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Neue Attraktion in Bahrain: Abtauchen zum Jumbojet auf dem Meeresgrund

Das Königreich Bahrain am Persischen Golf hat den größten Unterwasserthemenpark der Welt eröffnet. Höhepunkt für Taucher ist eine im Meer versenkte Boeing 747, die für ihre letzte Reise monatelang vorbereitet wurde.

Acht Monate wurde die ausrangierte Boeing 747-200 an Land in Bahrain auf den Tauchgang vorbereitet, um Teil des größten Unterwasserthemenparks der Welt zu werden.

Acht Monate wurde die ausrangierte Boeing 747-200 an Land in Bahrain auf den Tauchgang vorbereitet, um Teil des größten Unterwasserthemenparks der Welt zu werden.

Nein, bei dem jetzt auf dem Meeresgrund liegenden Jumbojet handelt es sich nicht um ein abgestürztes Flugzeug. Die Boeing 747 wurde bewusst im Persischen Golf versenkt. Über Jahre war das Großraumflugzeug über den Wolken im Einsatz und rollte über die Pisten am Boden. Doch im Juni hat der Jumbo seine letzte Ruhestätte gefunden – eine ganz besondere.

Normalerweise landen ausrangierte Flugzeuge auf speziellen Schrottplätzen. Nachdem alle wiederverwendbaren Teile wie zum Beispiel die Triebwerke und die Inneneinrichtung demontiert sind, wird der Rumpf zerschnitten, um neben anderen Metallen wie Kupfer vor allem das Aluminium wiederzuverwenden.

Dieses traurige Schicksal teilt der in den Küstengewässern des Inselstaates Bahrain versenkte Jet allerdings nicht. Der nun am Boden des Golfes in 24 Metern Tiefe liegende Flieger soll ein Ziel für Taucher werden. Denn er gehört zum 100.000 Quadratmeter umfassenden Unterwasserthemenpark.

Das große Flugzeugversenken

Zur Flotte welcher Fluglinie die Maschine einmal gehörte, ist nicht bekannt. Zunächst musste das Flugzeug aus Dubai nach Bahrain transportiert werden, wo die acht Monate umfassenden Vorarbeiten für das Flugzeugversenken begannen.

"Alles gefährliche Material wurde entfernt, ebenso das gesamte Plastik", berichtete Hamad Al Mahmeed, der Projektmanager bei Dive Bahrain in der Zeitung "The Nation". "Sogar die Bolzen und Schrauben wurden gelöst, damit wir alle Ölrückstände entfernen konnten, bevor wir sie wieder anbrachten."

Der Unterwasserpark möchte sich als ein umweltfreundliches Projekt verstehen. Bahrain verfügt über eine lange Tauchtradition durch die Perlenfischerei, die Haupteinnahmequelle noch im 19. Jahrhundert, bevor Japan mit Zuchtperlen zur Konkurrenz wurde.

Mit dem Flugzeugrumpf als künstliches Riff möchte die Bahrain Tourism and Exhibitions Authority (BTEA) das kleine Land im Golf für den weltweiten Tauchtourismus attraktiver werden. Seit Mitte September ist dieser Teil des Unterwasserparks mit Boeing 747 zugänglich. Der Jumbojet ist erst der Anfang. In der Nähe ist die Versenkung eines Schiffes und ein Skulpturenpark geplant.

Quellen: "Dive Bahrain" , Instagram.com/divebahrain und "The Nation"

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