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Formel 1: Lewis Hamilton führt nach zweitem Training - Schumacher auf Rang zwei

Bei Red Bull gibt es weiter Probleme. Im freien Training zum Großen Preis von Malaysia sorgt die Balance für Schwierigkeiten, der Bolide gibt dem Team Rätsel auf. Weiter stark präsentierte sich McLaren. Lewis Hamilton landete auf Rang eins, dahinter folgte Michael Schumacher. Allerdings gibt es Diskussionen um den F-Schacht.

Wieder ein McLaren an der Spitze, aber diesmal war Michael Schumacher der erste Verfolger. Beim ersten Abtasten vor dem Großen Preis von Malaysia im schwülheißen Sepang musste sich der siebenmalige Weltmeister in der Tagesabrechnung einzig Lewis Hamilton geschlagen geben, der in 1:38,187 Minuten auf Platz eins fuhr.

Titelverteidiger Sebastian Vettel (1:39,402) konnte seinen zweiten Platz vom Morgen bei der zweiten anderthalbstündigen Session nicht verteidigen. "Wenn man auf die Zeitenliste schaut, wären wir gerne ein bisschen weiter oben gewesen", räumte der Formel-1-Doppelweltmeister ein.

Nachdem Vettel bei seiner schnellsten Runde im ersten Freien Training 1:38,535 Minuten für den 5,543 Kilometer langen Kurs gebraucht hatte, war der Heppenheimer am Nachmittag fast eine Sekunde langsamer und landete auf Rang zehn. Auf die Tausendstelsekunde genau die Vettel-Zeit vom Morgen fuhr hingegen Auftaktsieger und WM-Spitzenreiter Jenson Button (Platz drei) in der zweiten Einheit. "Die McLarens sind wieder sehr stark", betonte Red-Bull-Teamchef Christian Horner.

Schwierigkeiten bei Red Bull

Schon in Melbourne hatte sein Star-Pilot über Schwierigkeiten mit der Balance seines neuen Wagens geklagt. Ganz gelöst sind diese immer noch nicht. "Das Problem ist immer noch da", gab Vettel zu. "Das liegt bei uns daran, dass wir das Auto noch nicht optimal verstehen", meinte Red Bulls Motorsportdirektor und Ex-Pilot Helmut Marko. "Jetzt ist es an uns, das Auto für Samstag zu verbessern", sagte Vettel, der sich in Malaysia nur allzu gern die WM-Führung zurückerobern würde.

Nach den Siegen 2010 und 2011 könnte er mit einem weiteren Erfolg an diesem Sonntag sogar den Hattrick auf dem anspruchsvollen Kurs schaffen. Nach Startrang sechs in Australien hadert die Red-Bull-Crew allerdings weiter über die Qualifikationsleistung des RB8. "Es hängt an der einen Runde", sagte Marko.

Bei Mercedes war zuletzt das Gegenteil der Fall, zumal sich der Silberpfeil als Reifenfresser erwies. Mit seinem Auftritt bei einer Lufttemperatur von über 30 Grad und dem teilweise 47 Grad heißen Asphalt weckte Schumacher zwar erneut Hoffnungen auf einen vorderen Startplatz wie Rang vier in Melbourne. Überbewerten wollte er den zweiten Trainingsplatz am Nachmittag und damit auch in der Endabrechnung nicht: "Was es wert ist, finden wir am Sonntag raus."

Schumacher übt sich im Zweck-Pessimismus

Ob es womöglich schon Samstag für seine erste Pole seit seiner Rückkehr in die Formel 1 vor gut zwei Jahren reicht? "Ich wäre nicht optimistisch genug, um das zu sagen. Realistisch gesehen kämpfen wir um Platz fünf", bekräftigte Schumacher. Allerdings deutete auch Teamkollege Nico Rosberg mit den Rängen drei und vier in den beiden Einheiten das Potenzial des Silberpfeils an, der bei der Konkurrenz jedoch weiter für Argwohn sorgt.

"Wahrscheinlich nicht", antwortete Red-Bull-Teamchef Horner auf die Frage, ob die Diskussionen um den geheimnisvollen Heckflügel beendet seien. Dort hat Mercedes einen sogenannten F-Schacht. Wie dieser genau funktioniert, weiß außer der Crew um Superhirn und Teamchef Ross Brawn offensichtlich kaum einer.

Daher will Red Bull eventuell noch eine weitere Klärung, obwohl die Konstruktion von Renndirektor Charlie Whiting bereits als legal eingestuft worden war. "Wir haben nichts getan, was einen Protest verdient", betonte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug.

sportal.de / sportal

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