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Christoph Kramer fällt aus: Löw muss gegen Irland auf nächsten Weltmeister verzichten

Bundestrainer Joachim Löw muss im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland erneut rotieren. Weltmeister Christoph Kramer fällt wegen einer Grippe aus. Karim Bellarabi hat indes eine Einsatzgarantie.

Christoph Kramer klagte schon gegen Polen über Grippe-Symptome

Christoph Kramer klagte schon gegen Polen über Grippe-Symptome

Ohne Christoph Kramer muss die deutsche Nationalelf im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland antreten. Der Mönchengladbacher leidet an einer Magen-Darm-Grippe und sollte noch am Montag aus dem Quartier der DFB-Elf abreisen, berichtete Bundestrainer Joachim Löw. Als Ersatz könnte der Hoffenheimer Sebastian Rudy neben Toni Kroos ins defensive Mittelfeld rücken. Es sei aber auch eine "offensivere Variante" möglich. Der Schalker Julian Draxler hofft in seinem Heimstadion auf einen Platz in der Startelf.

Dem Leverkusener Karim Bellarabi, der bei der bitteren 0:2-Niederlage in Polen ein ordentliches Debüt in der Nationalelf gefeiert hatte, gab Löw für die Partie gegen Irland an diesem Dienstag (20.45 Uhr/RTL) in Gelsenkirchen eine Einsatzgarantie von Beginn an. Auch die Jung-Nationalspieler Antonio Rüdiger (bisher drei Länderspiele) und Erik Durm (vier) sind als Außenverteidiger erneut gesetzt. "Im Moment sind sie die erste Option", sagte Löw, der trotz einer langen Ausfall-Liste keinen Spieler nachnominieren wird.

Neben dem neuen Kapitän Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira, Benedikt Höwedes und Mesut Özil ist Kramer der fünfte Weltmeister auf den Löw verzichten muss. Philipp Lahm, Per Mertesacker und Miroslav Klose hatten ihre Karriere in der Nationalelf beendet. Kevin Großkreutz wurde für die Länderspiele gegen Polen und Irland nicht nominiert.

Stimmung vor dem Irland-Spiel gut

Löw hat sich das Polen-Spiel nochmals in der Aufzeichnung angesehen. "Konsequenz im Abschluss ist noch mal das Thema mit der Mannschaft", betonte der Freiburger: "Die Spielanlage war absolut in Ordnung." Die Stimmung im Team sei nicht schlecht, "sie ist gut", berichtete der entspannt wirkende Chefcoach aus dem Quartier des Weltmeisters. Seine Spieler seien heiß auf Irland. "Wut ist vielleicht das falsche Wort. Aber wir haben den Vorsatz, dass wir gegen Irland unbedingt die drei Punkte einfahren wollen." Zwei Pflichtspielniederlagen nacheinander gab es unter Löw noch nie.

"Jetzt müssen wir einfach die Tabellensituation mit einem Sieg gegen Irland wieder in positiveres Licht rücken", sagte Thomas Müller vor seinem 60. Länderspiel. "Das geht allerdings nur, wenn wir Tore erzielen. Da müssen wir das Ding noch mehr erzwingen", ergänzte der Münchner Torjäger. Derzeit liegt die DFB-Auswahl mit drei Punkten in der EM-Qualifikationsgruppe D hinter Polen und Irland (je sechs Zähler) sowie Schottland (drei Punkte) nur auf Rang vier. "Wir können eine Kopie des Polen-Spiels erwarten", kündigte Löw an. Die Iren würden mit einer kompakten Defensive und Konterversuchen ihre Chance suchen, glaubt der Bundestrainer.

tob/DPA / DPA

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