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1. Bundesliga: Bundesliga-Vorschau - TSG Hoffenheim

Mario Monti soll Italien gesund sparen. Holger Stanislawski muss das in Hoffenheim nicht, das machen schon andere. Der Trainer aber soll bei ständig schwindenden Mitteln positive Stimmung verbreiten. Das gelang zuletzt nicht immer. Wir blicken auf die Rückrunde im Kraichgau.

Von allen 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga ist Hoffenheim neben dem FC Augsburg der einzige, der auf ein Trainingslager verzichtet: "Wir haben doch hier zu Hause alles und sparen obendrein noch Geld", wird Trainer Holger Stanislawski im Kicker zitiert. Das Thema Sparkurs beherrscht in Sinsheim weiter alles andere.

Falschester Satz aus dem Sommer-Check

"Und der nach seinen anfänglichen Schwierigkeiten viel zu früh abgeschriebene Franco Zuculini ist ein Riesentalent, das mit erst 20 Jahren potenziell noch eine große Karriere in Europa vor sich hat."

Wenige Tage, nachdem unser Text veröffentlicht wurde, lieh Hoffenheim Zuculini für ein Jahr an Real Zaragoza aus. Mit Kaufoption. Beim Tabellenletzten der spanischen Liga bestritt Zuculini bisher noch kein Spiel über 90 Minuten.

Größte Enttäuschung

Wenn wir jetzt den Namen Holger Stanislawski anführen, so nicht, weil wir ihn für den Hauptverantwortlichen der Situation in Nordbaden halten. "Stani ist ein Glücksfall für uns, weil er den Spagat zwischen wirtschaftlicher Vernunft und sportlichem Erfolg versteht und umzusetzen bereit ist", sagte Mäzen Dietmar Hopp gerade in einem Interview mit dem Mannheimer Morgen. Das kann man auch als Euphemismus für das lesen, was wir in unserem Sommercheck schrieben: "ein sympathisches Feigenblatt für einen fortgesetzten Sparkurs des Clubs".

Für diesen kann Stanislawski natürlich nichts. Dass sein Team die schlechteste Hinrunde seiner jungen Bundesligageschichte spielte, darf angesichts des ständig reduzierten Budgets nicht verwundern. Anlass zur Kritik gibt es gleichwohl. Und zwar in dreierlei Hinsicht. Erstens springt die negative Tendenz ins Auge. Obwohl in den ersten zehn Hinrundenspielen gegen sechs Teams gespielt wurde, die unter den ersten Acht der Herbsttabelle stehen, holte Hoffenheim aus diesen Begegnungen fünf Siege. Im eigentlich leichteren Rest der Hinserie gewann die Mannschaft nur noch ein Punktspiel.

Das ist deshalb so besorgniserregend, weil Hoffenheim in den bisherigen Bundesligajahren stets in der Rückrunde noch schlechter spielte als vor der Winterpause. Das gilt auch für Stanislawski in seinem einzigen Bundesligajahr mit St. Pauli. Nur eines der letzten 12 Saisonspiele konnten die Hamburger da für sich entscheiden.

Das lag auch an der schwachen Schlussphase der TSG. Gemessen an den Spielständen nach 70 Minuten verlor Hoffenheim allein seit Ende Oktober noch sieben mögliche Punkte durch späte Gegentore - und gewann keinen einzigen. Parallele wiederum zu Stanislawskis Saison in Hamburg: Ab dem zehnten Spieltag der vorigen Saison verschenkte St. Pauli in den letzten 20 Minuten noch 13 Zähler - und gewann ebenfalls keinen einzigen.

Ob diese eklatant schlechte Bilanz in der Schlussphase an Konzentrationsmängeln, fehlender Fitness oder schlechten Einwechslungen liegt, lässt sich so pauschal nicht sagen. Sicher aber ist es bei dieser Häufung auch nicht einfach nur mit Pech zu erklären.

Das Stichwort "erklären" führt uns zum dritten Punkt. Aus heutiger Sicht wünscht sich der Trainer wahrscheinlich, er hätte in der relativ erfolgreichen Anfangsphase der Saison nicht so oft nach Erfolgen betont, was alles schlecht gewesen sei am Spiel seiner Mannschaft. Das weckte die Erwartung, es werde noch besser. Wurde es aber nicht. Stattdessen hörte man zuletzt immer öfter, wie unzufrieden Stani mit seiner Mannschaft war und dass das "Konsequenzen" für die Spieler haben werde. Diese Art von Auftreten nutzt sich aber irgendwann ab und verbessert gewiss nicht die Moral im Kader.

Hoffnungsträger

In der Defensivtabelle ist Hoffenheim auf Platz vier, nur Bayern, Dortmund und Gladbach haben weniger Tore kassiert. In diesem Mannschaftsteil stimmt es also, was auch an der soliden Saison liegt, die Marvin Compper und Edson Braafheid spielen. Problematisch ist jedoch die Offensive, in der die TSG nur auf dem 15. Platz rangiert, noch hinter Freiburg.

Nur 19 Tore in 17 Spielen, das ist die Bilanz eines Abstiegskandidaten. Und wie reagiert der Club darauf? Er trennte sich im Winter von Gylfi Thor Sigurdsson und Chinedu Obasi. Sicher bleibt abzuwarten, was sich noch auf dem Transfermarkt tut. Bisher wurden nur Teenager aus Österreich und der Schweiz verpflichtet, für die das Prädikat "Hoffnungsträger" wohl erst in der kommenden Saison gelten kann.

Bleibt das bisherige Personal, das keine großen Sprünge in der Offensive erlaubt, vor allem aus dem Spiel heraus, wenn die Standards von Sejad Salihovic nicht greifen. Peniel Mlapa konnte sein großes Potenzial bisher überhaupt nicht umsetzen und Vedad Ibisevic trifft zwar, wenn er spielt, ist aber von gutem Aufbauspiel abhängig.

Wenn dieses besser als bisher gelingen soll, dann kann das nach jetzigem Stand nur dank eines Leistungssprungs von Ryan Babel gelingen. Dass er ein guter Fußballer ist, weiß man. Jetzt muss er nur noch ein Matchwinner werden.

Prognose

"Zwischen Platz sechs und 16 ist alles drin", schrieben wir im Juli. Das gilt zwar grundsätzlich noch immer. Eine Verbesserung in der Rückrunde würde allerdings angesichts der erneuten Ausdünnung der Kaderqualität überraschen. Der Abstiegskampf ist nicht ausgeschlossen, aber der Klassenerhalt sollte gelingen.

sportal.de / sportal

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