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13. Spieltag: Bayern gehen in Stuttgart k.o.

Der FC Bayern ist zwar noch Tabellenführer, taumelt aber gewaltig: Gegen Stuttgart setzte es eine deftige Klatsche, nur zehn Bayern-Spieler beendeten die Partie. Der Hamburger SV verpasste mit einem Remis gegen Schalke den Sprung an die Spitze. Werder Bremen gewann dank eines überragenden Diegos gegen Karlsruhe.

Titelverteidiger VfB Stuttgart hat den FC Bayern München am 13. Spieltag der Bundesliga nach allen Regeln der Fußball-Kunst entzaubert und dem Tabellenführer die erste Niederlage der Saison beigebracht. Doch trotz des 1:3 im Südgipfel behauptete der Rekordmeister die Spitze, weil auch die Siegesserie von Verfolger Hamburger SV mit dem 1:1 beim FC Schalke 04 zu Ende ging. Von den Punktverlusten des Spitzenduos profitierte der SV Werder Bremen, der mit dem 4:0 gegen den Karlsruher SC auf Platz zwei bis auf einen Zähler an die Bayern heranrückte. Am Tabellenende verschaffte sich Hansa Rostock mit dem 3:2 gegen Schlusslicht Energie Cottbus Luft.

Die Bayern sind den Nimbus der Unbesiegbarkeit los. Mehr als sechs Monate nach ihrer letzten Bundesliga-Niederlage (0:2 in Stuttgart am 22. April) endete die Erfolgsserie erneut im Daimler-Stadion. Der überragende Mario Gomez (10./42.) und Yildiray Bastürk (30.) trafen für die Schwaben, die drei Tage nach dem Champions-League-K.o. in Lyon mit dem dritten Erstliga-Sieg in Serie ihren Aufwärtstrend fortsetzten. Während der VfB erstmals in dieser Saison zu seiner Meisterform fand, blieben die Bayern zum dritten Mal nacheinander sieglos und kamen erst in der 86. Minute durch den neunten Saisontreffer von Luca Toni zum Anschlusstor. 20 Minuten vor Schluss sah Münchens Abwehrchef Lucio wegen einer Tätlichkeit die Rote Karte. Der Brasilianer hatte seinem Gegenspieler Magnin mit dem Ellbogen in das Gesicht geschlagen. Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer, der fast daneben stand, zückte sofort den roten Karton.

HSV kann Gunst der Stunde nicht nutzen

Der HSV konnte indes die Gunst der Stunde nicht nutzen und verpasste mit dem Remis in Gelsenkirchen den Sprung an die Tabellenspitze. Zwar gelang den Hamburgern durch Ivica Olic (35.) wenigstens noch der Ausgleich, doch zum vierten Sieg nacheinander reichte es nicht mehr. Immerhin machten die Norddeutschen das Dutzend an ungeschlagenen Pflichtspielen voll. Mladen Krstajic (12.) hatte die Königsblauen, die zum fünften Mal in Folge sieglos blieben, in Führung gebracht.

Unter der Regie des überragenden Diego stürmte Werder Bremen mit dem 4:0 im Verfolger-Duell gegen den Karlsruher SC auf Rang zwei. Der Brasilianer mit einem Doppelschlag (25./45.), Hugo Almeida (66.) und Naldo (76.) trafen für die Hanseaten, die sich mit dem achten Saisonsieg eindrucksvoll für die peinliche Champions-League-Schlappe in Rom rehabilitierten. Der KSC war bei seiner zweiten Niederlage im siebten Auswärtsspiel chancenlos, behauptete aber dennoch Rang vier.

Dortmund seit vier Spielen sieglos

Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt trennten sich 1:1 und sind beide seit vier Spielen sieglos. Die Führung der Hessen durch Ioannis Amanatidis (54.) glich Florian Kringe zehn Minuten vor Schluss für den BVB aus. Drei Minuten fehlten Hannover 96 auf schneebedecktem Boden im Berliner Olympiastadion zum siebten ungeschlagenen Spiel in Serie. Dann erlöste Andre Lima (87.) die Fans von Hertha BSC mit dem Siegtreffer zum 1:0.

Mit dem 3:2 im Ost-Derby gegen Energie Cottbus setzte sich Hansa Rostock vorerst von den Abstiegsplätzen ab. Enrico Kern (18./59./73.) war dreifacher Torschütze für Hansa, das seine Erfolgsserie gegen die Lausitzer fortsetzte. Der Tabellenletzte durfte nach dem Ausgleich durch Vragel da Silva (58.) nur kurzzeitig Hoffnung schöpfen und kam erst in der Schlussminute durch Ervin Skela zum zweiten Gegentor.

Die 13. Runde wird an diesem Sonntag mit den Begegnungen VfL Wolfsburg - Bayer Leverkusen und Arminia Bielefeld - 1. FC Nürnberg abgeschlossen.

DPA / DPA

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