Qualifying Ungarn Alonso wird fünf Plätze zurückgesetzt


Er war längst abgefertigt, dennoch blieb Fernando Alonso noch zehn Sekunden in der Boxengasse stehen - Teamkollege Lewis Hamilton musste warten. Wegen der Blockade muss der Spanier nun seine Pole Position abgeben und McLaren-Mercedes werden keine Punkte aus dem Grand Prix angerechnet.

Die Boxen-Blockade in der Qualifikation zum Großen Preis von Ungarn hat für Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso und McLaren-Mercedes doch noch Folgen. Nach mehrstündiger Sitzung am Samstagabend entschieden die drei Rennkommissare, dass dem Spanier die schnellste Zeit im letzten Qualifikations-Durchgang gestrichen wird. Dadurch verliert er seine Pole Position und rückt fünf Ränge nach hinten. Alonso muss somit am (heutigen) Sonntag (14.00 Uhr/RTL und Premiere) in Budapest von Startplatz sechs ins Rennen gehen. Ferner werden McLaren-Mercedes am Sonntag wegen Verstoßes gegen das Verbot der Stallregie keine Punkte aus dem Grand Prix angerechnet. Die Fahrer Alonso und Lewis Hamilton dürfen hingegen ihre Zähler behalten.

Durch das erst kurz vor Mitternacht veröffentlichte Urteil rückt Alonsos Teamkollege Hamilton an die Spitze, der Mönchengladbacher Nick Heidfeld startet vom zweiten statt vom dritten Platz aus. Auch Kimi Räikkönen (Ferrari), Nico Rosberg (Williams-Toyota) und Ralf Schumacher (Toyota) profitieren von dem Beschluss und stehen in der Startaufstellung nun auf den Positionen drei bis fünf. Kurz vor der Entscheidung war noch das Qualifikationsergebnis mit Alonsos Pole Position bestätigt worden.

McLaren-Mercedes hat die Verantwortung übernommen

Anlass für die Verhandlung vor der Rennkommission war der außergewöhnlich lange Boxenstopp des zweimaligen Weltmeisters kurz vor Ende des Qualifyings am Samstagnachmittag. Obwohl er längst abgefertigt war, war der Spanier knapp zehn Sekunden stehen geblieben und hatte hielt so seinen hinter ihm wartenden Teamkollegen Hamilton aufgehalten. Alonso fuhr noch rechtzeitig auf die Strecke und sich die Pole Position sichern. Dagegen hatte Hamilton keine Zeit mehr, um noch einmal zu kontern. McLaren-Chef Ron Dennis hatte Alonso von jeder Schuld freigesprochen und das Team in der Verantwortung gesehen.

Das Duell zwischen Hamilton und Alonso ist brisant. Der 22 Jahre alte Neuling aus Großbritannien führt vor dem elften von 17 Rennen die WM-Wertung mit 70 Punkten vor seinem drei Jahre älteren Teamkollegen (68) an. Der Titelverteidiger kann mit einem Sieg auf dem Hungaroring die Führung übernehmen. Das Ferrari-Duo Felipe Massa (59) und Räikkönen (52) folgt mit Abstand auf den Plätzen drei und vier. Heidfeld (36) ist Fünfter. Im Konstrukteurs-Klassement ist McLaren-Mercedes (138) Erster vor Ferrari (111).

Auch Renault-Pilot Giancarlo Fisichella ist in der Startaufstellung für das Formel-1-Rennen in Budapest fünf Plätze nach hinten strafversetzt worden. Wie am Sonntagmorgen mitgeteilt wurde, sahen es die drei Rennkommissare als erwiesen an, dass der Italiener in der Qualifikation am Samstag den japanischen Spyker-Fahrer Sakon Yamamoto behindert hat. Fisichella muss nun am Nachmittag das Rennen vom 13. statt vom achten Platz angehen.

DPA DPA

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