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MOTORSPORT: Ferrari-Patriarch Giovanni Agnelli wird 80

Wenn Giovanni Agnelli seine Stimme erhebt - dann zittern, trotz seiner 80 Jahre, in Rom noch heute die Regierungen.

Niemand außer dem Papst kann in Italien eine derartige Autorität beanspruchen wie Giovanni Agnelli. »Wer zu Agnelli geht, muss einen Kniefall machen«. Das musste selbst Medienmilliardär Silvio Berlusconi einmal in aller Ehrfurcht einräumen. Wenn der Fiat- Ehrenpräsident mit den schlohweißen Haaren und dem zerfurchten Gesicht seine Stimme erhebt - dann zittern in Rom noch heute die Regierungen.

Erst Playboy und Frauenheld, dann Firmenchef und Patriarch - und jetzt auch noch, fast verehrt vom Volk und den eigenen Angestellten. Kein anderer zwischen Mailand und Palermo kann auf einen solchen Reichtum, solche Machtfülle, einen derartigen Erfolg und ein derart prall gefülltes Leben zurückblicken. Doch wenn der »Avvocato« und Enkel des Firmengründers am Montag (12. März) 80 Jahre alt wird - dann liegt ein dunkler Schatten auf dem Geburtstag.

Familien-Fluch?

Erst kürzlich schied der einzige Sohn Edoardo (46) auf mysteriöse Weise aus dem Leben. Der Verkauf der Fiat-Autos ist ins Stocken geraten. Und dann ist da immer noch das quälende Problem, endlich wieder einen aus dem Familienclan für die Firmenspitze zu finden. »Familien-Fluch wie bei den Kennedys«, titelten italienische Zeitungen in Balkenlettern, als »Aussteiger« Edoardo im November unter der »Selbstmörder-Brücke« bei Turin mit zertrümmerten Schädel gefunden wurde. Statt für Autos hatte er sich für fernöstliche Religionen interessiert.

Es war der bislang letzte Schicksalschlag, die die gut 100-jährige Autodynastie aus Turin geradezu magisch anzuziehen scheint. Erst 1997 starb Giovanni Alberto, Neffe des »Avvocato« und designierter Firmenchef - ein heimtückisches Krebsleiden hatte den 33-Jährigen innerhalb weniger Monate hingerafft. So werden denn die 220 000 Fiat- Beschäftigen seit dem Rückzug des »Alten« vor fünf Jahren von »Familien-Fremden« geführt - was das Haus Agnelli als unnatürliche Prüfung des Schicksal ansieht.

»Ich hatte nicht die leiseste Ahnung, wie ein Auto produziert wird«, bekannte der Patriarch einmal. Bevor er zum Industriellen-Idol aufstieg, machte er in den 50er und 60er Jahren als Liebhaber schneller Autos, schöner Frauen und als Liebling des internationalen Jet-Set Karriere. »Ich spreche nicht gerne über Frauen, ich spreche gerne mit ihnen.« Solche Bonmots liebte er. Seine Yacht zählte zu den größten und luxuriösesten an der Cote d'Azur, seine Liaison mit Anita Ekberg begann auf dem Sonnendeck derselben - und an der Cote d'Azur endete auch die wilden Jahre des »Gianni« (Hänschen) Agnelli; durch einen Unfall.

Vom Playboy zum Geschäftsmann

Ein schweres Autounglück zertrümmerte ihm 1952 den Fuß (seitdem trägt er eine Teilprothese), ein Jahr später heiratete er die Halbamerikanerin Prinzessin Marella Caracciolo di Castagneto - und begann sich zielstrebig auf den Firmenvorsitz vorzubereiten. 1966 rückte er zum Präsidenten auf - schwere Jahre standen ihm bevor.

Bald begannen die Jahre des Terrorismus, das größte italienischen Privatunternehmen wurde zur Zielscheibe der Linken, autonome Gruppen versuchten das Unternehmen von innen heraus lahmzulegen. Der zum nüchternen Geschäftsmann mutierte Playboy begann, das patriarchisch geführte Unternehmen in einen modernen, diversifizierten Multi- Konzern umzubauen. Die Zahl der Mitarbeiter wurde drastisch verringert, neue Produktionen in Lateinamerika und Osteuropa wurden aus dem Boden gestampft, das klassische Pkw-Geschäft machte bald nur 40 Prozent des Gruppenumsatzes aus.

Heute widmet sich der Senator auf Lebenszeit vornehmlich anderen Problemen: Wenn Formel-1-Star Michael Schumacher von der Fiat-Tochter Ferrari eine Formkrise hat und italienische Medien über den Deutschen herziehen, dann fliegt er höchstpersönlich per Hubschrauber bei Ferrari ein und spendet Trost. Die Presse mäßigt dann geflissentlich den Ton. Außerdem gehört Agnelli der Fußball-Spitzenclub Juventus Turin.

Peer Meinert (dpa)

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(