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Formel1: Räikkönen gewinnt Großen Preis von Malaysia

Der Finne Kimi Räikkönen hat in seinem McLaren-Mercedes den zweiten Lauf zur Formel-1-WM gewonnen. Michael Schumacher wurde im Ferrari Sechster, sein Bruder Ralf im BMW-Williams Vierter.

Zweite Niederlage für Michael Schumacher, zweiter Sieg für die «Silberpfeile»: Der fünfmalige Formel-1-Weltmeister erlebte mit dem Ferrari beim Großen Preis von Malaysia als Sechster sein schlechtestes Ergebnis seit über anderthalb Jahren, während der Finne Kimi Räikkönen mit dem McLaren-Mercedes den ersten Sieg in seiner Formel-1-Karriere feierte. Die Ferrari-Ehre rettete der Brasilianer Rubens Barrichello, der auf dem Sepang International Circuit in der Nähe von Kuala Lumpur Platz zwei belegte.

Führung in der Gesamtwertung

Der Spanier Fernando Alonso, der mit seinem Renault die Qualifikation am Samstag gewonnen hatte, wurde Dritter. Räikkönen übernahm nach zwei Rennen auch die Führung in der Gesamtwertung vor seinem Teamkollegen David Coulthard. Der Sieger des Auftaktrennens in Melbourne war schon in der dritten Runde ausgeschieden.

Heidfeld holt einen Punkt

Als Gewinner des Wochenendes durfte sich auch Ralf Schumacher fühlen. Nach seiner verkorksten Qualifikation am Samstag fuhr der BMW-Williams-Pilot und Vorjahressieger vom 17. Startplatz nach einer fehlerfreien Vorstellung bis auf Rang vier vor. Er beendete damit das Krisengerede und stellte seinen kolumbianischen Teamkollegen Juan Pablo Montoya in den Schatten. Montoya wurde 12. Der Mönchengladbacher Sauber-Pilot Nick Heidfeld holte als Achter immerhin noch einen Zähler, der zweite Sauber-Fahrer Heinz-Harald Frentzen verpasste als Neunter nur knapp die Punkteränge.

Debakel für Michael Schumacher

Michael Schumacher erlebte indes in Sepang, wo er 2000 und 2001 erfolgreich war, sein schlechtestes Ergebnis seit seinem Ausfall am 29. Juli 2001 beim Großen Preis von Deutschland in Hockenheim. Bei 35 Grad Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit begann das Rennen für ihn wie vor einem Jahr mit einer Kollision unmittelbar nach dem Start. In einer Linkskurve versuchte der Kerpener, der von Startplatz drei ins Rennen gegangen war, den vor ihm liegenden Renault-Piloten Jarno Trulli zu überholen. Dabei kam es zur Berührung mit dem Wagen des Italieners. Beide Autos wurden beschädigt. Michael Schumacher fiel auf Platz zwölf zurück.

Strafe gegen Schumacher

In der vierten Runde fuhr er erstmals an die Box, um seinen Frontflügel auszutauschen und reihte sich als 14. in das Feld wieder ein. Die Rennleitung gab Schumacher die Schuld an dem Unfall und bestrafte ihn wegen «Verursachen einer vermeidbaren Kollision». In der neunten Runde musste der Titelverteidiger einmal durch die Boxengasse fahren, blieb aber auf Platz 14.

Räikkönen fehlerfrei

Zu diesem Zeitpunkt war David Coulthard längst nicht mehr im Rennen. Nach Problemen mit der Elektrik blieb der McLaren-Mercedes des Schotten in der dritten Runde stehen. Der Sieger des ersten WM- Laufes vor zwei Wochen in Australien musste zusehen, wie sein «Silberpfeil»-Kollege Räikkönen an der Spitze fuhr. In der 15. Runde übernahm der junge Finne die Führung und gab sie wegen eines Boxenstopps in der 20. Runde nur noch für zwei Runden an Barrichello ab. Räikkönen, der schon zwei Mal kurz vor einem Sieg gestanden hatte, fuhr absolut fehlerfrei und ließ der Konkurrenz keine Chance mehr. Im Ziel hatte er 39,2 Sekunden Vorsprung auf Barrichello. «Die letzten 20 Runden waren locker», sagte der Finne.

Minardi protestiert gegen den Krieg

Das «Hinterbänkler»-Team Minardi machte mit seinem Protest gegen den Irak-Krieg auf sich aufmerksam. Der Rennstall, der bis zum Vorjahr von der malaysischen Regierung gesponsert wurde, stattete die Wagen seiner Piloten Jos Verstappen und Justin Wilson mit Aufklebern mit dem Slogan «Malaysia for Peace» aus.

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