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Helmut Marko: Formel 1: Red-Bull-Motorsportberater wollte Fahrer bewusst mit Corona infizieren

Was tun, wenn Rennen abgesagt werden und die Fahrer nicht auf die Strecke können? Red-Bull-Racing-Motorsportberater Helmut Marko hatte da eine ziemlich klare Idee.

Alexander Albon und Max Verstappen

Alexander Albon und Max Verstappen (r.) sind die diesjährigen Fahrer des Formel-1-Teams von Red Bull Racing

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Genau wie die Fußball-Bundesliga und viele weitere Sportevents liegt derzeit auch die Formel-1-Weltmeisterschaft auf Eis – und das, noch bevor sie wirklich beginnen konnte. Zum Auftaktrennen in Australien war man zwar noch angereist, musste dann jedoch zunächst nur ein Team im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Rennen nehmen (bei McLaren war ein Team-Mitglied positiv auf Covid-19 getestet worden) und schließlich das ganze Rennwochenende abblasen. Inzwischen sind die ersten acht Rennen der Saison abgesagt beziehungsweise verschoben worden.

Einer, der darin anscheinend eine Chance sah, ist Helmut Marko. Der Österreicher ist Motorsportberater bei Red-Bull-Racing und bekannt dafür, eine recht harte Kante zu fahren. In einem Interview mit "ORF1-Sport am Sonntag" erzählte der 76-Jährige nun, er habe seinem Team einen etwas kontroversen Vorschlag gemacht: alle Fahrer und Juniorenfahrer von Red Bull und dem Schwesterteam Alpha Tauri bewusst mit dem Coronavirus infizieren zu lassen. 

Helmut Marko

Helmut Marko ist Motorsportberater bei Red Bull Racing

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Kein Zuspruch für Marko im Team

"Wir haben vier Formel-1-Fahrer, wir haben acht oder zehn Junioren, und die Idee war, dass wir ein Camp veranstalten, wo wir geistig, körperlich diese doch etwas tote Zeit überbrücken", so Marko im Videointerview. Die Piloten seien "alles junge, starke, in wirklich guter Gesundheit befindliche Männer", die später dann, "wann immer es los geht", für eine "wahrscheinlich sehr harte Weltmeisterschaft" gerüstet gewesen wären.

Wenig überraschend sei er mit seinem Vorschlag nicht unbedingt auf große Zustimmung im Team gestoßen: "Sagen wir so: Es ist nicht positiv aufgenommen worden." 

Die Verantwortlichen der Formel 1 haben inzwischen sogar die Sommerpause vorgezogen, eine Phase, in der es Teams nicht erlaubt ist, an den Autos zu arbeiten. Stattdessen nutzen die Fabriken einiger Teams ihre Ressourcen derzeit dafür, Beatmungsgeräte für Coronapatienten zu bauen.

jgs / DPA

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