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Zwischenfall in China Pech statt Glück: Frau wirft Münzen ins Triebwerk

China Southern Airlines
Ein Airbus der betroffenen Fluggesellschaft China Southern Airlines
© Till Bartels
Eine Münze werfen, das soll Glück bringen. Doch wenn das Geld nicht im Brunnen, sondern in einem Flugzeugtriebwerk landet, kann eine stundenlange Verspätung die Folge sein, wie ein kurioser Fall am Flughafen in Shanghai zeigt.

Alle Besucher Roms kennen die Sitte an einer der Hauptattraktionen in der Ewigen Stadt: Touristen werfen am Fontana di Trevi eine Münze über die rechte Schulter in den Brunnen. Das bedeutet: Der Tourist oder die Touristin wird wiederkommen.

Auch bei anderen Attraktionen spielt das Münze werfen eine große Rolle. Es soll Glück bringen, was in asiatischen Ländern gerne praktiziert wird. Meist sieht man diesen Gestus bei Tempelanlagen. Doch Passagiere, die am Dienstag zu einem chinesischen Inlandsflug starten wollten, wurden am Flughafen von Shanghai Zeugen eines ungewöhnlichen Münzwerf-Rituals, das zur falschen Zeit am falschen Ort stattfand.

Kleiner Geldbetrag, große Verspätung

Beim Boarding eines Airbus der Fluggesellschaft China Southern Airlines, der die Strecke vom internationalen Flughafen Shanghai-Pudong nach Guangzhou zurücklegen sollte, warf eine ältere Dame mehrere Münzen in eines der beiden Triebwerke des Airbus A320. Die 80-Jährige wünschte sich dabei "einen sicheren Flug", wie die Website Airlive.net berichtet.

Was die Person nicht wusste: Die metallischen Fremdkörper, sollte die Turbine gestartet werden, würden in den Triebwerken zu heftigen Problemen führen. Daher wurden nicht nur die Münzwerferin, sondern auch alle anderen Fluggäste aus der eigentlich startbereiten Maschine wieder herauskomplimentiert. Techniker mussten herbeieilen, um das Triebwerk einen genauen Inspektion zu unterziehen. Fotos von Mitreisenden zeigen, dass die Verkleidungen der Turbine geöffnet sind.

Nach mehrstündiger Suche wurden alle Münzen im Triebwerk und die daneben geworfenen gefunden. Zusammen ergaben sie einen Wert von 1,7 chinesische Renminbi Yuan. Das entspricht umgerechnet 22 Cent. Doch der kleine Betrag löste eine große Verspätung aus: Der Airbus rollte statt um 12:40 Uhr erst am späten Nachmittag zum Start und landete mit mehr als fünf Stunden Verspätung an seinem Ziel Guangzhou.

Juristische Konsequenzen bleiben der betagten Chinesin wohl erspart. Wie die Zeitung "People's Daily" am Mittwoch berichtet, hat die 80-jährige wegen ihres hohen Alters nichts zu befürchten. Wäre sie unter 70 Jahre alt gewesen, hätten ihr bis zu sieben Jahren Gefängnis gedroht. 

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tib

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