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1. Bundesliga Hertha BSC verliert 1 -2 gegen Kaiserslautern


Hertha BSC wollte im "wichtigsten Spiel" der Saison (Otto Rehhagel) gegen den Tabellenletzten punkten. Diesen Willen zeigten die Hauptstädter nur nicht. Man verlor verdient mit 1:2 gegen Kaiserslautern und steht nun in der Bundesligatabelle zwei Punkte hinter Köln, fünf hinter Augsburg. Lautern muss trotz des Sieges absteigen.

Der 1. FC Kaiserslautern ist wieder zweitklassig - und eine desolate Hertha steht ganz kurz davor. Die praktisch bereits vor der Partie abgestiegenen Pfälzer kamen nach 21 vergeblichen Versuchen ausgerechnet in Berliner wieder zu einem Sieg, doch mit dem Kölner 1:1 gegen Stuttgart ist nach dem 32. Spieltag der Bundesliga auch die letzte theoretische Rettungschance dahin. 

In Berlin regierte nach dem 1:2 (0:2) im "wichtigsten Spiel" der Saison (Otto Rehhagel) blankes Entsetzen. Nur ein Wunder auf Schalke und gegen Hoffenheim könnten den Absturz möglicherweise noch verhindern. Mit 28 Punkten steht Hertha zwei Punkte hinter den Kölnern, die nach dem 1:1 gegen Stuttgart Relegationsplatz 16 halten. Oliver Kirch (27. Minute) und Andrew Wooten (38.) schossen die Lauterer Tore. Für Hertha traf Peter Niemeyer (67.), der zehn Minuten später mit Gelb-Rot vom Platz musste.

Offensivkraft der Berliner verpuffte

Otto Rehagel wollte mit einer 4-4-2-Aufstellung mehr für die Offensive tun. Es stürmten sowohl Adrian Ramos, als auch Pierre-Michel Lasogga. Das erste Tor fiel aber für die Gäste. Pierre De Wit hatte einen Angriff über die halbrechte Seite vorgetragen, spielte zu Konstantinos Fortounis, der sofort in die Mitte flankte und Olcay Sahan fand. Sahan legte quer zu Oliver Kirch, der aus der Drehung zur 1:0-Führung einschob (27.). Ganz Berlin schien geschockt, allerdings kam es aus Sicht der Berliner noch schlimmer.

Adrian Ramos agierte im Mittelfeld zu zögerlich - als ginge es um nichts - Pierre De Wit eroberte den Ball und spielte zu Konstantinos Fortounis, der dribbelte, spielte den Ball dann nach links in den Strafraum zu Andrew Wooten und der schloss direkt zum 2:0 für Kaiserslautern ab (38). Die Gäste hätten auch noch das dritte Tor erzielen können, doch Rodnei verpasste eine Hereingabe knapp (41.). Es ging mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

Not gegen Elend: Lautern führt 

Kaiserslautern spielte in der ersten Hälfte diszipliniert, nicht überragend, aber das reichte für eine indisponierte Hertha. Die Berliner verloren die entscheidenden Zweikämpfe und waren bei Ballverlusten in der Defensive anfällig. Zur zweiten Hälfte brachte Otto Rehhagel Patrick Ebert und Fanol Perdedaj für Tunay Torun und Adrian Ramos. Er stellte wieder auf das 4-2-3-1-System um und tat somit etwas für die Kompaktheit im Mittelfeld.

Die erste Großchance hatte aber Kaiserslautern. Sahans Schuss konnte Kraft nicht festhalten, den Abpraller konnte Andrew Wooten letztlich nicht im Tor unterbringen (52.). Hertha machte nicht den Eindruck, das Spiel noch gewinnen zu wollen. Dennoch fiel der Anschlusstreffer. Patrick Ebert hatte einen Eckball auf den Kopf von Peter Niemeyer gezirkelt, der sich gegen Rodnei durchsetzten konnte und zum 1:2 einnetzte (60.).

Schon wieder in Unterzahl: Niemeyer sieht Gelb-Rot 

Berlin versuchte den Ausgleich zu erzielen, aber Kaiserslautern blieb bei Kontern gefährlich. Sahan hätte nach einem Alleingang das 3:1 erzielen können, doch Kraft hielt glänzend (76.). Es kam noch dicker für die Hertha. Peter Niemeyer hatte Gelb wegen Meckerns gesehen (75.), dann foulte er und sah innerhalb von drei Minuten die zweite Gelbe Karte und somit den Platzverweis (78.). Das Publikum, das zwischenzeitlich die Gesinnung wiederentdeckt hatte, war nun verstummt. 

Sahan verpasste bei einem der vielen Konter das 3:1, aber Hertha schaffte es nicht mehr, die Fahrlässigkeit der Lauterer in der Chancenauswertung zu nutzen. Es blieb bei der verdienten 1:2-Niederlage für den Hauptstadtclub. Hertha steht damit zwei Punkte hinter Köln und fünf hinter Augsburg, die morgen noch gegen Schalke spielen. Kaiserslautern ist durch das Remis der Kölner abgestiegen.

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