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1. Bundesliga HSV beeindruckt bei Fink-Debüt durch offensive Spielweise


Auch wenn es für Thorsten Fink zum Einstand nur einen Punkt gab: Das 1:1 gegen den VfL Wolfsburg sehen der neue Trainer und der Sportdirektor als Zeichen für den Aufschwung. " Wenn wir so weiterspielen, werden wir da schon rauskommen", freute sich Fink über die schnelle Umsetzung seines offensive Konzeptes.

Nach dem 1:1 gegen den VfL Wolfsburg zeigte der neue Trainer Thorsten Fink seine Erleichterung und auch Freude über den halbwegs gelungenen Einstand. Einstellung und Spielweise der Mannschaft stimmten - nur das Ergebnis noch nicht.

"Ich war von dem frühen Gegentor geschockt und hatte befürchtet, dass meine Mannschaft noch nervöser wird. Aber sie hat an sich geglaubt", sagte Fink. "Ich habe mich schon verbessert, wir sind nun Vorletzter - das ist meine Aura", scherzte Fink über den Medienhype an der Elbe, der ihn an die aktiven Zeiten bei Bayern München erinnerte.

Viel wichtiger war dem Liebhaber des Offensivfußballs, dass seine Handschrift nach nur vier Trainingstagen zumindest in Ansätzen zu erkennen war: 20:7 Torschüsse, leidenschaftlicher Einsatz bis zur 90. Minute und ein dominantes Flügelspiel gefielen dem ehemaligen Basel-Coach: "Sicherlich wird es schwer, das ist ja ganz klar. Aber ich habe keine Angst: Wenn wir so weiterspielen, werden wir da schon rauskommen."

90 Sekunden sind keine 90 Minuten

Die Schlafmützigkeit der ersten Minuten muss allerdings schleunigst abgestellt werden. Der HSV wurde nach nur 65 Sekunden kalt erwischt, der routinierte Dennis Aogo sah beim Blitztor von Mario Mandzukic schlecht aus.

Hinzukam ein erneutes Missverständnis zwischen Innenverteidiger Slobodan Rajkovic und dem auf seiner Torlinie klebenden Jaroslav Drobny - so segelte die Flanke von Patrick Ochs unbedrängt durch den Strafraum.

"Das war ein Raketenstart, kurz und schnell, aber dieses Niveau der ersten 90 Sekunden haben wir nicht halten können", so Magath, der ob der Überlegenheit seines ehemaligen Vereins voller Zufriedenheit die Heimreise antrat. Er bedankte sich bei Torhüter Diego Benaglio für den wichtigen Punkt: "Er war super, überragend." Tatsächlich stand der Schweizer mit seinen Paraden dem ersten Heimsieg der Hanseaten seit sieben Monaten im Weg und verhagelte die Fink-Premiere.

"Der Glaube ist da"

Arnesen wollte davon aber gar nichts wissen: "Man hat gesehen, was er will: das Spiel dominieren. Der Glaube ist da und wir haben hervorragend Fußball gespielt". Man blende nach dem erst zweiten Heimpunkt die Realität nicht aus, "aber es sind noch 24 Spieltage".

Die Profis scheinen dermaßen erleichtert zu sein, endlich einen Fußballlehrer mit einem genauen Plan vor sich zu haben, dass sogar ein Mladen Petric die Liebe zum Laufspiel entdeckt. In der Schlussphase klärte der Stürmer auf der Linie. "In den vier, fünf Tagen hat er schon rübergebracht, was er bewegen will", so der Kroate.

Paolo Guerrero und Marcell Jansen sind die Gewinner des Trainerwechsels. Fink setzt im Abstiegskampf klar auf die Erfahrenen, fordert aber noch viel mehr Spritzigkeit und Abstimmung. Die soll schon am Dienstag bei Pokalschreck Eintracht Trier und am Sonntag erneut zu Hause gegen Kaiserslautern gezeigt werden.

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