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Nach zwei Abstürzen: US-Held Sullenberger warnt vor Boeing 737 MAX: "Der Schreckfaktor ist riesig"

Er wird als der "Held vom Hudson" verehrt und sein Wort hat Gewicht: Flugkapitän Chesley Sullenberger. Bei einer Anhörung in Washington äußerte er sich kritisch über die Boeing 737 MAX und stellt Forderungen.

Michael Stumo und Nadia Milleron in Washington DC

Bei der Anhörung am 19. März in Washington D.C.: Michael Stumo und Nadia Milleron halten Schilder mit der Anzahl der Toten der beiden Boeing-Abstürze hoch: Sie sind die Eltern von Samya Stumo, die bei dem Flug von 302 von Ethiopian Airlines Flight 302 ums Leben kam.

AFP

Chesley "Sully" Sullenberger weiß, wovon er redet. "Ich kann Ihnen aus erster Hand sagen, dass der Schreckfaktor echt ist und riesig." Denn der bekannteste Pilot der Vereinigten Staaten hat die beiden Unglücke mit dem Boeing-Jets vom Typ MAX kürzlich im Simulator nachvollzogen. "Innerhalb von Sekunden haben diese Crews um ihr Leben und den Kampf ihres Lebens gekämpft."

Zu diesem Ergebnis kommt Sullenberger, der bei einer Anhörung vor dem Luftfahrt-Unterausschuss des Repräsentantenhauses Rede und Antwort stand. Zuvor hatte er die umstrittene Trimmautomatik MCAS selbst im Simulator getestet. Es sei im Cockpit schnell der Punkt erreicht, an dem effektives Handeln nur noch eingeschränkt möglich ist.

"Sully", der Held vom Hudson

Chesley "Sully" Sullenberger bei der Kongress-Anhörung zur Untersuchung der Unglücke mit den Maschinen des US-Herstellers Boeing

Chesley "Sully" Sullenberger bei der Kongress-Anhörung zur Untersuchung der Unglücke mit den Maschinen des US-Herstellers Boeing

AFP

Sullenberger genießt in den USA hohes Ansehen und wird verehrt, weil ihm vor gut zehn Jahren eine Notlandung auf dem Wasser gelang. Am 15. Januar 2009 waren kurz nach dem Start auf dem New Yorker Flughafen La Guardia durch Vogelschlag beide Triebwerke eines Airbus A320 ausgefallen. Er konnte nicht mehr auf der Piste eines nahen Flughafens landen, sondern setzte auf der Wasseroberfläche der Hudson River auf. Alle 155 Passagieren überlebten das Unglück.

Bei der Befragung am Mittwoch in Washington nahm er die Piloten in Schutz, jedoch nicht den Flugzeugbauer. Boeing müsse Maschinen planen, die nicht "ungewollte Fallen" für die Crews bedeuteten. Deshalb sprach er sich für ein intensives Pilotentraining im Simulator für die MAX-Flugkapitäne aus, bevor die Flugzeuge wieder zum Start rollen dürfen.

Für alle Maschinen vom Typ Boeing 737 MAX wurde am 17. März ein weltweites Startverbot verhängt. Bei zwei Abstürzen innerhalb weniger Monate von ein und demselben Flugzeugmuster gab es 346 Tote: Am 29. Oktober 2018 verloren 189 Menschen beim Lion-Air-Absturz bei Jakarta in Indonesien und am 10. März 2019 bei der Ethiopian-Air-Katastrophe bei Addis Abeba 157 Menschen ihr Leben.

Weiterhin Flugverbot für die Boeing 737 MAX

Auch Daniel Carey, Chef der Pilotengewerkschaft Allied Pilots Association, verlangte bei dem Hearing ebenfalls eine bessere Vorbereitung auf zukünftige Flüge mit Maschinen des Typs 737 MAX für seine Kollegen. Zwar seien die durch Boeing vorgenommen Software-Änderungen begrüßungswert, aber die Piloten seien "besorgt", ob das neue Trainingsprotokoll sowie die Materialien und Methoden für die Fortbildungen genügten.

Boeing dagegen möchte auf eine Simulator-Schulung für alle MAX-Piloten verzichten. Für Hunderte von Flugkapitänen sei ein zusätzliches Training im Vergleich zum reinen Computer-Training zu teuer und zu zeitaufwendig. Das hätte auch zur Folge, dass die am Boden stehenden Flotten erheblich später den Flugbetrieb aufnehmen könnten.

In Deutschland wurde letzte Woche das Flugverbot für die Boeing MAX vom Luftfahrtbundesamt zunächst bis zum 8. September verlängert. Die US-Luftfahrtbehörde FAA rechnet nach eigenen Angaben damit, dass das Flugverbot für den Unglücks-Jet erst zum Jahresende aufgehoben wird.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(