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Formel 1 Freies Training in Suzuka - Vettel mit Unfall, Button mit Bestzeit


Beim freien Training in Suzuka verließ Sebastian Vettel unfreiwillig die Strecke und kollidierte mit der Streckenbegrenzung. Sein letzter verbliebener Rivale um den WM-Titel, Jenson Button, fuhr Bestzeit.

WM-Spitzenreiter Sebastian Vettel hatte in der letzten Runde des ersten freien Trainings in Suzuka sein Auto nicht unter Kontrolle und musste es im Kiesbett abstellen. "Es war ein unnötiger Fehler. Das war ein ganz gutes Wachrütteln für das Wochenende", so Vettel. McLaren-Pilot Jenson Button fuhr unterdessen beide Male Bestzeit.

Vettel in Sorge, Button vorn

Aus Sorge um seinen Wagen hatte Vettel nach seinem Unfall den japanischen Bergungskräften versucht, Anweisungen zu geben. "Ich wollte ihm nur sagen, dass das Auto nicht an den Traktor drankommt. Ich war ein bisschen erhitzt in dem Moment", berichtete Vettel. Letzlich war seine Sorge unbegründet, der Wagen war nur leicht beschädigt und Vettel konnte mit ihm ins zweite Training gehen.

Wie im ersten Training schaffte er auch im zweiten Lauf wieder die drittbeste Zeit. Erster wurde beide Male Jenson Button, der bei seiner schnellsten Runde 0,194 schneller war als Vettel und die Strecke in 1:31,901 Minuten bewältigte. Zweiter wurde Ferrari-Pilot Fernando Alonso mit 0,174 Sekunden Rückstand auf Button. Der gab sich zurückhaltend: "Ich denke, Red Bull hat immer noch das Auto, das es zu schlagen gilt."

Der McLaren-Pilot hat als einziger noch die Chance, Vettel den WM-Titel zu entreißen. Gewinnt  Button das fünftletzte Saisonrennen am Sonntag, darf sich Vettel keinen erneuten Ausrutscher leisten. Sonst müsste Vettel seine WM-Party erneut verschieben. Ein Punkt fehlt ihm noch zum zweiten Titel. "Wir haben einen guten Lauf, aber es gibt keine Garantien. Deshalb müssen wir alle Chancen nutzen", hatte Vettel schon vorher gewarnt.

Resultate der weiteren Deutschen

Zweitbester Deutscher hinter Vettel im Training war Michael Schumacher. Er belegte Rang sechs. Direkt hinter ihm platzierte sich Nico Rosberg im zweiten Mercedes. "Ein ordentlicher erster Tag für uns auf dieser so fordernden Strecke", sagte Motorsportchef Norbert Haug. Adrian Sutil fuhr im Force India auf Platz zwölf. Timo Glock belegte im Marussia-Virgin den 19. Rang. Force-India-Ersatzfahrer Nico Hülkenberg war bei seinem Einsatz am Vormittag mit Rang zwölf schneller als Stammfahrer Paul di Resta.

Hülkenberg hofft ebenso wie Sutil noch auf einen Vertrag beim indischen Rennstall für 2012. Sutil setzt sein Vertrauen in Teamchef Vijay Mallya. "Ich denke, wir werden auf beiden Seiten fair sein und es nicht bis zum letzten Zeitpunkt offen lassen. Deswegen mache ich mir nicht großartig Sorgen", so Sutil. Mallya hatte mehrfach betont, erst nach der Saison über die Fahrerverträge für 2012 verhandeln zu wollen. Mit Nachdruck dementierte er am Freitag Gerüchte, er wolle das Team verkaufen. Sutil versicherte: “Ich habe schon ein gutes Gefühl."

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