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Unfall im Swimmingpool: Backpackerin bricht sich in Thailand das Genick – Hunderte schicken ihr Geld

Auf einer Reise verletzte sich Sophie Wilson schwer, möglicherweise wird sie nie wieder laufen können. Da die Reiseversicherung nicht zahlte, war sie auf Spenden angewiesen.

Sophie Wilson

Sophie Wilson wird nach ihrem Unfall womöglich nie wieder selbstständig laufen können

Von der großen Reise nach Thailand hatte Sophie Wilson schon lange geträumt. Doch schon eine Woche nach ihrer Ankunft hatte die 24-jährige Engländerin einen schweren Unfall: Sie schätzte die Beckentiefe in einem Swimmingpool falsch ein und sprang hinein – Sophie brach sich das Genick. Gerade noch rechtzeitig konnte sie vor dem Ertrinken gerettet werden. Sie habe kein Gefühl im ganzen Körper gehabt, berichtete ihre Familie auf einer Crowdfunding-Plattform, wo die Angehörigen Geld für die medizinische Versorgung von Sophie sammeln.

Mehr als 1600 Menschen haben seitdem gespendet, um der jungen Frau ihren Krankenhausaufenthalt, die Notoperationen und den Rücktransport nach England zu finanzieren. Insgesamt sind innerhalb von nur sechs Tagen mehr als 60.000 Pfund zusammengekommen – die Summe war allerdings auch nötig. 

Denn obwohl Sophie vor ihrem Abflug eine Reiseversicherung abgeschlossen hatte, weigerte sich das Versicherungsunternehmen, für die Kosten aufzukommen. Zur Begründung hieß es, wie das englische Nachrichtenportal "iNews" berichtet, die Verletzungen seien auf "leichtfertiges Verhalten" zurückzuführen.

Spender sammeln 60.000 Pfund für verletzte Backpackerin

Möglicherweise wird Sophie nie wieder gehen können. Doch die große finanzielle, aber auch moralische Unterstützung hilft ihr, in der schwierigen Zeit den Mut nicht zu verlieren. "Es bricht mir das Herz, weil ich vorher einen sehr aktiven Lebensstil hatte. Die Unsicherheit, ob ich wieder laufen können werde, ist schwer zu ertragen. Aber ich glaube, dass es die Dinge nur schwerer macht, wenn man negativ ist", sagte sie "iNews". Sie sei einfach froh, noch am Leben zu sein.

Nach ihrem schweren Unfall konnte Sophie zunächst nicht sofort behandelt werden – das Krankenhaus wollte erst einmal eine Garantie haben, dass die Kosten für die Operation auch tatsächlich bezahlt würden. Auch auf ihrem Weg in ein größeres Krankenhaus bekam sie keine Schmerzmittel. Außerdem war die Verständigung mit den Ärzten aufgrund der Sprachbarriere problematisch.

"Ich versuche, positiv zu bleiben", sagt Sophie. Die Operationen sind erfolgreich verlaufen, die Schmerzen haben zumindest etwas nachgelassen. Wie es gesundheitlich weitergehen wird, ist noch unklar. Immerhin aber ist für die finanzielle Absicherung gesorgt, dank der zahlreichen Spenden. "Ich bin komplett überwältigt von eurer Unterstützung, Liebe und euren Spenden. Ich habe den ganzen Morgen geweint, weil ich es einfach nicht glauben kann, wie großzügig und freundlich ihr alle seid", schrieb sie an ihre Helfer.

Quellen: Crowdfunding-Kampagne, "iNews"

epp

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