HOME

GP von Belgien: Sebastian Vettel dominiert und siegt in Spa

Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Belgien gewonnen. Der deutsche Formel-1-Weltmeister legte fast einen Start-Ziel-Sieg hin. In der Gesamtwertung hat er nun einen neuen Verfolger.

Sebastian Vettel hat mit einer meisterhaften Leistung gleich im ersten Rennen nach der Sommerpause für klare Verhältnisse gesorgt und einen weiteren großen Schritt zum vierten Titeltriumph in Serie gemacht. Der Red-Bull-Pilot schnappte sich am Sonntag beim Großen Preis von Belgien nach nur wenigen Metern schon Pole-Mann Lewis Hamilton und fuhr anschließend in fast schon beängstigender Manier den 31. Sieg seiner Karriere heraus. "Gute Arbeit Jungs, danke, der Wagen war absolut fantastisch. Das Auto war so toll zu fahren", jubelte Vettel.

Mit dem fünften Erfolg in der Formel-1-Saison 2013 baute er seine Gesamtführung weiter aus, zumal sein bis dato schärfster Verfolger Kimi Räikkönen im Lotus von einem Bremsdefekt jäh gestoppt wurde und komplett leer ausging. Hamilton konnte nach seiner vierten Pole in Serie zumindest noch Platz drei retten. Vor den Briten im Silberpfeil schob sich nach einer starken Aufholjagd Ferrari-Star Fernando Alonso. Hamiltons Mercedes-Teamkollege Nico Rosberg verpasste als Vierter das Podium.

Wenig Spannung in Spa

Force-India-Pilot Adrian Sutil holte als Neunter noch zwei Punkte, Sauber-Mann Nico Hülkenberg beendete das Rennen nur auf Position 13.

Vor dem zwölften Grand Prix der Saison in zwei Wochen im Ferrari-Land Monza hat Vettel mit 197 Zählern nun 46 Punkte Vorsprung auf Alonso. Der neue WM-Dritte Hamilton hat 139 Zähler auf seinem Konto.

Vettel setzte gleich in der ersten Runde ein Ausrufezeichen. Am Ausgang der berühmt-berüchtigten Eau Rouge überholte der 26-Jährige den Briten Hamilton, der sich tags zuvor seine vierte Pole Position in Serie gesichert hatte. Hinter dem Duo ordnete sich im zweiten Mercedes Rosberg ein. Vorjahressieger Jenson Button im McLaren und Alonso kamen gleich dahinter.

Ein Jahr nach dem Horrorcrash zu Beginn, den Lotus-Mann Romain Grosjean mit einer sinnlosen Attacke gegen Hamilton verursacht hatte, blieb es diesmal glücklicherweise ruhig. Wie allerdings das gesamte Rennen eher wenige aufregende Momente bot.

Rückschlag für Räikkönen

Denn auf der Jagd nach seinem 31. Grand-Prix-Sieg und den 25 Punkten lief für Vettel alles nach Plan. An der Spitze des Feldes baute der Heppenheimer seine Führung aus. Hamilton und der auf Rang drei vorgerückte Alonso hatten auf dem mit 7,004 Kilometer längsten Kurs des Formel-1-Kalenders nur das Nachsehen. Eine starke Leistung des Ferrari-Mannes, der von Position neun gestartet war.

Vorneweg aber fuhr Vettel, der die Marke von 2000 Führungsrunden auf dem Ardennen-Kurs durchbrach. In Runde 15 kam Vettel auf trockener Piste zu seinem ersten Stopp an die Box. Der Red-Bull-Pilot brauchte nur kurz, um sich vor Button und Alonso wieder an die Spitze des Feldes zu setzen. Die Dominanz des Deutschen erinnerte stark an 2011, als er seinen zuvor einzigen Erfolg in Spa-Francorchamps gefeiert hatte.

Einen herben Rückschlag im Titelrennen erlitt hingegen Belgien-Experte Räikkönen. Der viermalige Sieger in den Ardennen musste nach 26 Runden seinen Lotus abstellen. "Ich habe keine Bremse mehr, ich komme an die Box", hatte der vor dem Grand Prix Zweite der WM-Wertung an seine Crew gefunkt. Damit riss auch eine historische Serie des Finnen, der zuvor bei 27 Rennen nacheinander in den Punkterängen gelandet war.

Vettel unbeirrt

Und was machte Vettel? Der dreimalige WM-Champion kam in Umlauf 31 zum zweiten Mal an die Box, drehte beim ersten Lauf nach der vierwöchigen Sommerpause unbeirrt Runde um Runde und ließ seine Konkurrenten weiter alt aussehen. Alonso, Hamilton und Rosberg gaben ihr Bestes, den Rückstand nicht größer werden zu lassen.

Erst kurz vor Schluss verhieß das für sein wechselhaftes Wetter fast schon gefürchtete Rennen in Spa nochmal richtig Spannung, als die Wolken zuzogen und Regen verhießen. Vettel störte das nicht groß, er fuhr im Red Bull meisterhaft zum Sieg.

tkr/Jens Marx/Martin Moravec/DPA / DPA

Wissenscommunity