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Zweite Bundesliga: 1860 gewinnt Kellerderby gegen St. Pauli

Zum Sechs-Punkte-Spiel hatte St.-Pauli-Trainer Ewald Lienen das Spiel bei 1860 München ausgerufen. Keinen davon konnte seine Mannschaft beim unglücklichen 1:2 einfahren.

Guillermo Vallori von 1860 München und Christopher Noethe von St. Pauli kämpfen um den Ball.

Guillermo Vallori von 1860 München und Christopher Noethe von St. Pauli kämpfen um den Ball.

Der TSV 1860 München hat zum Einstand seines neuen Cheftrainers Torsten Fröhling einen ganz wichtigen Sieg im Abstiegsduell der 2. Fußball-Bundesliga gegen St. Pauli gefeiert. Die "Löwen" gewannen am Samstag gegen den Tabellenletzten mit 2:1 (1:0).

Mit dem zweiten Heimsieg der Saison verbesserten sich die Münchner auf den 15. Tabellenplatz. Vor 25 100 Zuschauern trafen Pauli-Kapitän Sören Gonther (10. Minute) mit einem Eigentor und der eingewechselte Marius Wolf (72.) mit seinem ersten Zweitligator für 1860. Christopher Nöthe verkürzte noch für die Gäste (77.).

Nach der Trennung von Markus von Ahlen hatte der von der U21 beförderte Fröhling drei personelle Veränderungen vorgenommen, die auffälligste im Tor. Vitus Eichner löste Stammkeeper Stefan Ortega ab. Fröhling hatte als Profi jahrelang für St. Pauli gespielt und erhielt zum Einstand eine ungewollte Anschubhilfe seines Ex-Clubs. Einen langen Ball auf Jannik Bandowski unterlief Pauli-Verteidiger Andrej Startsev. Bandowskis Flanke verlängerte Gonther unglücklich ins eigene Tor. Die "Löwen" hatten nicht nur beim 1:0 Glück: Paulis Lennart Thy traf den Pfosten (52.). Nach Wolfs Kopfballtor machte Nöthe die Partie wieder spannend. 1860-Keeper Eicher parierte einen Schuss von Thy (80.), Dennis Daube zielte am Tor vorbei (89.).

Fußball-Zweitligist Karlsruher SC hat im Kampf um den Aufstieg einen kleinen Dämpfer hinnehmen müssen. Einen Tag nach dem 44. Geburtstag ihres Trainers Markus Kauczinski musste sich die ersatzgeschwächte Mannschaft am Samstag mit einem 0:0 gegen den VfL Bochum begnügen. Trotzdem rückte der KSC zumindest bis Sonntag auf einen Aufstiegsplatz vor. Beide Teams lieferten sich vor 11 989 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch mit vielen Torraumszenen. Dabei hatte der VfL mehr und bessere Chancen.

Ingolstadt patzt in Aalen - Darmstadt rückt auf Platz drei vor

Der FC Ingolstadt ist beim Durchmarsch Richtung Fußball-Bundesliga aus dem Tritt geraten. Der Spitzenreiter konnte am Freitagabend zum Auftakt des 22. Zweitliga-Spieltags beim 1:1 in Aalen nur knapp die zweite Niederlage nacheinander abwenden. Aufsteiger Darmstadt 98 kletterte mit einem 1:0-Erfolg in Aue vorerst auf den dritten Tabellenplatz. Die SpVgg Greuther Fürth musste sich im Heimspiel gegen den SV Sandhausen mit einem 0:0 begnügen.

Ein Foulelfmeter von Jurgen Gjasula in der 56. Minute brachte die Ingolstädter gegen den Abstiegskandidaten VfR Aalen in Bedrängnis. Matthew Leckie (77.) rettete dem Tabellenführer mit einem energischen Abschluss nach einem langen Ball wenigstens einen Punkt. "Mir hat gefallen, dass die Mannschaft nach dem 0:1 das Herz in beide Händen genommen hat und eine Reaktion gezeigt hat, die einer Tabellenführers würdig war", kommentierte Trainer Ralph Hasenhüttl beim TV-Sender Sky nach der Partie an seiner früheren Wirkungsstätte.

Rückschlag im Abstiegskampf für Aue

Ein ungestümer Einsatz von FCI-Torwart Ramazan Öczan im Strafraum gegen Aalens Orhan Ademi hatte zum Elfmeter für Aalen geführt. Öczan verstand die Entscheidung nicht. "Ich war auch am Ball." Für den gefoulten Ademi war es dagegen "ein klarer Elfmeter".

Eine Woche nach dem 3:1-Überraschungssieg in Ingolstadt hätte Sandhausen durchaus in Fürth nachlegen können. Andrew Wooten scheiterte jedoch mit einem Foulelfmeter an Wolfgang Hesl (18. Minute). Der Fürther Schlussmann parierte nach der Pause auch noch einen Freistoß von Leart Paqarada (65.). Die Fürther warten nun schon seit dem 3. Oktober 2014 auf einen Heimsieg. "Wir sind stehengeblieben. Wir haben nicht verloren, aber nur einen Punkt geholt", resümierte Fürths Trainer Frank Kramer enttäuscht.

Nach zwei Siegen zum Start ins neue Jahr musste Erzgebirge Aue gegen Darmstadt einen Rückschlag im Abstiegskampf hinnehmen. Jerome Gondorf erzielte in der 83. Minute das späte Siegtor für die Gäste. Aue verlor kurz vor Schluss auch noch Abwehrspieler Nils Miatke mit einer Gelb-Roten Karte nach wiederholtem Foulspiel. "Wir müssen das schlucken und hart weiterarbeiten", kommentierte Aues Trainer Tomislav Stepic nach der unglücklichen Niederlage.

ins/mka/DPA / DPA

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