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17. Spieltag: Schalke greift nach Herbstmeisterschaft

Nach einem glanzlosen Sieg in Bielefeld ist Schalke 04 vorläufig an die Tabellenspitze gestürmt. Bayern München deklassierte schwache Mainzer und der HSV verschenkte gegen Aachen den Sieg durch ein Eigentor.

Vor 26 601 Zuschauern in der ausverkauften Schüco-Arena in Bielefeld sorgte der kurz zuvor eingewechselte Zlatan Bajramovic (82. Min.) für den Sieg der Schalker, die damit zum achten Mal in Serie ungeschlagen blieben. Bei ihrem letzten Kraftakt vor der Winterpause legten sich beide Teams auf tiefem Boden noch einmal mächtig ins Zeug. In einer kampfbetonten Partie mangelte es sowohl den Bielefeldern als auch den Schalkern an Präzision und Ideen. Torchancen waren Mangelware. Bis auf einen Fernschuss von Halil Altintop (15.) von der Außenposition, den Arminia-Keeper Mathias Hain parierte, bekamen die Zuschauer in der Anfangsphase wenig zu sehen. Bis zur Halbzeitpause änderte sich daran wenig.

Auch in der zweiten Halbzeit dominierten beide Abwehrreihen die Partie. Bei den wenigen Möglichkeiten, die sich boten, fehlte es an Genauigkeit und Entschlossenheit. So köpfte der Bielefelder Radin Kucera (63.) aus zehn Metern in die Arme von Gäste-Keeper Manuel Neuer. Vier Minute später verfehlte Pander mit einem Freistoß knapp das Arminen-Tor. Doch acht Minuten vor dem Ende brach Bajramovic den Bann: Der Kopfball des in der 78. Minute eingewechselten Mittelfeldspielers bescherte dem FC Schalke einen glücklichen Sieg. Dagegen ging für die Arminia eine gute Hinserie ohne Erfolg zu Ende.

Böse Bescherung für Mainz

Der FC Bayern München hat dem Schlusslicht Mainz eine böse Bescherung bereitet. Der Mannschaft von Trainer Felix Magath reichte der Schongang, um die über weite Strecken leblose FSV-Truppe klar mit 4:0 (2:0) zu bezwingen. Vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion waren Hasan Salihamidzic (31.) und Top-Torschütze Roy Makaay (45.+1) mit seinem neunten Saisontreffer vor der Pause zur Stelle. Nach dem Seitenwechsel erhöhten Claudio Pizzaro (64.) und Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (66.).

Die Mainzer warten nun seit dem ersten Spieltag am 12. August auf einen Sieg, mit nur elf Zählern weisen sie die schlechteste Hinserie einer Bundesliga-Mannschaft seit fünf Jahren auf. Damals kam der FC St. Pauli auf lediglich acht Zähler und stieg am Ende ab.

HSV schlägt sich selbst

Der Hamburger SV hat den zweiten Saisonsieg in der Fußball-Bundesliga zwar verschenkt, kann aber nach dem hochverdienten 3:3 (1:0) bei Aufsteiger Alemannia Aachen im Kampf um den Klassenverbleib neue Hoffnung schöpfen. Der erste Bundesligatreffer des Albaners Besart Berisha (32. Minute), ein Tor von Collin Benjamin (67.) und das 3:1 durch Danijel Ljuboja (76.) minderten am Samstag vor 20 800 Zuschauern im ausverkauften Tivoli zudem die Gefahr des Arbeitsplatzverlustes für HSV-Trainer Thomas Doll.

Aachen konnte durch einen Foulelfmeter von Laurentiu Reghecampf (62.) vorübergehend ausgleichen und erzielte schließlich den Anschlusstreffer zum 2:3 durch Cristian Fiel (77.). Dann geschah das aus Hamburger Sicht Unassbare: Der Hamburger Innenverteidiger Bastian Reinhardt köpfte den Ball in der 90. Minute ins eigene Netz - Endstand: 3:3. Hamburg überwintert trotz des Punktgewinns mit 13 Zählern auf einem Abstiegsplatz, Aachen hat sechs mehr.

Stuttgart gegen Cottbus torlos

Keine Tore gab es in der Partie zwischen Cottbus und Stuttgart. Schiedsrichter Felix Brych verweigerte Torjäger Mario Gomez einen klaren Foulelfmeter. Stattdessen zeigte er ihm die Gelbe Karte für eine angebliche Schwalbe. Der Tabellen-Fünfte Hertha BSC feierte nach einem Tor von Christian Giménez (63.) einen 1:0 (0:0)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt.

Im Mittelfeld-Duell zwischen dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 kam der "Club" zu einem 3:1 (1:1)-Sieg. Thomas Brdaric (4.) hatte die Niedersachsen früh in Führung geschossen, doch Ivica Banovic (32.), Markus Schroth (56.) und Jawhar Mnari (90.+3/Handelefmeter) drehten mit ihren Treffern die Partie. Dem Strafstoß ging ein Handspiel von Steven Cherundolo voraus, der die Rote Karte sah.

Bremen kann noch Herbstmeister werden

Neben der Begegnung Bremen - Wolfsburg steht zum Abschluss des 17. Spieltages an diesem Sonntag das Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayer Leverkusen auf dem Programm. Nach der Winterpause startet die Bundesliga am 26. Januar mit dem Freitagsspiel Dortmund gegen Bayern München in die Rückrunde.

DPA/tis / DPA

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