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Zwischenfall bei Qantas: Passagier rutscht Handy in Sitzspalt: Airbus A380 muss fast notlanden

Zwischenfall in der Business Class im größten Passagierflugzeug der Welt. Durch den falschen Umgang mit einem Mobiltelefon löst die Batterie eines Mobiltelefons einen Brand aus. Der Qantas-Jet muss beinahe seinen Flug abbrechen.

Ein Airbus A380 von Qantas bei der Landung. Zur Flotte der australischen Fluggesellschaft gehören zwölf Exemplare.

Ein Airbus A380 von Qantas bei der Landung. Zur Flotte der australischen Fluggesellschaft gehören zwölf Exemplare.

Der Airbus A380 der australischen Fluglinie Qantas war nach 13 Stunden schon fast am Ziel. Der Nachtflug von Los Angeles nach Melbourne mit dem Kürzel QF94 hatte am Mittwochmorgen den gesamten Pazifischen Ozean überflogen und den australischen Kontinent erreicht, als die Passagiere durch den Geruch verbrannten Gummis aufgeschreckt wurden.

"Niemand wusste, was vor sich ging", zitiert die "Herald Sun" einen Passagier. "Die Stewardessen telefonierten untereinander, dann ergriffen zwei männliche Flugbegleiter die Feuerlöscher und rannten die Treppe zur Business Class hinauf."

Was war geschehen? Im Oberdeck des Qantas-Flaggschiffes befinden sich im vorderen und mittleren Teil die 78 Sessel der bequemen Reiseklasse für Geschäftsleute. Dort war einem der Fluggäste sein Handy entglitten und zwischen die Sitzpolster gerutscht. Als er versuchte sein Mobiltelefon zu befreien und zum Verstellen der Sitzposition die elektrischen Motoren in Betrieb setzte, muss der Akku des Handys so stark von der Mechanik beschädigt worden sein, dass der Lithiumakku einen Brand verursachte.

Eine Passagiere geraten in Panik

Nach Angaben des Webportals "The Aviation Herald" überlegte die Crew den Flug nach Melbourne abzubrechen und außerplanmäßig auf dem Weg dorthin in Sydney zwischenzulanden. Doch "die Flugbegleiter brachten die Situation schnell unter Kontrolle", schreibt die Website. Das größte Passagierflugzeug konnte die Reise in das keine zwei Stunden entfernte Melbourne fortsetzen und dort sicher landen.

Medien berichten, dass die Situation für viele an Bord "beängstigend" gewesen sei und "einige Leute in Panik gerieten". Zehn Minuten nach dem Zwischenfall habe sich die Crew mit einer Durchsage gemeldet, dass alles unter Kontrolle sei. Vom Feuer an Bord war allerdings nicht die Rede.

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Als erste Fluggesellschaft wurde ein Airbus A380 an Singapore Airline ausgeliefert. Ende Oktober 2007 fand der Premierenflug auf der Strecke Singapur-Sydney statt. Alle Tickets für den Erstflug wurden im Internet für Wohntätigkeitszwecke versteigert. 

Als erste Fluggesellschaft wurde ein Airbus A380 an Singapore Airline ausgeliefert. Ende Oktober 2007 fand der Premierenflug auf der Strecke Singapur-Sydney statt. Alle Tickets für den Erstflug wurden im Internet für Wohntätigkeitszwecke versteigert. 

Doch der Schaden in der Business Class dürfte beträchtlich sein. "Mein Freund hörte, wie sich später am Gepäckband zwei Personen unterhielten, die erzählten, dass der Sessel komplett zerstört sei", schreibt die Zeitung "Herald Sun". Bekanntlich kostet ein Hightech-Sitz der Business Class, der sich in ein flaches Bett verwandeln lässt, pro Stück eine sechsstellige Summe.

Immer wieder kommt es an Bord zu Zwischenfällen mit Handys und Powerbanks, deren Lithiumakkus sich im Handgepäck entzündet haben.  "Der Vorfall zeigt, warum wir die Passagiere bitten, unsere Kabinenbesatzung zu verständigen, wenn sie ihr Mobiltelefon suchen", sagte der Sprecher von Qantas gegenüber "Herald Sun".

Vor zwei Jahren  hatten sogar viele Fluggesellschaften das damals neue Samsung-Handy vom Typ Galaxy Note 7 wegen Brandgefahr auf die Verbotsliste gesetzt.

+++ Klicken Sie sich auch durch die Fotostrecke: "Passagier-Liebling und Ladenhüter - Zehn Jahre Airbus A380" +++

Im Flugzeug: Passagier-Albtraum: Powerbank fängt im Handgepäck Feuer
tib

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