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Ryanair scheitert mit Klage gegen Reiseportal

Schlappe für Ryanair beim Bundesgerichtshof (BGH): In einem Rechtsstreit gegen ein Internet-Reiseportal unterliegt der irische Billigflieger. Der Richterspruch stärkt auch Verbraucherrechte.

Ryanair hat vor Gericht eine Niederlage einstecken müssen. Der irische Billigflieger Ryanair ist mit seiner Klage gegen ein Internet-Reiseportal beim Bundesgerichtshof (BGH) in zentralen Fragen gescheitert.

Die irirsche Airline war dagegen vorgegangen, dass ein Internetportal Kunden Flüge vermittelt und dafür auf die Internetseite der Fluglinie zugreift. Ryanair werde durch das Vorgehen jedoch nicht wettbewerbswidrig behindert, urteilte der BGH am Mittwoch.

Der Richterspruch stärkt zudem die Verbraucher: Das Geschäftsmodell des Internet-Portals fördere Preistransparenz auf dem Markt der Flugreisen, begründete das Gericht sein Urteil unter anderem.

Klage gegen CheapTickets.de

Die Fluggesellschaft war gegen den niederländischen Reiseanbieter Beins Travel Group vorgegangen. Dieser betreibt in Deutschland etwa die Internet-Seite CheapTickets.de.

Dort können Kunden Flüge von Ryanair buchen, ohne die Originalseite des Unternehmens selbst zu benutzen. Der Kunde zahlt den Flugpreis plus eine Vermittlungsgebühr an das Portal. Dieses leitet den Flugpreis an Ryanair weiter.

Der BGH wies den Fall allerdings an das Oberlandesgericht Hamburg zurück. Dieses müsse klären, ob der Fluglinie unter anderem Ansprüche wegen Irreführung zustünden, hieß es.

DPA / DPA

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