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1. Bundesliga Hertha Posse - Markus Babbel im Interview


Die Zukunft von Markus Babbel liegt sicherlich nicht bei Hertha BSC. Das Tischtuch zwischen den Verantwortlichen ist zerschnitten und der Trainer möchte sich auch nicht mehr mit Manager Michael Preetz an einen Tisch setzen. Im Interview erklärt Babbel seine Sicht der Dinge und nimmt Stellung zu den Vorwürfen.

Mit gegenseitigen Vorwürfen und Verdächtigungen endet die Ära Markus Babbel in Berlin. Der Hertha-Trainer sprach am Sonntag über Manager Preetz, seine ausgeschlagene Vertragsverlängerung und seine größten Enttäuschungen.

Hertha-Präsident Gegenbauer hat Sie in Hoffenheim als Lügen-Baron hingestellt. Was sagen Sie dazu?

Babbel: Das ist natürlich ein bisschen enttäuschend, weil ich ihn unglaublich schätze. Leider wird er da benutzt. Ich hatte am Abend vor dem Hoffenheim-Spiel noch ein Gespräch mit ihm, um einfach mal klarzustellen, was da eigentlich abgelaufen ist.

Von wem benutzt?

Babbel: Das lasse ich jetzt mal so stehen.

Könnte Ihre Mitteilung Anfang November an Manager Preetz, ihren Vertrag bei Hertha nicht verlängern zu wollen, missverständlich gewesen sein?

Babbel: Klarer, als dass man nicht weitermacht, kann man es nicht sagen. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich da gradlinig bin. Warum soll ich da rumeiern. Ich habe mich intern zu meiner Zukunft frühzeitig geäußert, um dem Verein die Möglichkeit zu geben, planen zu können. Ich hätte es locker auch bis März, April ziehen können. Das wollte ich nicht, weil mein Entschluss einfach feststand.

Aber es hat auch ein Gespräch am vergangenen Dienstag gegeben.

Babbel: Das erste Gespräch war inoffiziell, das zweite offiziell.

Werden Sie am Mittwoch im Pokal gegen Kaiserslautern noch Hertha-Trainer sein?

Babbel: Das ist für mich schwer zu beantworten. Ich hoffe es natürlich, es macht mit der Truppe unglaublich viel Spaß. Ich würde es auch gern bis zum Ende der Saison machen, wohlwissend, dass es jetzt etwas schwieriger wird.

Wie hat die Mannschaft die Sache aufgenommen?

Babbel: Ich habe es den Spielern erklärt, dass es mir leid tut, dass sie es aus den Medien erfahren mussten. Aber ich habe mich daran gehalten, nichts zu sagen und habe dafür einige Prügel bezogen.

Warum ist die Situation eskaliert?

Babbel: Das ist mir auch ein Rätsel. Ich kann mir nichts vorwerfen. Ich denke, ich habe diesbezüglich alles richtig gemacht. Ich wollte nicht den Eindruck erwecken, dass ich jemanden hinhalte, dass ich falsch bin, dass ich nicht die Wahrheit sage, dass ich den roten Teppich nicht annehme. Ich habe es nicht nötig, irgendwelchen Scheiß zu erzählen. Ich habe für den Verein sechs Wochen nicht die Wahrheit gesagt. Das ist nicht angenehm, das mache ich nicht gern.

Sind Sie menschlich enttäuscht von Michael Preetz?

Babbel: Ja.

Kann es noch einmal ein Gespräch mit Preetz geben, in dem man sich ausspricht unter Männern?

Babbel: Da müssen Sie mich verstehen, das kann ich nicht machen. Es gibt die eine Aussage, es gibt die andere Aussage. Das ist einfach ein Punkt, den ich nicht akzeptieren kann, dass ich als Lügner hingestellt werde.

Können Sie Ihre Gründe nennen, bei Hertha nicht verlängern zu wollen?

Babbel: Ich könnte, aber ich will nicht.

Sind es sportliche Gründe?

Babbel: Überhaupt nicht. Das ist ja auch Käsequark, dass ich vier neue Spieler fordere. Da haben wir nie darüber gesprochen. Ich bin hochzufrieden, was ich habe. Ist eine tolle Truppe. Natürlich muss man sich immer weiterentwickeln. Aber so weit waren wir ja noch gar nicht. Das war ja auch mit Grund, es frühzeitig bekanntzugeben.

Also waren es private Gründe?

Babbel: Ja, was soll ich sagen. Ich äußere mich nicht.

Haben Sie eine Erklärung für die Fans?

Babbel: Ich kann nur sagen, dass ich sehr ehrlich mit dem Verein umgegangen bin, dass ich nichts Linkes gemacht habe, sondern auch dankbar bin, dass ich so arbeiten konnte. Aber jetzt ist der Punkt da, wo ich festgestellt habe, so will ich nicht weitermachen. Ich will dann entweder eine Pause machen oder woanders was anderes beginnen.

Gibt es schon Pläne?

Babbel: Nicht wirklich.

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