"Quick Nick" Heidfelds letzte Bewährungschance?


Um die vorderen Plätze wird er nicht mitfahren, vielmehr ist er froh, überhaupt dabei zu sein: Nick Heidfeld will sich mit guten Leistungen im Jordan-Team für ein Top-Team empfehlen.

Heidfelds Karriere stand lange auf Messers Schneide. Sein Vertrag mit dem Schweizer Peter Sauber war nach dreijähriger Zusammenarbeit nicht verlängert worden. Erst in letzter Minute hat sich Nick Heidfeld einen Platz in der Formel 1 gesichert. Beim Jordan-Team. "Ein Riesenstein ist mir da vom Herzen gefallen. Es war eine schwierige Zeit, auch voller Selbstzweifel", blickte der Mönchengladbacher auf die schwierige Zeit zurück.

Saison als Gradmesser

"Ich wollte unbedingt in der Formel 1 bleiben. Hätte es bei Jordan nicht geklappt, hätte ich versucht, einen Platz als Testfahrer zu bekommen oder ein Cockpit für 2005", sagte "Quick Nick". Für den Fachabiturienten, der sich gerne den Film "Drei Engel für Charlie" anschaut, wird die Saison 2004 deshalb zum Gradmesser. Einst galt er als Mercedes-Junior und McLaren-Testpilot als Mann mit großer Zukunft. In seinem fünften Formel-1-Jahr steht er jedoch unter enormem Druck. Er muss sich und vor allem den anderen Teams etwas beweisen.

Einmal Dritter Platz

Als Achtjähriger begann Heidfeld seine Motorsport- Karriere im Kart. Über Nachwuchsserien kam er in die Formel 3000, wurde im Jahr 1999 Meister und heuerte als Testfahrer bei McLaren- Mercedes an. 67 Formel-1-Rennen hat der Mönchengladbacher seit seinem Debüt 2000 in Australien im Prost-Team gefahren. 25 WM-Punkte hat er in dieser Zeit gesammelt. Nur ein einziges Mal in seiner Karriere stand er als Dritter beim Großen Preis von Brasilien 2001 auf dem Podium. Für den letztjährigen WM-14. wird es schwer, beim kleinen Jordan-Team eine Top-Platzierung herauszufahren.

"Andere Werkteams ärgern"

Der WM-Siebte des Jahres 2001 will im Jordan-Ford mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen und sich endlich für ein Top- Team empfehlen

"Prognosen sind immer schwer abzugeben und dass keiner von uns erwartet, die großen Vier, also Ferrari, Williams, McLaren und Renault zu überholen, ist klar. Aber so wie ich die Dinge sehe, könnte ich mir vorstellen, die anderen Werksteams ärgern zu können und unter den "Privatiers" einen Spitzenplatz einzunehmen. Das muss das Saisonziel sein", kündigte er an. Auch bei Jordan steht er wieder am Scheideweg.

Volker Gundrum

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker