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Großer Preis von Monaco: Sphinx Mosley besucht den Zirkus

Der Formel-1-Zirkus gastiert in Monaco, der Brutstätte von schrillem Klischee, von Models und Millionen. Hier jagt eine Party die nächste, die PR-Maschinerie stampft Event auf Event aus dem Boden. Mittendrin: Ein einsamer Mann, dessen Lächeln nur noch Maske ist.

Von Elmar Brümmer, Monte Carlo

Die Schattenseiten von Monte Carlo hat Max Mosley, der durch ein Sadomaso-Video im Formel-1-Tempo vom ehrbaren FIA-Präsidenten zum Prügelknaben wurde, auf seinem Weg ins Fahrerlager am Hafenkai im Stechschritt passiert: Den Stand der nächtlichen Armenküche ebenso wie den Tabledance-Schuppen auf Höhe des schicken Pavillons, in dem der Automobilweltverband während des Großen Preises von Monaco residiert.

Hinter getöntem Glas tobt der Vorwahlkampf des schlagfertigen Funktionärs, der am 3. Juni vor der Vollversammlung der FIA in Paris die Vertrauensfrage stellt. Im Prinzip ist Mosley privat am Quai Albert 1er, die offizielle Vertretung beim Rennen hat sein italienischer Stellvertreter Marco Picinini übernommen, nachdem das Fürstenhaus auf offizielle Begegnungen mit dem obersten Motorsport-Lenker keinen gesteigerten Wert legt.

Mosley ganz alleine

Auch die meisten Teamchefs der Formel 1 haben, mit Ausnahme von Gerhard Berger, der eine öffentliche Ehrenerklärung für den gestrauchelten FIA-Boss abgegeben hat, sich Zurückhaltung verordnet. Dabei ist es gar nicht so einfach, sich im Fürstentum aus dem Weg zu gehen, schon gar nicht in dem Areal, dass durch 33 Kilometer Leitplanken eingekesselt ist.

Mosley, ein Bürger Monacos, ging seinen schwersten öffentlichen Gang 13 Minuten vor Beginn des ersten Trainings, das in Monte Carlo traditionell am Donnerstag stattfindet - und damit allen aus dem Weg. Sein Sphinx-Lächeln wirkte dabei seltsam maskenhaft, und FIA-Sprecher Richard Woods wich wie ein Bodyguard nicht von der Seite seines Herrn. Die Fotografen hatten das erste VIP-Motiv des Wochenendes, wenn auch das hoch zugeknöpfte rosa Hemd die Szene etwas blass wirken ließ.

Maximale Party-Stimmung

Trotzdem darf MM als einer der größten Showmänner der Branche gelten. Und auch das ist nicht leicht bei diesem Rennen, dass einen Luftsprung per Helikopter von Cannes entfernt ist. Die Entourage des Filmfestivals, angeführt von Indiana-Jones-Regisseur George Lucas, hält Monte Carlo vermutlich für Realität.

Aber der als Rennen getarnte Schleichverkehr zwischen den ehemaligen Piratenfelsen entpuppt sich auch nur als schriller Tag im Klischee: Einmal im Jahr ist die Formel 1 so, wie sie sich alle vorstellen. Wo es bei den Rennwagen um den höchstmöglichen Abtrieb (die Bodenhaftung) geht, herrscht nach der großen Dröhnung für den Rest des Tages der maximale Auftrieb.

Alles dreht sich nur ums Geld

Die Piloten, die sich bei 99 Prozent Regenwahrscheinlichkeit beim Grand Prix auf das schwierigste Rennen des Jahres vorzubereiten haben, müssen die innere Balance wahren. Kein Rennstall, kein Sponsor, der sie nicht als lebendige Kulisse auf Empfängen und Partys herumschieben möchte.

Die traditionelle Boss-Party am Donnerstag bekam durch den Auflauf auf dem Schiff des indischen Teamchefs Villay Mallya Konkurrenz. Die Yacht des Mallya-därs hält die Pole-Position im Hafen, obgleich sein Team sportlich gegensätzlich am Ende des Feldes rangiert. Schein und Sein verschwimmen.

Der Freitag macht seinem Namen keine Ehre, außer dass Trainingsfrei ist. Lewis Hamilton, derzeit der begehrteste Pilot in der PR-Weltmeisterschaft, hat sich kaum von seinem peinlichen Theaterauftritt in Istanbul erholt, wo man ihn im silbernen Rennanzug in eine Troja-Inszenierung einschweben ließ und die Sicherungsseile seine Rolle als Marionette versinnbildlichten, da muss er schon wieder ran.

Diamanten auf dem Helm

Dass er und sein finnischer Teamkollege Heikki Kovalainen mit echten Diamanten auf dem Helm in den rasenden Stadtverkehr müssen, ist ja noch ein glitzernder Gedanke ohne großen Aufwand. Aber beide Piloten von McLaren-Mercedes haben sich am freien Tag von Monte Carlo auch moralisch gefestigt zu zeigen.

Hamilton stellt sich am Morgen im Beach Plaza Hotel zusammen mit Ex-Weltmeister Mika Häkkinen als Botschafter in den Dienst des Programms „Verantwortungsvoll trinken“, das praktischer Weise von einer Whisky-Destillerie bezahlt wird. Nur den Slogan „Lauf weiter...“ möchte der WM-Zweite und Trainingsschnellste garantiert nicht wörtlich nehmen. Heikki Kovalainen darf nachmittags das Segelschiff Pangaea (griechisch: Alles ein Land) entern, das auf eine vierjährige Expedition im Auftrag der Nachhaltigkeit geht. Monaco, Heimathafen aller Gutmenschen.

Schumi ganz relaxed

Ein Abenteuer anderer Art lockt am Freitagabend in der Amber Lounge, dem temporären Modetreffpunkt der Formel 1 - organisiert von Sonia Irvine, der Schwester des ehemaligen irischen Ferrari-Piloten. Sie peppt ihren kostenpflichtigen Lounge-Abend mit einer Fashionshow auf. Vorgeführt wird die erste Kollektion von Bernie Ecclestones Tochter Petra, zum Wohle der von Elton John ins Leben gerufenen Aids-Stiftung treten auch Rennfahrer und deren Gefährtinnen als Models auf. Nico Rosberg und Adrian Sutil, die stets eine gute Figur und Frisur machen, marschieren mit ins Scheinwerferlicht.

Und dann war da noch der siebenfache Formel-1-Weltmeister, der ganz unbemerkt am frühen Freitag durch Monte Carlo schritt, auf dem Weg zu einer Sitzung der FIA-Foundation, die sich um die Sicherheit der Autofahrer kümmert. Michael Schumacher - wenigstens einer, der es Ernst nimmt.

Wissenscommunity

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(