024 die futuristisch designten Schiffe mit je 6850 Gäste durch die Weltmeere - noch mehr als bei den Rekordinhabern von Royal Caribbean International wie der "Allure of the Seas".

Auf den folgenden Seiten der Fotostrecke zeigen wir Bilder von der Taufzeremonie der "MSC Meraviglia" mit Sophie Loren und stellen das Schiff vor, das ab Sommer 2018 auch ab Hamburg fahren wird.

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