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Frauenfußball-WM in Frankreich: Deutschland verliert Hitzeschlacht gegen Schweden

Der Traum vom dritten Stern ist vorbei. Die deutschen Fußballfrauen sind bei der Weltmeisterschaft in Frankreich an Schweden gescheitert. Das DFB-Team unterlag den Skandinavierinnen im Viertelfinale trotz früher Führung noch mit 1:2.

frauenfußball-wm schweden jubelt nach dem abpfiff

Freude und Leid beim Abpfiff des Viertelfinals bei der Frauenfußball-WM in Frankreich. Die Schwedinnen bejubeln den Einzug ins Halbfinale. Deutschland trauert und verpasst auch Olympia.

Getty Images

Die Deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft hat den Sprung ins WM-Halbfinale und damit auch die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio verpasst. In einem vor allem von der Hitze geprägten Spiel unterlag die DFB-Elf Schweden letztlich verdient mit 1:2. Vor vier Jahren hatte das Team um Kapitänin Alexandra Popp die Skandinavierinnen in Kanada noch im Achtelfinale ausgeschaltet. 

Frühe Führung bringt keine Sicherheit

Das Team von Martina Voss-Tecklenburg kam trotz der tropischen Temperaturen gut in die Partie im französischen Rennes. In der 6. Spielminute zirkelte Lina Magull einen Freistoß aus aussichtsreicher Position um die Mauer – aber auch genau in die Arme der schwedischen Torfrau Hedwig Lindahl. Doch auch die Skandinavierinnen kamen schon in der ersten Viertelstunde mehrfach gefährlich vor das Tor von Almuth Schult. In Führung ging aber die DFB-Elf. Nach einem energischen Solo steckte Sarah Däbritz in der 16. Minute die Kugel durch auf Lina Magull. Die stoppte das Leder perfekt und versenkte es mit einem sehenswerten Seitfallzieher im Tor der Schwedinnen. Doch keine sechs Minuten später war der Vorteil dahin. Nach einem langen Befreiuungsschlag aus der schwedischen Abwehr verschätzte sich Marina Hegering. Die pfeilschnelle Sofia Jacobsson schnappte sich den Ball, schüttelte ihre Verfolgerinnen ab und vollendete clever per Flachschuss ins linke Toreck. Es war zugleich Schults erster Gegentreffer im Turnier.

Schult verhindert Rückstand

In der Folge verlor das DFB-Team nicht nur den Faden, sondern auch die Präzision. Immer wieder landeten einfache Pässe im Tor- oder Seitenaus. Das änderte sich auch nach der sogenannten Cooling Break, eine wegen der extremen Hitze von der FIFA verordnete Trinkpause, nicht. In der 36. Minute lief Blackstenius allein auf das deutsche Tor zu – und nur ein starker Reflex von Almuth Schult verhinderte den Rückstand für das Team von Voss-Tecklenburg. Letztlich rettete sich ihre Mannschaft in die Halbzeit.

Blackstenius zerstört auch den Traum von Olympia

Angeführt von Dzsenifer Marozsán, die nach einem Zehenbruch im Auftaktspiel drei Spiele zuschauen musste, kam die deutsche Mannschaft dann zurück auf den Rasen des Roazhon Park vor 25.301 Zuschauern. Doch nach nicht einmal drei Minuten klingelte es erneut im Tor von Almuth Schult. Nach einer Flanke von der rechten Seite parierte die deutsche Keeperin den Kopfball von Fridolina Rolfö zwar noch stark – lenkte die Kugel aber Stina Blackstenius genau vor die Füße. Die bedankte sich und verwandelte aus kurzer Distanz zum 2:1. In der verbleibenden Zeit schwanden den Spielerinnen von Martina Voss-Tecklenburg zunehmend die Kräfte. Erst gegen Ende der 90 Minuten bäumten sie sich noch einmal auf. Ein Tor gelang aber nicht mehr. Damit platzte auch der Traum von den Olympischen Spielen in Tokyo. Denn mit England, den Niederlanden und Schweden hat Europa sein Kontingent für das olympische Fußballturnier erschöpft.

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