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Papenburg: Kreuzfahrtriese musste umkehren

Panne bei der Überführungsfahrt: Das in der Meyer-Werft in Papenburg gebaute Kreuzfahrtschiff "Norwegian Pearl" musste am Samstagabend auf der Ems zurückgeschleppt werden. Schuld daran war ein Stromkabel und indirekt der Stromausfall in Europa.

Die Überführung des Kreuzfahrtschiffs "Norwegian Pearl" auf der Ems ist am Samstagabend gegen 23.00 Uhr kurz nach dem Start in Papenburg wegen extremer Stromschwankungen abgebrochen worden. Der Energieversorger E.ON musste eine Hochspannungsleitung über der Ems bei Weener kurz nach der Abschaltung wegen extremer Stromschwankungen wieder in Betreib nehmen.

"Es wäre für das Schiff zu riskant gewesen, unter einer nicht abgeschalteten Hochspannungsleitung zu fahren", sagte Werft-Sprecher Peter Hackmann. Auch der für Sonntag geplante zweite Versuch musste abgesagt werden. Der Energieversorger E.ON könne die Leitung wegen extremer Stromschwankungen nach wie vor nicht abschalten, teilten die Papenburger Meyer Werft und die Wasserschutzpolizei Emden mit. Frühestens am Montagnachmittag könne die Überführung des Luxuskreuzers ins niederländische Eemshaven erneut in Angriff genommen werden, hieß es.

Gezogen von zwei Schleppern, war die "Norwegian Pearl" am Samstag gegen 22 Uhr vom Dock der Meyer Werft gestartet und wartete rund 45 Minuten vor der Dockschleuse. Um kurz vor 23 Uhr kehrte das Schiff dann wieder um. Die 294 Meter lange "Norwegian Pearl" kann über 2400 Passagiere befördern. In Eemshaven soll der Luxuskreuzer zu mindestens zwei Probefahrten starten. Die Schiffstaufe soll Ende November in Southampton nach der Übergabe des Kreuzers an die Reederei Norwegian Cruise Line erfolgen.

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