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Luxusreisen: Weltreise ab 72.500 Euro: So sieht das Fliegen jenseits der First Class aus

Exklusiver kann Reisen kaum sein: Per Kreuzflug geht es in einem zum Privatjet umgebauten Linienflugzeug zu den Highlights auf mehreren Kontinenten. Eine Weltreise in so einem Airbus A340 muss man sich allerdings leisten können.

In der Limousine direkt an den Privatflieger: Für die Passagiere auf Kreuzflügen gibt es keine Warteschlangen am Check-in, vor Zoll- und Passkontrollen. 

In der Limousine direkt an den Privatflieger: Für die Passagiere auf Kreuzflügen gibt es keine Warteschlangen am Check-in, vor Zoll- und Passkontrollen. 

Fliegen kann im Zeitalter des Massenverkehrs so anstrengend sein: Schlangen bei der Gepäckabgabe am Schalter und Staus an den Sicherheitskontrollen gehören zum Alltag. Wer als Passagier der Economy Class unterwegs ist, hat seine Erwartungen an den Service, sei es am Boden oder in der Luft, längst heruntergeschraubt.

Mit einem Ticket für die Business Class reist es sich bedeutend angenehmer oder noch besser in der First Class. Aber die meisten Airlines haben ihre erste Klasse längst abgeschafft. Somit beschränkt sich die komfortable Reiseklasse auf nur wenige ausgewählte Langstreckenverbindungen.

Doch es gibt noch eine Reiseform jenseits der ersten Klasse: den Kreuzflug. Die edelste Variante des Reisens gilt als Nischenprodukt für Urlauber, die für die schönsten Wochen des Jahres hohe fünfstellige Beträge ausgeben können.

Flugzeuge mit VIP-Ausstattung

Die betuchten Reisenden fliegen zwar auch in einem Airbus oder einer Boeing, die aber mit den herkömmlichen Passagierjets kaum etwas gemeinsam haben. Denn die speziellen Charterflugzeuge verfügen über eine VIP-Innenausstattung. Zum Beispiel die neue "Albert Ballin" von Hapag Lloyd Kreuzflug: Die Boeing 757-200, in der beim Linienflug bei American Airlines 188 Passagiere Platz finden, ist die Bestuhlung auf nur 46 Reisende ausgelegt.

Standard bei Kreuzflügen: der Lie-Flat-Seat zum Schlummern auf längeren Tages- oder Nachtflügen

Standard bei Kreuzflügen: der Lie-Flat-Seat zum Schlummern auf längeren Tages- oder Nachtflügen

Der Sitzabstand wurde im Gegensatz zum bisher verwendeten Airbus A319 von 152 auf 195 Zentimeter mit Sesseln erweitert, die sich in flache Betten verwandeln lassen. Doch nicht nur Komfort, sondern auch das Verhältnis von Gästen zu Crew ist ungewöhnlich: Es beträgt sieben zu ein. Denn an Bord sind auch ein Chefreiseleiter, Experten, ein Arzt und ein fünfköpfiges Serviceteam.

Schampus all inclusive

Doch das Wesentliche an einem Kreuzflug besteht in dem außergewöhnlichen Routing, das nie mit einem Linienflieger möglich wäre. So führt die zweiwöchige Reise "Seidenstraße 2019" im September von Hamburg nonstop nach Aşgabat in Turkmenistan, weiter nach Samarkand in Usbekistan und nach Xian und Dunhuang in China und über Almaty in Kasachstan und Tiflis in Georgien zurück nach Hamburg  - zum Preis ab 48.800 Euro pro Person bei Unterbringung im Doppelzimmer.

Die Reederei Hapag Lloyd Cruises begann aufgrund ihrer Expertise durch Expeditionskreuzfahrtfahrten und den Erfahrungen im Luxusreisesegment im Jahre 2008  mit Kreuzflügen. Heute gehört der Veranstalter zu den einzigen regelmäßigen Anbietern im deutschen Sprachraum. Bis zu fünf exklusive Reisen werden in diesem Jahr durchgeführt.

Die Reisen mit wechselnden Zielen, neuen Städten und besonderen Unterkünften werden bis zu zwei Jahre im Voraus geplant. So kombiniert die beliebte Themenroute "Heilige Orte" in diesem Dezember magische Stätten in Äthiopien, Indien und Kambodscha miteinander.

4 Kontinente und 7 Länder im Privat-Airbus

Bei den Luxusreisen im kleinen Kreis geht der Trend zu immer größeren Flugzeugen mit noch mehr Platz und Annehmlichkeiten. So bietet die Reederei Crystal Cruises eine Boeing 777-200 mit nur 84 Plätzen für exklusive Trips im Charterbetrieb an. Im August 2017 startete die 27-tägige Jungfernreise in der Boeing zu zehn verschiedenen Peninsula Hotels weltweit.

Nur 60 statt 280 Plätze: In diesem Airbus A340 geht es im Jahre 2020 um den Globus

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Ebenfalls in einem zum Privatflieger umgerüsteten Großraumjet von AirX Charter Ltd.organisiert der Veranstalter Tom's Premium Selection eine Weltreise in 26 Tagen ab Frankfurt an. Der Airbus A340-300 in VIP-Ausstattung fliegt vom 11. November bis 10. Dezember 2020 mit maximal 60 Gästen auf seiner Route via Oman, Singapur, Sydney und Neuseeland über Hawaii, San Francisco und Mexiko eher klassische Ziele an.

Übernachtet wird ausschließlich in Fünf-Sterne-Hotels. Erstklassiges Catering und Begleitung durch einen Arzt sind inklusive. Der Einzelzimmerzuschlag dieser Reise beträgt allein 4000 Euro. Wer aber bis Mai bucht, erhält einen Rabatt von drei Prozent: Macht bei einem Reisepreis von 72.500 Euro pro Person immerhin eine Ersparnis von 2175 Euro.

Quellen: www.hl-cruises.de/privatjet 

www.crystalcruises.com/crystal-air 

www.tps-reisen.com

+++ Lesen Sie auch: "Upgrade für die First Class: So möbeln die Airlines ihre Luxus-Klasse auf " +++

Nach mehr als sechs Stunden Flugzeit wird es draußen hell. Bis zu 165.000 Liter Kerosin fassen die Tanks der zweimotorigen Maschine. Das verschafft dem Airbus A350 eine Reichweite von bis zu 18.000 Kilometern.

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