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QUALIFYING: Schumacher startet in Imola auf Pole-Position

Beim Großen Preis von San Marino liegen beide Ferrari vorne, aus der zweiten Reihe gehen die Williams-BMW-Piloten Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya ins Rennen.

In allerletzter Sekunde hat sich Weltmeister Michael Schumacher bei den roten Festspielen in Imola die 45. Pole-Position seiner Formel-1-Karriere gesichert. Kurz vor dem Ende des Qualifikationstrainings am Samstag verdrängte der Ferrari-Star bei seinem Heimspiel in seiner 12. und letzten Runde in 1:21,091 Minuten seinen Teamkollegen Rubens Barrichello mit dem hauchdünnen Vorsprung von 0,064 Sekunden noch vom besten Startplatz für den Grand Prix von San Marino am Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere World).

Diesmal soll's besser laufen

»Es war ein interessantes Qualifying. Ich wollte eigentlich nicht noch einmal raus fahren, aber als ich dann auf der Strecke war, habe ich versucht mein Bestes zu geben. Ich hoffe, das ist eine gute Ausgangsposition, nachdem wir im Vorjahr in der Qualifikation versagt haben«, sagte der Kerpener, der vor zwölf Monaten nur Vierter geworden und dann im Rennen ausgefallen war.

Schumi II optimistisch

In der Startreihe hinter den beiden Ferraris stehen die beiden Williams-BMW mit Ralf Schumacher und Juan Pablo Montoya (Kolumbien). Ralf Schumacher hatte einen Rückstand von 0,382 Sekunden auf seinen Bruder. »Im letzten Jahr war ich auch Dritter in der Qualifikation und habe das Rennen dann gewonnen«, blickte »Schumi II« optimistisch voraus.

BMW erfreut

Montoya, der zuletzt mit Michael Schumacher beim Start aneinander geraten war, lag als Vierter 0,514 Sekunden hinter dem Weltmeister. »Dass die Rundenzeiten von Juan und Ralf so dicht beieinander liegen, zeigt mir, dass beide unter den gegebenen Umständen das Beste aus den Möglichkeiten gemacht haben. Ferrari hat eine einwandfreie Leistung gezeigt, wir sind jedoch relativ dicht dran. Unsere Ausganspostiton ist gut«, sagte BMW-Motorsportdirektor Gerhard Berger. Der Österreicher wird am Sonntag von Michael Schumacher als Ferrari-Rekordpilot abgelöst werden. Der 33-Jährige fährt seinen 97. Grand-Prix für die Scuderia und war damit einmal mehr für den italienischen Traditionsrennstall im Einsatz als der Österreicher. »Darauf bin ich stolz. Das bedeutet mir eine ganze Menge«, sagte Michael Schumacher.

McLarenMercedes enttäuscht

McLaren-Mercedes wurde auf der trockenen Strecke im Autodromo Enzo e Dino Ferrari dagegen ausgebremst. »Über sechs Zehntel Rückstand zur Konkurrenz auf gleichen Reifen und über eine Sekunde zur Pole-Position sind eine enttäuschende Leistung von uns im Qualifying«, sagte Sportchef Norbert Haug. Der Finne Kimi Raikkonen wurde Fünfter. Der Schotte David Coulthard, der im Vorjahr noch auf der Pole neben seinem Teamkollegen Mika Häkkinen (Finnland) stand, beendete die Qualifikation als Sechster.

Begehrter »Quick Nick«

Freude dagegen bei Nick Heidfeld im Sauber-Petronas, der sich wie beim Großen Preis von Malaysia nach starker Vorstellung Platz sieben sicherte. »Das ist für uns wie eine Pole-Position. Die drei Top-Teams sind für uns unerreichbar«, stellte »Quick Nick« zufrieden fest. Die guten Leistungen machen den Mönchengladbacher für andere Rennställe interessant. »Wir verhandeln mit verschiedenen Teams«, verriet sein Manager Werner Heinz. Jaguar, BAR, Jordan und Toyota sind als Rennstall für die kommende Saison im Gespräch, obwohl Mercedes noch eine Option auf Heidfeld besitzt. Heinz-Harald Frentzen im Arrows beendete die Qualifikation auf Platz 13.

Auf dem 4,933 km langen Kurs werden am Sonntag 62 Runden gefahren. Nach drei Saisonläufen führt Michael Schumacher die WM-Wertung mit 24 Punkten an. Sein Bruder Ralf (16) folgt auf dem 2. Platz vor seinem kolumbianischen Teamkollegen Juan Pablo Montoya (14).

Volker Gundrum und Elmar Dreher

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