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Formel 1: Kubica droht nach schwerem Unfall Karriere-Aus

Knochenbrüche und innere Verletzungen: Nach seinem schweren Unfall bei einer Auto-Rallye in Italien droht dem Formel-1-Piloten Robert Kubica das Ende der Karriere. Seine rechte Hand soll so schwer verletzt sein, dass sogar eine Amputation gedroht habe.

Formel-1-Pilot Robert Kubica muss nach einem schweren Rallye-Unfall in der Nähe von Genua um die Fortsetzung seiner Rennfahrer-Karriere fürchten. Eine Amputation der rechten Hand, wie zunächst vermutet, droht allerdings nicht mehr. Dies berichtete die Online-Ausgabe der "Gazzetta dello Sport" am Sonntagabend. "Die Chirurgen versuchen derzeit, die Funktionsfähigkeit der rechten Hand wiederherzustellen", sagte sein Manager Daniele Morelli. Die Knochenbrüche des Lotus-Renault-Fahrers seien bereits behoben, nun kümmerten sich die Ärzte in einer Klinik in di Pietra Ligure um die verletzte Muskulatur.

Der polnische Rennfahrer war bei der "Ronde di Andora" am Steuer eines Skoda Fabia 2000 in der Gemeinde San Lorenzo auf nassem Asphalt ins Schleudern geraten und gegen eine Leitplanke gekracht. Diese bohrte sich in das Auto. Der Wagen schleuderte anschließend weiter und prallte mit hoher Geschwindigkeit gegen die Mauer einer Kirche. Die Polizei beschlagnahmte wie üblich in solchen Fällen das Auto, um es zu untersuchen. Die Rallye mit 115 Fahrern wurde unterbrochen. Während sein Co-Pilot Jakub Gerber unverletzt aus dem Auto stieg, erlitt Kubica schwere Verletzungen. Rettungskräfte mussten den Polen aus dem Auto schneiden. Anschließend wurde er mit dem Hubschrauber ins Krankenhaus Santa Corona nach di Pietra Ligure gebracht. Kubica sei die ganze Zeit bei Bewusstsein gewesen, hieß es.

Schwerer Unfall vor drei Jahren


Noch am vergangenen Donnerstag hatte Kubica in Valencia zum Abschluss der ersten Formel-1-Testfahrten des Jahres die Bestzeit gefahren. Er und Lotus Renault gelten als Geheimtipp für die kommende Weltmeisterschaft. Die nächsten Tests sind vom Donnerstag an in Jerez vorgesehen.

Der Pole gab am 6. August 2006 in Ungarn sein Debüt in der Formel 1 in einem BMW-Sauber als Teamkollege von Nick Heidfeld. Am 10. Juni 2007 überlebte er wie durch ein Wunder einen der spektakulärsten Formel-1-Crashs seit Jahren: Beim Grand Prix von Kanada in Montréal flog er im BMW-Sauber ab und überschlug sich mehrmals. Sein Auto wurde komplett zerstört, er blieb fast ohne Blessuren. Ein Jahr später holte er an gleicher Stätte im BMW-Sauber seinen ersten und bisher einzigen Grand-Prix-Sieg.

Nachfolge ist offen


Wer ihn bei Lotus-Renault vorerst ersetzt, ist noch offen. Als Ersatzfahrer stehen der Franzose Romain Grosjean und der Brasilianer Bruno Senna zur Verfügung. Stammpilot neben Kubica ist der Russe Witali Petrow. Im vergangenen Jahr hatten sich die deutschen Fahrer Adrian Sutil, Nico Hülkenberg und Heidfeld Hoffnungen gemacht, Petrow bei Lotus Renault zu ersetzen.

Bernhard Krieger und Claas Hennig/DPA / DPA

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