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Cooler Move: Araberin dreht Ehrenrunde in Formel-1-Wagen, um neues Gesetz in Saudi-Arabien zu feiern

Seit dem 24. Juni dürfen in Saudi-Arabien Frauen allein Auto fahren. Zur Feier des Tages setzte sich die Rennfahrerin Aseel al Hamad auf der Rennstrecke im französischen Le Castellet hinter das Steuer eines Formel-1-Wagens.

Sie war schon immer begeistert vom Rennsport: Aseel Al-Hamad aus Saudi-Arabien

Sie war schon immer begeistert vom Rennsport: Aseel al Hamad aus Saudi-Arabien

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Es war eine besondere Geste, mit der die Saudi-Araberin Aseel al Hamad das neue Gesetz ihres Heimatlandes feierte, laut dem einheimische Frauen seit dem 24. Juni einen Führerschein machen und allein Auto fahren dürfen. Die junge Frau, die schon immer für den Motorsport brannte, setzte sich vor dem Formel-1-Rennen im französischen Le Castellet ans Steuer eines Lotus Renault E20 und absolvierte eine Ehrenrunde auf der Rennstrecke.

Bei dem Rennwagen handelt es sich um das Auto, mit dem Kimi Räikkönen im Jahr 2012 den Grand Prix in Abu Dhabi gewann. Al Hamad ist selbst eine talentierte Rennfahrerin und das erste weibliche Mitglied des saudi-arabischen Motorsport-Verbands. Es ist geradezu absurd, dass sie in ihrem Heimatland bisher keinen Führerschein hätte machen dürfen. Umso begeisterter reagierte sie auf das gerade verabschiedete Gesetz von König Salman, nach dem in Saudi-Arabien nun endlich auch Frauen die Fahrprüfung ablegen und sich hinters Steuer setzen dürfen.

Aseel al Hamad weiß, dass sie verhältnismäßig privilegiert ist: Sie gilt als die erste Frau in Saudi-Arabien, die einen Ferrari besaß. Aber sie musste immer hart für ihren Traum, im Rennsport Fuß zu fassen, kämpfen und viele Hindernisse überwinden. Ihr ist klar, dass sie mit ihrem Lebensstil und ihrer Berufswahl viele konservative Landsleute vor den Kopf stößt.

"Ich habe das Rennfahren und den Motorsport schon von klein auf geliebt, und jetzt einen Formel-1-Wagen zu fahren, übertrifft alle meine Träume und meine Hoffnungen auf das, was mir möglich sein würde", sagte sie nach ihrer Ehrenrunde in Frankreich sichtlich bewegt. "Ich hoffe, dass ich mit meiner Fahrt an dem Tag, an dem Frauen endlich in den Straßen Saudi-Arabiens fahren dürfen, zeigen kann, was sie erreichen können, wenn sie sich ihre Leidenschaft bewahren und sich nicht vom Träumen abbringen lassen."

Auch das Renault-Team, das die Aktion zusammen mit Aseel al Hamad möglich gemacht hatte, war bewegt von der Begeisterung der jungen Fahrerin. "Es war ein Privileg, mit ihr die Leidenschaft für den Motorsport zu feiern, an einem so  wichtigen Tag wie diesem."

wt

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