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2. Bundesliga: Karlsruhe auf Aufstiegskurs - Rückschlag für St. Pauli

Nach einem verdienten 4:0-Sieg im Verfolgerduell gegen Paderborn klettert der Karlsruher Sport-Club auf Platz Drei der Tabelle. Aufstiegskonkurrent St. Pauli verliert in Frankfurt.

Der Aufsteiger Karlsruher SC darf in der 2. Fußball-Bundesliga weiter vom Durchmarsch träumen. Die Mannschaft von Trainer Markus Kauczinski besiegte am Sonntag den Aufstiegskonkurrenten SC Paderborn mit 4:0 (1:0) und verbesserte sich auf den dritten Tabellenplatz. Am 24. Spieltag verpasste hingegen den FC St. Pauli die Chance, den Tabellenzweiten SpVgg Greuther Fürth zumindest für einen Tag zu überflügeln: Die Hamburger unterlagen mit 0:1 (0:1) beim FSV Frankfurt.

Im Karlsruher Wildparkstadion brachte der Spanier Manuel Torres den KSC in der 12. Minute in Führung. Die Gäste-Mannschaft von Chefcoach André Breitenreiter hatte sich mit sechs Siegen und zwei Remis nach vorne katapultiert, musste nun aber erstmal einem Rückstand hinterherrennen und konnte diesen auch nicht mehr wett machen: Der eingewechselte Dimitrj Nazarov (69. und 84.) und Koen van der Biezen (87.) sicherten mit ihren Toren den verdienten Sieg der Gastgeber.

Auch das seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagene Team von St. Pauli lag in Frankfurt früh hinten: Der Australier Mathew Leckie traf bereits in der 9. Minute für die Bornheimer. Der FSV gab diesen Vorsprung nicht mehr her und verschaffte sich damit erstmal etwas Luft im Abstiegskampf.

Erleichterung bei Kaiserslautern

Der 1. FC Köln hatte am Samstag mit einem mühsamen 2:1-Sieg gegen Schlusslicht Energie Cottbus seine Spitzenposition gefestigt und liegt nun sieben Punkte vor den Fürthern, die im Montagsspiel beim VfL Bochum antreten. Für Köln war es der erste Heimsieg im Jahr 2014. Vor 42.400 Zuschauern hatte Boubacar Sanogo (68.) die Lausitzer in Führung gebracht, ehe die Gastgeber die Partie durch den Treffer von Jonas Hector (84.) und ein Eigentor von Uwe Möhrle (86.) innerhalb von 120 Sekunden drehten. "Ein ganz wichtiger Dreier", sagte Kölns Trainer Peter Stöger.

Lange zittern musste am Freitagabend auch der 1. FC Kaiserslautern beim 2:1 (0:1) gegen den SV Sandhausen. Nun erwartet die "Roten Teufel" das Spitzenspiel am 17. März gegen Köln. Nach drei Niederlagen in Serie war die Erleichterung auf dem Betzenberg riesengroß. "Es ist eine große Last von uns genommen worden. Die Fans sind in der zweiten Halbzeit umgeschwenkt und haben uns getragen", sagte FCK-Trainer Kosta Runjaic. Die Pfälzer kamen durch Simon Zoller (60.) und ein Eigentor von Daniel Schulz (73.) zum Erfolg.

Bielefeld gewinnt Kellerduell

Einen Dämpfer haben die Aufstiegs-Hoffnungen von Union Berlin erhalten: Die Hauptstädter kassierten beim 1:1 (0:1) am Samstag gegen den FC Ingolstadt bereits nach 33 Sekunden das 0:1 durch Pascal Groß. Kapitän Torsten Mattuschka rettete mit einem verwandelten Foulelfmeter in der Nachspielzeit den einen Punkt. Union will sich nun in den Spielen gegen die unmittelbaren Konkurrenten Fürth und Paderborn näher an die Spitze heranarbeiten. "Wir haben in diesem Jahr eine Riesenchance. Aber dann müssen wir ein bisschen wacher sein", mahnte Mattuschka. Auch 1860 München ist nach dem 4:0 gegen den VfR Aalen im Aufstiegsrennen mit derzeit acht Mannschaften noch dabei.

Im Tabellenkeller feierte Arminia Bielefeld seinen ersten Dreier im zweiten Spiel unter Norbert Meier. "Das ist natürlich ein ganz wichtiger Sieg für die Moral der Mannschaft", freute sich der neue Trainer nach dem so wichtigen 1:0 gegen das ebenfalls abstiegsbedrohte Team von Erzgebirge Aue. Die Ostwestfalen beendeten eine Durststrecke von fünf Partien ohne Sieg. Fabian Klos (43. Minute) erzielte den Treffer des Tages.

Große Enttäuschung herrschte in Dresden nach dem 1:1 (0:0) von Dynamo gegen Fortuna Düsseldorf. Die Sachsen lagen nach sieben sieglosen Spielen durch ein Tor von Idir Ouali (55.) lange vorn. Martin Latka (90.+2) glich aber in der Nachspielzeit noch aus und verhinderte so die erste Niederlage von Lorenz-Günther Köstner im fünften Spiel als Fortuna-Trainer.

car/DPA / DPA

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