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FBI ermittelt Im Landeanflug auf Los Angeles: Jetpack kommt Piloten in die Quere

Begegnung in fast 1000 Metern Höhe: Am Los Angeles Airport sind sich ein Jet und ein Jetpack sehr nah gekommen (Symbolfoto).
Begegnung in fast 1000 Metern Höhe: Am Los Angeles Airport sind sich ein Jet und ein Jetpack sehr nah gekommen (Symbolfoto).
© Hannah McKay / Picture Alliance
Höchst ungewöhnlicher Zwischenfall am Flughafen von Los Angeles: Kurz vor der Landung mehrerer Linienflüge haben die Cockpit-Crews einen fliegenden Menschen gesichtet – nur 295 Meter neben der Flügelspitze.

Die Piloten im Cockpit des Airbus A321 trauten am Sonntag ihren Augen nicht. Als sich der Jet von American Airlines am frühen Abend im Landeanflug auf den Los Angeles International Airport befand, begegnete ihnen auf Augenhöhe ein Mann mit Raketenrucksack – ein sogenanntes Jetpack.

"Wir sind gerade an einem Typen mit einem Jetpack vorbeigeflogen", meldete der Pilot des Fluges mit dem Kürzel AA1997 dem Tower. Die Entfernung von der Flugspitze bis zu der fliegenden Person habe nur umgerechnet 275 Meter betragen.

Dann fragte der Fluglotse nach, auf welcher Seite des Flugzeuges das Jetpack gesichtet wurde, berichtet die Website "airlive.net", die sich auf den veröffentlichen Funksprechverkehr dieses Zwischenfalls beruft.

Die Besatzung des Fluges von American Airlines aus Philadelphia war mit ihrer Beobachtung auf der linken Seite nicht allein. Auch die Piloten eines Skywest-Fluges sichteten das Jetpack. Deshalb warnte der Tower die Flugkapitäne eines vom John F. Kennedy Airport in New York kommenden Airbus A321 des Billigfliegers Jet Blue, der sich ebenfalls im Landeanflug befand: "Jet Blue 23 seid vorsichtig, ein Jetpack wurde in 915 Metern Höhe gemeldet."

Ein Rätsel für die Experten

Inzwischen hat das FBI eine Untersuchung eingeleitet, wie eine Sprecherin der US-Bundespolizeibehörde am Dienstag mitteilte. Auch die Flugaufsichtsbehörde, die Federal Aviation Administration, geht nach eigenen Angaben den Berichten der Piloten nach.

Ungewöhnlich an dem Vorgang ist, dass sich das Jetpack in einer Höhe von fast einem Kilometer befand. Es könnte sich um einen Scherz gehandelt haben oder um einen Stunt, der etwas außer Kontrolle geraten ist, mutmaßen Luftfahrtexperten in US-Medien.

Gefährlich hätte es für alle Beteiligten werden können, wenn das Jetpack noch näher an die Maschine gekommen wäre, das Objekt von einem der beiden Triebwerke des Airbus angesaugt oder es zu einer Kollision mit dem Rumpf gekommen wäre.

Der Kommentar des Fluglosten am Boden blieb nüchtern. In einem der Funksprüche sagte er den Piloten trocken: So etwas gebe es "nur in LA" - so etwas könne eben nur in Los Angeles passieren.

Quellen: www.airlive.net

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tib

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